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Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia

The Chronicles of Narnia: Prince Caspian

Abenteuer, Fantasy, Literaturverfilmung. 2007. 147 Minuten.

Regie: Andrew Adamson
Mit: Ben Barnes, William Moseley, Anna Popplewell

Als die Pevensie-Geschwister erneut nach Narnia gerufen werden, bietet sich ihnen ein Bild des Schreckens: 1.300 Jahre sind vergangen, und nun beherrschen die Telmarer das Wunderland, geführt vom gnadenlosen Tyrannen Lord Miraz, der alle Fabelwesen verjagt hat.

Filmstart: 31. Juli 2008

Es ist noch nicht lange her, als die Pevensie-Geschwister Peter (William Moseley), Susan (Anna Popplewell), Edmund (Skandar Keynes) und Lucy (Georgie Henley) das wundersame Land Narnia durch einen geheimnisvollen Wandschrank betreten und nach langer, gefahrvoller und abenteuerlicher Odyssee die böse Weiße Hexe zur Strecke und dem Land ein neues goldenes Zeitalter gebracht haben. Aber nun sind sie zurück im London des Zweiten Weltkriegs. Das ist bestimmt kein Platz für Kinder - aber was bleibt ihnen übrig? Der Wandschrank existiert nicht mehr, und der einzige Weg zurück nach Narnia wäre, wenn dort jemand in Susans Horn blasen würde.  Aber dann passiert eines Tages in der U-Bahn-Station am Trafalgar Square genau das: Erneut gelangen die Kinder nach Narnia - gerufen von Prinz Kaspian (Ben Barnes), der eine erschütternde Geschichte zu erzählen hat. Während die Kinder nach irdischer Zeitrechnung nur recht kurz weg waren, sind in Narnia 1.300 Jahre vergangen - und all die Fabelwesen, die während ihres ersten Besuchs ihre Wege kreuzten und begleiteten, sind verschwunden. Auch Aslan den Löwen hat seit damals niemand mehr gesehen. Während der Abwesenheit der Pevensie-Kinder ist das Goldene Zeitalter Narnias zur Legende verblasst. Die sprechenden Zaubertiere und mythischen Kreaturen sind nur noch Stoff für die Märchen der Telmarer, eine von dem gnadenlosen Lord Miraz regierte Menschenrasse. Mit diesem unrechtmäßig herrschenden Lord schreitet ein neuer Feind über das Schlachtfeld - und den sanften Wesen Narnias droht die endgültige Vernichtung. Prinz Kaspian ist Miraz' Neffe und der rechtmäßige Thronfolger. Aber er wurde von seinem Onkel vertrieben -  und jetzt will er ihn mit Hilfe der Pevensie-Kinder bekämpfen. So begeben sich Peter, Susan, Edmund und Lucy auf ein neues, gefährliches Abenteuer, das ihren Glauben und Mut stärker denn je auf die Probe stellt: Unterstützt von dem barschen, aber heldenhaften Zwerg Trumpkin, einer mutigen, schwertschwingenden, sprechenden Maus namens Flitzeflink und dem argwöhnischen Schwarzen Zwerg Nikabrik führen sie die Narnianer in ein außergewöhnliches Abenteuer, um dem Land Magie und Glanz zurückzubringen ...

 2005 wurde der erste Roman aus der siebenteiligen Narnia-Romanserie von C. S. Lewis verfilmt: Das oscarprämierte Fantasy-Spektakel Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia spielte in den Kinos weltweit über 745 Millionen Dollar ein, wurde damit zu einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten und einem der größten Erfolge in der Geschichte der Walt Disney Studios. Auch beim nunmehrigen zweiten Teil führt wieder Andrew Adamson Regie, der u. a. auch Shrek und Shrek 2 inszeniert hat. Wem das nicht reicht, dem sei noch soviel gesagt: Für die über 1.600 Digitaleffekt-Einstellungen des zweiten Narnia-Abenteuers zeichnen u. a. die Specialeffekte-Teams der Harry Potter-Filme und Peter Jacksons Effektschmiede WETA (Der Herr der Ringe, King Kong) verantwortlich.

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia
Originaltitel The Chronicles of Narnia: Prince Caspian
Genre Abenteuer/Fantasy/Literaturverfilmung
Länge 147 Minuten
Regie Andrew Adamson
Drehbuch Christopher Markus, Stephen McFeely, Andrew Adamson
Kamera Karl Walter Lindenlaub
Schnitt Sim Evan-Jones
Musik Harry Gregson-Williams
Produktion Philip Steuer, Andrew Adamson, Mark Johnson, Perry Moore
Darsteller Ben Barnes, William Moseley, Anna Popplewell, Skandar Keynes, Georgie Henley, Tilda Swinton
Verleih Walt Disney Studios

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Kein Kinderfilm

Freitag kam ich in den Genuss, mir den zweiten Teil der Verfilmung "Die Chroniken von Narnia" anzusehen.

