Filminfo zu

Wolf Creek

Wolf Creek

Horror. Australien 2005. 104 Minuten.

Regie: Gregg McLean
Mit: Cassandra Magrath, Kestie Morassi, John Jarrett

Drei Rucksacktouristen fahren zur Hölle: Im Nirgendwo des australischen Hinterlands laufen sie einem mörderischen Psycho in die Hände. Knallharter, erbarmungslos realistischer, durchwegs gelungener Genre-Thriller aus Down Under.

Filmstart: 13. Oktober 2006

Liz (Cassandra Magrath) und Kristy (Kestie Morassi), zwei Rucksacktouristinnen aus England, hat es in den entlegenen westaustralischen Küstenort Broome verschlagen. Gemeinsam mit dem Australier Ben (Nathan Phillips) planen sie eine lange Autoreise in den Nationalpark Wolf Creek, wo sie einen Meteoritenkrater erklimmen wollen. Ein riskantes Ansinnen, nicht nur wegen des begrenzt vertrauenserweckenden Zustands ihres Ford Kombi. Egal, die letzte Nacht wird ordentlich gefeiert. Und am nächsten Morgen gehts los. Stunden der Ödnis hat das verkaterte Trio nun hinter sich zu bringen, in denen zermantschte Kleintiere und ein überhitzter Motor die einzige Ablenkung bieten. An einer Tankstelle gibt es dann Stress: Ein paar verwahrloste Trucker beleidigen die Mädchen, Ben wird beinah in eine Schlägerei verwickelt. Danach hat sich auch die Umgebung verändert: Ausgebrannte Autowracks am Straßenrand, von Kugeln durchsiebte Verkehrsschilder - willkommen im Territorium der Hinterwäldler. Aber den Krater erreichen Sie am Ende ohne weitere Probleme. Und während sie in dessen Mitte den wohlverdienten Joint schmauchen, kommen Liz und Ben einander näher.
Als bei Einbruch der Dämmerung allgemeine Aufbruchsstimmung aufkommt, gibt es eine böse Überraschung. Alle Uhren sind stehen geblieben. Auch das Auto ist nicht mehr anzukriegen. Schon sehen sie sich als von der Sonne gedörrte Mumien im Wüstensand enden. Da tauchen in der Ferne Lichter auf - die Scheinwerfer des Trucks von Mick Taylor (John Jarratt), eines schrulligen, freundlichen Kerls, der ihnen eine Übernachtung in seinem Camp anbietet - inklusive Abschleppdienst und Reparatur ihres Wagens. Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann. Nach Stunden erreichen sie endlich Micks Camp in einem unüberschaubaren Terrain aus Bergwerkstunneln und Hütten. Trotzdem: Das gemeinsame Abendessen klingt nett aus. Beruhigt legt sich Liz schlafen.
Als sie am nächsten Morgen erwacht, gerädert wie nach langer Betäubung, hat man sie gefesselt und geknebelt in eine Hütte gesperrt. Es gelingt ihr, sich zu befreien. Draußen entdeckt sie den blutgetränkten Schlafsack von Ben, während aus einer der nahegelegenen Hütten plärrende Musik und die Schmerzensschreie ihrer Freundin Kristy dringen …
Wolf Creek basiert auf den Stories jener drei irren Serienmörder, die zur Jahrtausendwende ganz Australien erzittern ließen - der "Rucksacktouristen-Killer" Ivan Milat, der Peter-Falconio-Killer Bradley Murdoch und der "Snowtown-Killer". Regisseur Greg McLean verwandelt einen unbeschwerten Urlaub in einen blutigen Alptraum und zieht dabei gekonnt alle Register des Genres. Ein kleiner, fieser Überraschungserfolg aus Down Under, der stets im richtigen Moment die passende überraschende Wendung nimmt - nichts für schwache Nerven.

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel Wolf Creek
Originaltitel Wolf Creek
Genre Horror
Land, Jahr Australien, 2005
Länge 104 Minuten
Regie Gregg McLean
Drehbuch Gregg McLean
Kamera Will Gibson
Schnitt Jason Ballantine
Musik François Tétaz
Produktion Gregg McLean, David Lightfoot
Darsteller Cassandra Magrath, Kestie Morassi, John Jarrett, Nathan Phillips, Gordon Poole
Verleih Lunafilm

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

0 Kommentare

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.