Filminfo zu

Lucas, der Ameisenschreck

The Ant Bully

Kinderfilm. USA 2006. 89 Minuten.

Regie: John A. Davis

Lucas hat die Ameisen im Garten einmal zu oft sekkiert. Die Insekten verzaubern den gedankenlosen Zerstörer und verdonnern ihn zum Leben im Ameisenstaat.

Filmstart: 13. Oktober 2006

Lucas Nickle ist fix und fertig: Die große Schwester ist eine nervende Tussi, der dumme Nachbarsjunge macht ihm das Leben zur Hölle und die Eltern sind überhaupt keine Hilfe. Auch Oma Mommo kann nicht wirklich was für ihren Enkel tun: Die verwirrte alte Dame ist viel zu sehr damit beschäftigt, sich und ihre Lieben vor den Außerirdischen zu warnen, die ihrer Meinung nach jeden Moment über die Erde herfallen werden. Wohin also mit dem ganzen Frust? Lucas ist eben erst hierhergezogen und hat noch keine Freunde gefunden, die ihn etwas aufmuntern könnten. Also sucht er sich einen Gegner, der sich nicht wehren kann, und quält die Ameisen im elterlichen Garten. Mal zertrampelt er sie vor Wut, dann setzt er ihren Bau unter Wasser oder röstet die armen Tierchen unter der Lupe. Dass sich im Boden unter seinen Füßen eine faszinierende, bestens organisierte Welt befindet, die dank seiner Angriffe kurz vor dem Kollaps steht, ist dem Zehnjährigen nicht bewusst. Auch nicht, dass die Ameisen längst zum Gegenschlag aus-holen. Lucas, der Zertrampler: So nennen sie ihren schlimmsten Feind, dem sie endlich das Handwerk legen wollen. Viele Experimente und Fehlschläge waren nötig, bis es dem Ameisenzauberer Zoc endlich gelungen ist, einen Zaubertrank zusammenzubrauen, der für Chancengleichheit sorgt. Ein Tröpfchen des magischen Wässerchens reicht aus, um den frechen Lucas auf Ameisengröße zu schrumpfen! Man schleppt den Zweibeiner in den Ameisenhügel und stellt ihn vor Gericht. Die gerechte Strafe lautet: Lucas muss in der Kolonie leben, bis er seine Lektion über Mitgefühl und Teamwork, Respekt und Hilfsbereitschaft gelernt hat. Erst dann will man ihn wieder in die Welt der Großen entlassen. Völlig verwirrt und verängstigt muss sich Lucas erst einmal in der neuen Umgebung zurechtfinden. Grashalme sind plötzlich so groß wie Hochhäuser, Frösche mutieren zu gefährlichen Räubern und Wespen gleichen tieffliegenden Hubschraubern. Zum Glück zeigen sich die Ameisen gleich von Beginn an von ihrer sozialen Seite. Brutpflegerin Hova (gesprochen von Barbara Schöneberger) übernimmt freiwillig die Betreuung des unfreiwilligen Gastes. Rührend kümmert sie sich um den verlorenen Lucas und zeigt ihm, wie er sich als menschliche Ameise nützlich machen kann. Unterstützt wird sie dabei von Kundschafter Fugax, einer unverbesserlichen Plaudertasche, und der hilfsbereiten Verpflegungsameise Kreela. Wenig Freude mit Hovas aufopfernder Menschliebe hat dagegen der skeptische Zoc, ihr Freund. Er glaubt einfach nicht daran, das Lucas sich jemals ändern könnte. Doch da hat er den Lausbuben unterschätzt. Als der Kammerjäger antanzt, um die gesamte Kolonie auszulöschen, nimmt Lucas seinen ganzen Mut zusammen und stellt sich der Bedrohung. In diesem Moment lernt der Winzling nicht nur, dass man für seine Freunde einstehen muss, sondern auch, dass wahre Größe von innen kommt.
Mindestens so verrückt, wie die Welt, in der Lucas sich wiederfindet, ist die Entstehungsgeschichte des Films. Es war Tom Hanks´ Sohn, der John Nickles Buch The Ant Bully eines Tages vom Kindergarten mit nach Hause nahm und seinem berühmten Papa zeigte. Die Macher von Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder waren von der Filmidee begeistert, Tom Hanks blieb dem Projekt als Produzent erhalten. Das Ergebnis ist ein hinreißender Familienfilm, der in ein fantastisches, unbekanntes Universum entführt. Am Ende steht die überraschende Erkenntnis, dass Ameisen auch nur Menschen sind. Und ihre Botschaft lautet: Mit Freunden kommt man am weitesten - egal ob auf zwei oder sechs Beinen.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Lucas, der Ameisenschreck
Originaltitel The Ant Bully
Genre Kinderfilm
Land, Jahr USA, 2006
Länge 89 Minuten
Regie John A. Davis
Drehbuch John A. Davis nach dem Buch von John Nickle
Kamera Ken Mitchroney
Schnitt Jon Price
Musik John Debney
Produktion Tom Hanks, Gary Goetzman, John A. Davis
Stimmen in der DF Barbara Schöneberger
Stimmen in der OV Meryl Streep, Nicolas Cage, Paul Giamatti, Regina King, Bruce Campbell, Lily Tomlin, Zach Tyler, Julia Roberts
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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