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Wo die wilden Kerle wohnen

Where the Wild Things are

Abenteuer, Animation, Kinderfilm. USA 2009. 101 Minuten.

Regie: Spike Jonze
Mit: Max Records, Mark Ruffalo, Catherine Keener

Monster zum Verlieben. Kino-Visionär Spike Jonze verfilmt eines der schönsten Kinder-Bilderbücher von überhaupt - das Ergebnis ist eine faszinierende, bildgewaltige Kino-Traumreise für Jung und Alt.

Filmstart: 18. Dezember 2009

Eines gleich vorweg: Trotz der "wilden Kerle" im Titel hat dieser Film nichts mit den beliebten Kino-Fußballern aus Deutschland zu tun - Maurice Sendraks wunderschönes Kinderbuch aus dem Jahre 1963 (Originaltitel Where The Wild Things Are) hieß in der deutschen Fassung schon immer so. Um ganz große Träume kleiner Leute gehts aber dort wie hier: Der kleine Max (Max Records) träumt davon, es endlich mal allen zu zeigen. Seine große Schwester Claire ist total gemein zu ihm, und so verwüstet er nicht nur ihr Zimmer, sondern hüpft auch - als großer böser Wolf verkleidet - im Wohnzimmer herum. Gerade, als seine Mutter Connie (Catherine Keener) gemeinsam mit ihrem Freund (Mark Ruffalo) ein nettes Abendessen genießen will. Als Connie genervt reagiert, beißt er sie sogar - und wird auf sein Zimmer geschickt. Unfair, unfair. Doch was ist das? Im Eck des Zimmers ist ein Teich mit einem kleinen Boot drin. Max hüpft hinein und rudert los - über den ganzen weiten Ozean, bis er an eine geheimnisvolle Insel kommt. Und auf dieser Insel wohnen lauter riesige Monster! Anfangs wollen sie Max natürlich auffressen, aber der, immer noch in seinem Wolfskostüm, kann ihnen durch einen cleveren Trick weismachen, dass er viel mächtiger und stärker ist als sie alle zusammen. Trifft sich gut, finden die Monster, denn sie suchen schon so lang nach einem richtig guten Anführer - und so wird der kleine Max zum König der Monster gekrönt. Er herrscht nun über einen wilden Haufen völlig unterschiedlicher Kreaturen: Carol, ein riesiges, ebenso charismatisches wie cholerisches Zottelvieh, Ira und Judith, die immer zusammenstecken und immer streiten, Alexander, der aussieht wie ein gigantischer Ziegenbock und über den immer alle lachen, der vogelähnliche Douglas, der Max' bester Freund wird, der grummelige Bull, der nie was sagt - und K.W., ein echter Einzelgänger, der ständig irgendwo verschwindet. Ein Königreich, in dem alle glücklich sind!!! Das will Max nun erschaffen, und macht sich mit Feuereifer ans Regieren. Aber ein richtig guter Anführer zu sein, ist eins der schwierigsten Dinge auf der Welt - und bald muss Max erkennen, dass man viel mehr braucht als eine Krone auf dem Kopf, um die Kreaturen, für die man Verantwortung trägt, glücklich zu machen.

"In jedem von uns steckt alles, was wir je erlebt haben." Gute Kinderbücher sind sehr, sehr selten - denn es gehört viel Weisheit dazu, die großen Dinge des Lebens so aufzubereiten, dass auch die kleinen Menschen wirklich was davon haben. Maurice Sendaks Wo die wilden Kerle wohnen aus dem Jahr 1963 ist eins davon. Weltweit lieben es Millionen Kinder, es wurde auch schon als Oper (mit Musik des britischen Komponisten Oliver Knussen) adaptiert, nur die Verfilmung ließ auf sich warten - bis Sendak, der heuer 81 wurde, endlich einen passenden "Kandidaten" fand: Regie-Visionär Spike Jonze (Adaptation) drehte in enger Zusammenarbeit mit dem Buchautor einen der bewegendsten und schönsten Filme der letzten Jahre.

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Wo die wilden Kerle wohnen
Originaltitel Where the Wild Things are
Genre Abenteuer/Animation/Kinderfilm
Land, Jahr USA, 2009
Länge 101 Minuten
Regie Spike Jonze
Drehbuch Spike Jonze, Maurice Sendak, Dave Eggers nach Sendaks gleichnamigem Kinderbuch
Kamera Lance Acord
Schnitt James Haygood, Eric Zumbrunnen
Musik Carter Burwell, Karen Orzolek
Produktion Tom Hanks, Maurice Sendak, Vincent Landay
Darsteller Max Records, Mark Ruffalo, Catherine Keener, Pepita Emmerichs
Stimmen in der OV James Gandolfini, Michelle Williams, Forest Whitaker, Paul Dano, Chris Cooper
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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