Neben beeindruckenden Special Effects und allen möglichen und unmöglichen Fantasy-Kreaturen gab es auch viele große Kämpfe. Letzteres ist auch der ausschlaggebende Punkt für die Überschrift meines Kommentars: Neben Szenen von grauenhaften Gemetzel und fliegenden Zwergen besteht der Film zu einem sehr großen Teil aus Kämpfen und zu einem viel geringeren Teil aus kindgerechten Szenen.
Obwohl es keine blutigen Schnitte gibt, würde ich trotzdem eine Altersempfehlung von 14 Jahren abgeben (ganz unabhängig davon, wie viel Gewalt junge Menschen JETZT schon im Fernsehen durch Nachrichten und Zeichentrick miterleben).

4. August 2008
08:36 Uhr

von alexkommadie

Märchenfilm für Erwachsene

Nachdem der erste Teil von Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia nicht nur ein spannender Film für Kinder war, war es kaum überraschend, dass der zweite Teil der Fantasysaga versuchte mehr das erwachsene Publikum zu begeistern, was auch sehr gut gelungen ist.
Aus einer simplen Story wird ein packender Film mit aufkommenden Selbstzweifeln der Darsteller, sich als Autoritäten zu bewähren.
Der Angriff auf die Burg ist ein kluger Schachzug und wird trotz allem zu einer dramatischen Katastrophe, die nur mehr verdeutlicht, wie wichtig ein Kampf gegen die Menschen ist.
Amüsierend und erschreckend zugleich war das Auftauchen der Schneekönigin, die wieder umwerfend von Tilda S. verkörpert wurde.
Nach der Strategisch genialen Schlacht bei Aslans Haug, die im Buch leider zu kurz geschildert wurde bzw. gar nicht richtig vorkommt, lies sich Andrew Adamson leider ein bisschen von Der Herr der Ringe inspirieren, indem er laufende Bäume auftauchen lässt, doch trotz der mageren Ausgabe des Buches ist ein tolles Werk entstanden, dem ich nicht widerstehen konnte, es zweimal im Kino zu besuchen.
Leider war auch der Schluss enttäuschend, auch wenn er durch eine niedliche Romanze Aufgepeppt wurde. Dass die Kinder nach England zurückkehren müssen, nachdem sie so lange gewartet hatten zurückzukehren rührte mich, da ich ein märchenhaftes Happy End erwartete.
Doch, wenn man schon das Buch C.S Lewis` verfilmt, muss man sich auch an den Inhalt halten.
Meiner kritischen Beobachtung hielt auch der König Aslan nicht stand. Wo war er? Warum spaziert er einfach so mir nichts dir nichts durch den Wald? Und auch wenn gerade eine wichtige Schlacht statt findet, haben wir doch noch Zeit uns ein kleines Kaffeepäuschen zu gönnen, nachdem Lucy ihn gefunden hatte.
Weiters störte mich, dass, obwohl alle nur noch von Prinz Kaspian sprechen, Ben Barnes wird schauspielerisch in die Topliga aufsteigen, ganz auf Peter vergessen wird, der Narnia zum Sieg geführt hat.
Ausgesprochen guter Zweikampf, der bis zum Schluss spannend war, und einfach an Gladiator erinnert, während Kaspian eher als egoistischer, noch sich selbstfindendes Prinzchen dargestellt wird, das aber durch heldenhafte Taten und gute Reden verschleiert wird.
Auch Edmund muss man Respekt zollen, der sich von einem gehassten Nebendarsteller zu einem wahren König gemausert hat.
Leider kommen die Kreaturen des ersten Teiles nicht mehr vor, doch es wird durch neue wundervoll gestaltete Figuren sehr gut ausgeglichen.
Selbst die "Bösen" wirken unheimlich hinter ihren Gesichtshelmen, fast wie eine gespenstische Armee, doch auch auf der Seite der Guten haben wir die Zentauren, vor denen man sich einfach nur verbeugen müsste, da sie ein solch majestätischen Auftreten hatten.
Noch mal, trotz Kritik, ein tolles Meisterwerk, dass durch Bilder, Schlachten und neuen Fabelwesen im Grunde nicht mit Teil eins zu vergleichen ist und auch wenn man weiß, wie er ausgeht spannend bis zum Schluss bleibt.

22. August 2008
11:02 Uhr

von Namiria

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