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Sunshine

Sunshine

Science-Fiction. GB 2007. 108 Minuten.

Regie: Danny Boyle
Mit: Rose Byrne, Cillian Murphy, Michelle Yeoh

Die Sonne stirbt, das Leben auf der Erde geht zu Ende. Acht Astronauten sollen die Menschheit vor dem Untergang bewahren. Stilvolle, philosophische Science Fiction vom britischen Duo Danny Boyle und Alex Garland (28 Days later, The Beach).

Filmstart: 20. April 2007

Wir schreiben das Jahr 2057. Seit vielen Monaten sind acht Astronauten im Raumschiff Icarus II unterwegs in Welten, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat: Es geht direkt ins Zentrum unseres Planetensystems, zur Sonne. Der Licht, Wärme und Leben spendende Stern, um den sich alles dreht, stirbt. Dass Sterne nicht ewig leben, ist ganz normal. Jede Sekunde geht irgendwo im Universum das Licht eines Sterns für immer aus. Doch niemand hätte für möglich gehalten, dass die Sonne schon so bald erlischt. Ohne ihre Energie kann es kein Leben auf Erden geben. Andererseits ist die Sonne der Todesstern schlechthin. Unvorstellbar hohe Temperaturen, außerordentliche starke Magnetfelder und unberechenbare Sonnenwinde machen sie zu einem ungemütlichen Monstrum, dem man besser nicht zu nahe kommt. Doch die Menschheit hat keine andere Wahl. Soll man nur herumsitzen und warten, bis es dunkel wird? Eben, dann schon lieber den Flug ins Verderben wagen. Das Experiment darf nicht scheitern. Gelingt es nicht, das sterbende Zentralgestirn durch den gezielten Abwurf einer Mega-Bombe wieder auf Touren zu bringen, sind die Tage der Menschheit gezählt. Ein Sonnensystem ohne Sonne - das geht eben nicht. Die internationale Crew aus Astronauten und Wissenschaftlern ist buchstäblich die allerletzte Hoffnung. Die vor sieben Jahren gestartete Icarus I hatte keinen Erfolg - das Raumschiff ist verschollen. In Icarus II stecken die letzten verfügbaren Ressourcen des Planeten Erde. Einen dritten Versuch wird es nicht geben.
Zwei Frauen und sechs Männer als letzter Ausweg vor dem Aussterben. Ein gigantischer Hitzeschild entscheidet über Leben oder Verglühen. Der Funkkontakt zur Erde ist längst abgerissen, die Besatzung mit sich und ihren Reibereien alleine. Zu tun gibt es nicht viel, die Eintönigkeit des Fluges belastet die Stimmung. Unerwartet wird der Lagerkoller unterbrochen von einem brisanten Funkspruch: Der erste Offizier Harvey (Troy Garity) empfängt ein Signal von der Icarus I! Unmöglich, und dementsprechend beunruhigend. Die Nachricht ist über sechs Jahre alt. Hat die Crew überlebt? Wäre das überhaupt möglich? Entscheidend ist jedoch die Frage: Kurs ändern und die verschollene Icarus I aufspüren oder die eigene Mission unbeirrt fortsetzen? Mit wissenschaftlichen Methoden lässt sich dieses Dilemma nicht lösen. Der Physiker Capa (Cillian Murphy) trifft eine zutiefst menschliche Entscheidung: Die Icarus I hat eine Bombe geladen. Man hätte also zwei Versuche, die Sonne zu "reparieren". Und zwei letzte Chancen sind klar besser als eine.
Bei der erforderlichen Kurskorrektur unterläuft dem Steuermann Trey (Benedict Wong) ein fataler Fehler. Doch die Beschädigung des Schutzschilds ist nur der Anfang einer unheimlichen Pannenserie. Die Reparatur des Schilds wird zur Kamikaze-Mission, bei der Captain Kaneda (Hiroyuki Sanada) getötet wird. Die nächste Hiobsbotschaft ist der Verlust des Gartens an Bord, der zusammen mit einem Großteil der Sauerstoffvorräte in Flammen aufgeht. Die Sauerstofftanks der Icarus I sind jetzt die letzte Hoffnung auf eine sichere Heimkehr zu Erde. Tatsächlich kann die Icarus II-Mission das seit sieben Jahren verschollene Schwesterschiff erreichen und andocken. Icarus I ist verlassen, aber teilweise noch funktionstüchtig. Anzeichen für Sabotage geben Anlass zur Sorge, dann geht alles blitzschnell: Jemand oder etwas unterbricht die Verbindung zwischen Icarus I und II - vier Mann werden im Wrack eingeschlossen. Nur ein Raumanzug steht für die Rückkehr zur Icarus II zur Verfügung, und einer muss sowieso zurückbleiben, um für die anderen die Luke zu öffnen. Dezimiert und mit den Nerven am Ende nehmen die Überlebenden die letzte Etappe in Angriff: Die Bombe muss abgeworfen werden, sonst war alles umsonst. Da macht der Computer eine beunruhigende Meldung: Es befindet sich eine Person mehr an Bord, als angenommen ...
Fantastische Special Effects sind das mindeste, das man von einem Science Fiction Film erwarten kann. Wenn dann noch ein traumhaft durchgestyltes Setting und Darsteller wie Michelle Yeoh (Die Geisha), Rose Byrne (Troja), Chris Evans (Fantastic Four) und allen voran Cillian Murphy (28 Days Later) dazukommen, ist der Erfolg vorprogrammiert. Mit der Apokalypse vor Augen und in der beklemmenden Atmosphäre eines Raumschiffs gefangen, lässt Regisseur Danny Boyle die Story langsam loslegen, nur um am Ende umso heftiger für Spannung und Nervenkitzel zu sorgen. Fazit: Ein Fest für alle Fans anspruchsvoller Science Fiction.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Sunshine
Originaltitel Sunshine
Genre Science-Fiction
Land, Jahr GB, 2007
Länge 108 Minuten
Regie Danny Boyle
Drehbuch Alex Garland
Kamera Alwin H. Küchler
Schnitt Chris Gill
Musik Karl Hyde, Rick Smith, John Murphy
Produktion Andrew Macdonald
Darsteller Rose Byrne, Cillian Murphy, Michelle Yeoh, Hiroyuki Sanada, Chris Evans, Mark Strong, Troy Garity, Benedict Wong
Verleih Centfox

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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