Filminfo zu

Ratatouille

Ratatouille

Animation, Komödie. USA 2007. 110 Minuten.

Regie: Brad Bird

Ausgerechnet eine kochende Kanalratte verzückt den verwöhnten Pariser Gaumen. Paris à la carte, serviert als buntes Allerlei von Pixar und Disney: aberwitzig, actionreich und zum Zerkugeln köstlich!

Filmstart: 3. Oktober 2007

 

Als Feinschmecker würde man die gemeine Durchschnittsratte ja nicht unbedingt sehen. Als Chefkoch genausowenig. Doch es gibt Ausnahmen. Eine, genauer gesagt. Und die lebt natürlich in der Grande Nation, im Land von Paul Bocuse, Coq au vin und Crème Caramel. Ratte Remy ist unbeirrbar, wenn es um seine große Leidenschaft, das Kochen, geht. Überhaupt, seit ihm der Buch "Jeder kann kochen" des kürzlich verstorbenen Meisterkochs August Gusteau in die Hände gefallen ist, gibt es für ihn kein Halten mehr. Mit Begeisterung verfolgt er Kochsendungen im Fernsehen – und wann immer sich die Möglichkeit dazu bietet, schummelt sich Remy in die Küche einer alten Lady, um mit Gewürzen und Geschmacksrichtungen, Zutaten und Zubereitungsmethoden zu experimentieren. Als Feinspitz führt Remy unter seinen zahllosen Ratten-Verwandten ein eher trostloses Dasein. Richtig dürr ist er im Vergleich zu seinen beim Essen weniger wählerischen Kollegen. Dass er dank seines feinen Näschens Rattengift verlässlich erschnuppern kann, bringt ihm zwar einiges Ansehen in seiner Kolonie, aber letztlich ist Remy mit dem faden Posten des Vorschnupperers recht unglücklich. Als er bei einem seiner Ausflüge an den fremden Herd von der Dame des Hauses entdeckt wird, ist es mit der Langeweile aber sowieso vorbei: Remy kann gerade noch seine Haut retten – und sein geliebtes Kochbuch – bevor er auf der Flucht in die Kanalisation von seiner Familie getrennt wird und mutterseelenallein irgendwo im Pariser Untergrund strandet. Doch genau hier, an diesem unwirtlichen Ort, dem kulinarischen Ground Zero, beginnt sich Remys Schicksal für immer zu wenden: Der Geist von August Gousteau erscheint und ermuntert den verzweifelten Remy, seinen Traum nicht aufzugeben.
Also fasst sich der unscheinbare Nager ein Herz und wagt sich an die Oberfläche der großen, unbekannten Feinschmecker-Metropole. Vom Dach aus beobachtet Remy staunend das faszinierende Treiben in der Restaurantküche des "Gusteau´s", der ehemaligen Wirkungsstätte seines Idols. Hier wird flambiert und abgeschmeckt, Gemüse geschnippelt, Fleisch auf den Punkt gegart, und gar köstlich aussehende Speisen aller Art werden arrangiert. Nur einer scheint nicht so richtig an diesen geschäftigen Ort zu passen: Der ungeschickte Küchengehilfe Linguini erlebt gerade den schlimmsten, ersten Arbeitstag seines Lebens, steht nur im Weg herum und schubst schließlich sogar versehentlich einen Topf Suppe vom Herd. Sein Versuch, die Suppe unbemerkt nachzukochen, geht völlig daneben. Unterdessen steckt auch Remy in gröberen Schwierigkeiten: Er ist mitten in die Küche geplumpst und kurz davor, entdeckt zu werden! Unglücklicherweise führt ihn sein Weg ins Freie direkt an Linguinis Gebräu vorbei, das einen derart abstoßenden Geruch verströmt, dass Remy nicht anders kann, als nachzuwürzen, bis man den Inhalt des Topfes ruhigen Gewissens Suppe nennen kann. Aber, Undank ist der Welt Lohn: Remy wird gejagt, gefangen und soll von Linguini über den Jordan – pardon, in die Seine befördert werden. Jedoch kommt es völlig anders. Das Schicksal hat Remy und Linguini zusammengeführt, und es noch viel, sehr viel vor mit den beiden glücklosen Köchen. Gemeinsam werden sie nach einigen urkomischen Fehlversuchen zu einem unschlagbaren Küchenteam heranreifen, dessen Kreationen schließlich sogar den völlig abgehobenen Restaurantkritikers Anton Ego anlocken ...

