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Stay

Stay

Thriller. USA 2005. 99 Minuten.

Regie: Marc Forster
Mit: Ryan Gosling, Ewan McGregor, Naomi Watts

Sehnsucht nach dem Tod. Ewan McGregor, Ryan Gosling und Naomi Watts in einer visuell beeindruckenden Spurensuche zwischen Psycho und Fantasy.

Filmstart: 28. April 2006

"Ein eleganter Selbstmord ist das größte Meisterwerk." Wenn sich ein Psychiater mit einem Patienten konfrontiert sieht, der bei der Behandlung solche Sätze von sich gibt, dann wird’s eng in der Praxis, und statt Beruhigung tritt allgemein Psychose ein. Der New Yorker Therapeut Sam Foster (Ewan McGregor) hat von einer überforderten Kollegin einen merkwürdigen Fall übernommen: Nach einem Autounfall auf der Brooklyn Bridge leidet der Kunststudent Henry Lethem (Ryan Gosling) an hochgradiger Verwirrung und offenkundigem Gedächtnisschwund. Dafür kann der sensible junge Mann in die Zukunft schauen: Je bizarrer seine Voraussagen sind, desto präziser treffen sie ein.
Der Psychiater nähert sich seinem Patienten mit einer Mischung aus Furcht und Faszination. Besonders als Henry verkündet, dass er sich in drei Tagen, exakt an seinem 21. Geburtstag also, das Leben nehmen wird, kommt Unruhe auf. Sams Lebensgefährtin, die Malerin Lila Culpepper (Naomi Watts) hat vor Jahren versucht, sich in der Badewanne die Pulsadern aufzuschneiden. Sie könnte es jederzeit wieder tun. Sam weiß, dass solche Menschen akut gefährdet sind. Er hält es für seine ärztliche Pflicht, Henry auch gegen seinen Willen zu helfen. Aber dazu muss er ihn erst finden. Der Mann ist spurlos verschwunden. Und die Suche nach ihm nimmt schnell surreale Formen an.
Wie soll ein gesunder Mensch reagieren, wenn ihm die Polizei erklärt, dass die alte Dame, mit der er sich vor Stunden unterhalten hat, schon seit Monaten gestorben ist? Wenn selbst der Hund, der ihn in den Arm gebissen hat, nicht mehr unter den Lebenden weilt? Wenn die Zeiten verschwimmen und das Heute nicht mehr klar vom Gestern oder vom Morgen zu trennen ist? Lila macht sich Sorgen um Sam. Je tiefer er sich in Henrys Geschichte vergräbt, desto mehr verliert er sein eigenes Leben aus den Augen.
Der Schweizer Regisseur Marc Forster ist ein relativer Neuling in Hollywood, aber mit den zwei Oscar-Nominierungen, die er für Monster´s Ball erhalten hat, Hauptdarstellerin Halle Berry nahm die Trophäe als Beste Schauspielerin mit nach Hause, und den sieben Nominierungen, die er für Wenn Träume fliegen lernen einfahren konnte, ist er bereits dekoriert wie ein alter Hase. Sein neuer Film Stay ist eine Psycho-Fantasy, die am schmalen Grad zwischen Wahn und Wirklichkeit pendelt. Was wenn die ganze Welt nur eine Simulation ist? Diese Frage wurde schon in Matrix gestellt. Marc Foster beantwortet sie auf seine Weise.

Text:  Peter Krobath

Credits

Titel Stay
Originaltitel Stay
Genre Thriller
Land, Jahr USA, 2005
Länge 99 Minuten
Regie Marc Forster
Drehbuch David Benioff
Kamera Roberto Schaefer
Schnitt Matt Chesse
Produktion Eric Kopeloff
Darsteller Ryan Gosling, Ewan McGregor, Naomi Watts, Bob Hoskins, Janeane Garofalo
Verleih Filmladen

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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