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Slither - Voll auf den Schleim gegangen

Slither

Horror. USA 2006.

Regie: James Gunn
Mit: Elizabeth Banks, Nathan Fillion, Michael Rooker

Ein Meteor mit glitschigem Innenleben verwandelt die Bevölkerung einer US-Kleinstadt in eine schleimige Zombiebrut: Fast klassisch anmutender Monster-Horror-Splatter-Spaß von James Gunn (Dawn of the Dead 2004).

Das verschlafene Örtchen Wheelsy irgendwo im abgelegenen Herzen der USA ist das Paradebeispiel einer nordamerikanischen Kleinstadt: In beschaulichen Einfamilienhäusern mit hübschen Vorgärten bleiben sanfte, freundliche, manchmal wunderliche Leute unter sich und kümmern sich um ihre eigenen Angelegenheiten. Aber der augenscheinliche Charme trügt. Eines Nachts wankt Grant Grant (Michael Rooker), einer der reichen Bürger von Wheelsy, aus der örtlichen Schnapstränke nach Hause. Er war gezwungen, den Gram über die verweigerte erotische Zuwendung seiner bezaubernden Frau Starla (Elizabeth Banks) in Whiskey zu ertränken, was seinen Blick deutlich getrübt hat. Trotzdem zweifelt er keine Sekunde daran, dass es sich bei dem feurigen Schweif am nächtlichen Himmel nicht um eine psychedelische Eskapade des Methylalkohols in seinem Blut, sondern um einen waschechten Meteor handelt. Das Geschoß aus dem All geht zielsicher auf Grants gepflegtem Grundstück nieder, Minuten später erreicht Grant den Absturzort. Aber was da auf seinem Grund und Boden liegt, sieht nicht gerade wie ein Felsbrocken aus den Tiefen des Weltraums aus. Bevor Grant zur genaueren Inspektion heranwanken kann, öffnet sich die Schale des seltsamen Gebildes, etwas schießt heraus und bohrt sich in seine Brust. Grant wird nie wieder derselbe sein. Auch wenn er Starla, die sich inzwischen schuldbewusst auf die ehelichen Pflichten einer guten amerikanischen Hausfrau besonnen hat, den Vorfall vorerst verschweigen wird.
Das Grauen beginnt langsam. Anfangs häufen sich bloß die Steckbriefe vermisster Haustiere an den Telefonleitungsmasten. Dass sich Grant neuerdings etwas seltsam gebärdet, bleibt aber nicht unbemerkt. Als dann das Vieh auf den umliegenden Farmen schrecklich verstümmelt und schließlich eine junge Frau als vermisst gemeldet wird, schreiten die Bürger zur Tat. Viel zu spät: Sheriff Bill Pardy (Nathan Fillion, zuletzt gesehen als cooler Space-Captain in Serenity) muss erkennen, dass er es mit einem uralten Organismus zu tun hat, dessen Ziel die Absorption und Auslöschung allen Lebens auf Erden ist. Grant Grant ist der Wirt dieser Lebensform - sein Hunger nach Fleisch ist grenzenlos, seine Frau Starla zwar das zentrale, aber bei weitem nicht das einzige Objekt seiner Begierde. Nach und nach infiziert Grant seine Mitbürger mit dem Organismus. Und bald stehen Starla und Sherrif Pardy einer Armee von Alien-Zombies gegenüber …
James Gunn, Autor des sensationellen Remakes von Dawn of the Dead aus 2004, inszeniert sein Regiedebüt als abgründig schwarzhumorige, herrlich dahinsplatternde Liebeserklärung an die Monster-Horrorschinken der 50er und 60er Jahre. Witz und Tempo dieser Hommage erreichen hier ein Niveau, die seit Peter Jacksons Braindead nicht mehr zu sehen war. Pflicht für Fans - und ein grandioser Einstieg für Genreneulinge!

Credits

Titel Slither - Voll auf den Schleim gegangen
Originaltitel Slither
Genre Horror
Land, Jahr USA, 2006
Regie James Gunn
Drehbuch James Gunn
Kamera Gregory Middleton
Schnitt John Axelrad
Musik Tyler Bates
Produktion Paul Brooks, Eric Newman
Darsteller Elizabeth Banks, Nathan Fillion, Michael Rooker, Gregg Henry, Brenda James, Tania Saulnier
Verleih UIP

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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