Dass im Animationsfilm sogar Tierchen total süß sein können, denen wir im richtigen Leben im besten Fall mit dem Besen hinterherjagen würden, hat Pixar schon mit Das große Krabbeln eindrucksvoll bewiesen. Nach Käfern, Monstern, Fischen und Autos sind jetzt die Ratten dran, unsere Herzen zu erobern. Kein Problem, mit dem entzückenden Remy in der Hauptrolle. Immerhin wäscht sich diese Ratte sogar die Pfötchen, bevor sie den Kochlöffel schwingt!

Text:  Dina Maestrelli

SKIP-Tipp

Es ist schwer, keine abgegriffenen Superlative zu verwenden, wenn von einem Pixar-Film die Rede ist. Aber die Wahrheit ist nun mal, dass sich die Macher von Meisterwerken wie Die Monster AG, Findet Nemo und Cars auch diesmal wieder selbst übertroffen haben. Ratatouille ist ein echter Leckerbissen, serviert mit viel Herz und zum Zerkugeln köstlich!

SKIP-Tipp von Dina Maestrelli

Credits

Titel Ratatouille
Originaltitel Ratatouille
Genre Animation/Komödie
Land, Jahr USA, 2007
Länge 110 Minuten
Regie Brad Bird
Drehbuch Jim Capobianco, Jan Pinkava, Brad Bird
Kamera Sharon Calahan, Robert Anderson
Schnitt Darren T. Holmes
Musik Michael Giacchino
Produktion Brad Lewis, John Lasseter
Stimmen in der OV Peter Sohn, Will Arnett, Brad Bird, Brad Garrett, Ian Holm, Brian Dennehy, Peter O'Toole, Janeane Garofalo, Patton Oswalt, Lou Romano
Verleih Buena Vista International

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

3 Kommentare

la passion de cusiner

Ich war etwas mit Vorurteilen belagert als ich in Wien ins Kino spazierte und mal auf der Anzeige Tafel mich informierte was so läuft... ich wusste dass Ratatouille eine Geschichte über eine kochende Maus war... ich weiss es nicht ob es aus Ironie war, eine Maus die alle Regeln bricht und ne Runde den Kochlöffel schwingt, wie verrückt ist die Welt. Oder war es reine Neugier...dass ich das Ticket gekauft habe...

Trotzdem setzte ich mich in den fast leeren Kinosaal... und war ganz gespannt!!

Die Art wie die Geschichte erzählt mitten in Frankreich über den Jungen und die Maus die sich fanden...fand ich richtig super.

Der Junge Linguini wurde aufgenommen in die kleine Familie des Küchenpersonals, zwar nur als Putzteufel, aber sie nahmen ihn auf. Das war richtig toll. Der ganze Filmverlauf mit der Ratte die einen Traum hatte und sich nicht davon abhalten lies diesen zu verwirklichen war beeindruckend! So ein kleiner Kerl der hoch hinaus will. Er hatte Power die er auch nutze, obwohl er selbst als wie soll ich sagen, gar nicht wusste, dass er sie hat!
Der Funken sprang richtig über die Mattscheibe rüber ins Publikum.

Alle Vorurteile vergessen, fand ich diesen Film richtig super!
Und ich koche nun auch öfter. Auch Ratatouille habe ich nun gelernt.
Toller Film! Ich kann nur sagen both thumbs up you guys!

Liebe Grüße Daniela

23. März 2008
17:08 Uhr

von rocklady

Ich finde: Remy schlägt Nemo ;-)

Irgendwie haben mich die Zeichentrickfilme der vergangenen Jahre nicht so überzeugt. "Findet Nemo" fand ich sowas von süss, da war der Level hoch und für mich konnte kein Film dem kleinen Nemo das Wasser reichen... aber jetzt - juhu Remy ist da!!!

"Ratatouille" hat mir noch viel besser gefallen als "Findet Nemo" - Remy ist echt knuddelig und auch ansonsten wurden wirklich liebe Charaktere und eine Story mit Pfiff erfunden!

Absolut empfehlenswert!!!

10. Juni 2008
23:50 Uhr

von Schwan

Super film!

Echt genialer film!
Die Story ist einfacher super und kann kaum besser erzählt werden!

Die Animationstechnik die sich dahinter verbirgt ist sicher aufwendig, aber kann sich sehenlassen! Sowas wird nur in amerika produziert :)

Fazit: Meiner Meinung nach sogar besser als Ice Age, und total lustig und wohl einer der schrägsten Zeichntrickfilme der letzten Zeit!
Auf jedenfall sehr empfehlenswert! +++++

16. Juli 2008
11:02 Uhr

von NeocronIV

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