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Apocalypto

Apocalypto

Drama. USA 2006. 138 Minuten.

Regie: Mel Gibson
Mit: Rudy Youngblood, Gerardo Taracena, Dalia Hernandez

Ein einfacher Jäger soll den Maya als Menschenopfer dienen - aber der Gedanke an Frau und Kind gibt ihm die Kraft, die Flucht zu versuchen: Mel Gibsons epischer Abenteuerfilm, angesiedelt in einer Zivilisation am Rande ihres Untergangs.

Filmstart: 15. Dezember 2006

Mittelamerika, ungefährt zu der Zeit, als Columbus den neuen Kontinent entdeckt. Das Siedlungsgebiet der Maya erstreckt sich vom Süden des heutigen Mexiko bis hinunter nach Honduras und El Salvador; gewaltige Stadtstaaten mit beeindruckenden Tempelanlagen und florierender Wirtschaft liegen überall verstreut im Urwald, eigenständig regiert und doch durch Sprache und Dialekte verbunden. So sehr dieses Gesellschaft florieren mag, so dekadent ist sie: Grausige Menschenopfer sind an der Tagesordnung, der Götzenglaube überragt alles, die Priester sind Blutsäufer, die Soldaten die Exekutive eines religiösen Terrorstaats. Aber an den äußeren Rändern dieser Zentren der Maya-Hochkultur bekommt man davon nicht viel mit. Hier leben soziale Kleingruppen, Dorfgemeinschaften, in denen Frauen die Kindern aufziehen, während die Männer zu ihrer Versorgung auf die Jagd gehen. Zu diesen Jägern zählt Jaguarpfote (Rudy Youngblood). Gerade hat er mit seinen Kumpanen ein Tier erlegt und sich an der Beute erfreut, da plötzlich ändern sich die Schwingungen im Wald. Flüchtende Menschen stürzen in Panik an der versteckten Jägergruppe vorbei, so übel zugerichtet, als wären sie Raubtieren zum Opfer gefallen. Die Jäger kehren in ihr Dorf zurück, aber der Gedanke an die Angst in den Augen der Flüchtlinge lässt Jaguarpfote nicht mehr los. Wovor sie solche Angst hatten, erfährt er in derselben Nacht. Sein Dorf wird attackiert. Von Soldaten, die sich wie durchgedrehte Wilde gebärden und alles, was sich bewegt, mit extremer Brutalität niedermetzeln. Jaguarpfote kann seine schwanger Frau in einer Höhle verstecken, fällt dann aber, nach einem Kampf gegen den sadistischen Anführer Mittelauge, selbst den Soldaten in die Hände. Er wird wie alle anderen Überlebenden an einen Pfahl gebunden und abtransportiert. Bald wird klar, in welche Richtung der Marsch geht: ins Zentrum des Maya-Stadtstaates, zum Gipfel der Tempelpyramide, wo die Herrscher ihre Götter zu besänftigen versuchen, indem sie Menschenopfern die Herzen herausschneiden und Köpfe abhacken, welche dann über die endlosen Treppen nach unten kullern, bis sie zur aufschreienden Freude des versammelten Mobs in den Matsch plumpsen. Flucht? Völlig aussichtslos. Aber Jaguarpfote ist nicht bereit, aufzugeben. Der Gedanke an seine Familie lässt ihn über sich hinauswachsen, und tatsächlich schafft er die Flucht. Aber damit hat die Jagd erst begonnen …
Mel Gibson, wie in Die Passion Christi der totalen Authentizität verbunden, rekonstruiert die Hochkultur der Maya in atemberaubenden Bildern und lässt seine Protagonisten in prachtvollen Kostümen und archaischem Make-up die rekonstruierte Maya-Sprache sprechen. Kein Aufwand wurde gescheut, um das Schicksal dieses Mannes zu inszenieren, der für seine Familie durch die Hölle einer furcht- und zwangsbeherrschten, untergehenden Früh-Zivilisation geht. Ein mystischer, drastischer, sehr physischer und optisch herausragender Film, der potentiell für Diskussionsstoff sorgen wird.

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel Apocalypto
Originaltitel Apocalypto
Genre Drama
Land, Jahr USA, 2006
Länge 138 Minuten
Regie Mel Gibson
Drehbuch Farhad Safinia, Mel Gibson
Kamera Dean Semler
Schnitt Kevin Stitt, John Wright
Musik James Horner
Produktion Mel Gibson, Bruce Davey
Darsteller Rudy Youngblood, Gerardo Taracena, Dalia Hernandez, Mayra Serbulo, Raoul Trujillo
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

Optik u Spannung eine Wucht

Weiß nicht wie historisch genau Regisseur Mel Gibson arbeitet----- Action u Bilder sind auf jeden Fall mitreissend,aber auch brutal---sicher kein Historienfilm,trotzdem sehr gute Unterhaltung

8. November 2012
21:39 Uhr

von robertocarlos

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