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Kotsch

Kotsch

Komödie. Österreich 2005. 89 Minuten.

Regie: Helmut Köpping
Mit: Michael Ostrowski, Michael Fuith, Christoph Theußl, Andreas Kiendl

Fear and Laughing in Fohnsdorf. Christoph Theußl, Andreas Kiendl, Michael Ostrowski und Michael Fuith bringen mit lakonischer Lustigkeit ein Lebensgefühl auf den Punkt: Provinz.

Filmstart: 28. April 2006

"Nur weil man nicht weiß, was man sich wünschen soll, heißt das noch lange nicht, dass man wunschlos glücklich ist." Im Drogeriemarkt von Fohnsdorf sitzt ein Philosoph an der Kassa. "Nur weil einer immer still ist, heißt das noch lange nicht, dass er nichts zu Sagen hat." Hilft aber auch nicht wirklich weiter. "Früher waren wir klein und Fohnsdorf war groß. Dann wurden wir größer und Fohnsdorf immer kleiner." Mittlerweile stimmen die Verhältnisse. So irgendwie wenigstens.
Kotsch ist eine Komödie, deren Bestreben darin besteht, die Provinz auf den Punkt zu bringen. Vier Freunde in Fohnsdorf, Ende der neunziger Jahre. Die Internet-Blase ist gerade noch nicht geplatzt. Alle aus der Schulklasse sind in die Welt hinaus gegangen sind, um reich zu werden. Sie aber sind in Fohnsdorf geblieben. Und müssen jetzt schauen, dass dort was weitergeht. Oder halt auch nicht.
Wenn du beim Pinkeln in der Disco die Zauberfee auf der Klospülung sitzen siehst und aus dieser Situation keine erstklassige Wunscherfüllung rausholen kannst, dann hast du ein Problem. Allerdings muss man auch ein schöner Trottel sein, wenn man glaubt, dass eine Zauberfee, die sich in Fohnsdorf am Pissoir rumtreibt, groß was bewirken kann. Es gibt Orte, wo selbst magische Kräfte nur noch wie betrunkene Wirtshauswitze wirken.
Vier Freunde, Ende zwanzig. Alf (Christoph Theußl) hängt im Drogeriemarkt fest, wohnt noch bei seiner Mutter und hätte wirklich gern endlich eine Freundin. Boris (Andreas Kiendl) ist Kaufhausdetektiv, hat eine Freundin mit Kind, eine Freundin ohne Kind, und bald schon keinen Job mehr. Chris (Michael Ostrowski) jobbt in der Trafik, er könnte ein cooler Künstler sein, irgendwo in irgendeiner Großstadt, aber sicher nicht hier. Dalli (Michael Fuith) steht in der Fabrik am Fließband. Fragt sich nur wie lange noch. Weil Fohnsdorf, die einstige Blüte der steirischen Industrie, hat echt schon bessere Zeiten gesehen.
Helmut Köppings Kotsch lebt von einem Schmäh, der mit der unwiderstehlichen Wucht einer ganzen Wagenladung voll Bockbier zwischen den Bildern hängt. So wie die grandiosen britischen Alltagskomödien der neunziger Jahre. Nur halt auf Steirisch. Die Wirklichkeit als lakonischer Witz. Am Besten lässt sich der Humor von Kotsch mit folgender Beobachtung erklären. Im Abspann wird ein Schauspieler, dessen Auftritt zwar eindringlich war, aber so kurz, dass er keinen Filmnamen bekam, mit seiner Tätigkeit beschrieben. Sein Job in Kotsch: Klospeiber.

Credits

Titel Kotsch
Originaltitel Kotsch
Genre Komödie
Land, Jahr Österreich, 2005
Länge 89 Minuten
Regie Helmut Köpping
Drehbuch Gregor Stadlober
Kamera Robert Winkler
Schnitt Bernhard Schmid, Nina Kusturica
Produktion Erich Lackner, Ursula Wolschlager
Darsteller Michael Ostrowski, Michael Fuith, Christoph Theußl, Andreas Kiendl, Trixi Brunschko, Ursula Strauss, Sabine Friesz
Verleih POOOL Filmverleih

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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