Filminfo zu

Der letzte Tempelritter

Season of the Witch

Action, Fantasy. USA 2011. 95 Minuten.

Regie: Dominic Sena
Mit: Ron Perlman, Nicolas Cage, Claire Foy

In Teufels Küche: Das schaurige Mittelalter und seine okkulten Mysterien sind der Hintergrund für ein Fantasy-Action-Abenteuer, das zum Teil in Österreich entstand und Paraderollen für die Schwerter schwingenden Haudegen Nicolas Cage und Ron Perlman bietet.

Filmstart: 24. März 2011

Burgfräulein in edlen Gewändern, die, dem inbrünstigen Geträller des Minnesängers lauschend, sehnsüchtig die Rückkehr eines starken Ritters auf seinem edlen Ross erwarten? Nein, diese Art von Mittelalterromantik sucht man in Der letzte Tempelritter vergeblich. Hier gehts brutal rein in die ganz dunklen Seiten dieser eh nicht besonders freundlichen Epoche: mit äußerster Brutalität geführte Kreuzzüge, die todbringende Pest und die aufkommende Mode der Hexenverfolgung.

Das Heilige Land, 1344: Tempelritter Behmen (Nicolas Cage), jahrelang voller Inbrunst dem Kampf gegen die Ungläubigen verpflichtet, hat genug vom Abschlachten von Frauen und Kindern, das sinnlose Morden im Namen von Kreuz und Christentum ist nicht länger seine Sache. Gemeinsam mit seinem Freund, dem unerbittlichen Kämpfer Felson (Ron Perlman), setzt er sich von der Truppe ab, inkognito kehren die Männer nach Europa zurück. Doch so wie Behmen und Felson von den Jahren in der Ferne verändert wurden, hat die Zeit auch in ihrer einstigen Heimat Spuren hinterlassen: Ganze Landstriche sind entvölkert, eine mysteriöse Krankheit, die Pest, rafft die Menschen reihenweise dahin. Wer hinter der heimtückischen Seuche steckt, scheint klar: Hexen. Ihren Fluch gilt es zu brechen, um dem Schwarzen Tod Einhalt zu gebieten. Die Rückkehr der abtrünnigen Ritter bleibt nicht lange unbemerkt. Um dem Kerker zu entgehen, lassen sich Behmen und Felson auf einen Deal mit dem sterbenden Kardinal (Christopher Lee) ein: Sie übernehmen die Eskorte einer jungen Frau (Claire Foy) in die mehrere Tagesreisen entfernte Abtei Severac, wo ein Hexenprozess auf sie wartet. Mit von der Partie sind außerdem Eckhart (Ulrich Thomsen), ein Ritter im Dienste des Kardinals, der Mönch Debelzaq, als einziger Ortskundiger der Händler Hagamar, sowie bald auch der junge, vorlaute Kay, der um jeden Preis ein Ritter werden möchte. Doch auf Schritt und Tritt begleitet werden die Gefährten auch von dunklen Mächten, zweifellos heraufbeschworen von der Hexe, die mit dem Teufel paktiert, da ist sich Debelzaq sicher. Steht am Ende gar das Jüngste Gericht bevor? Als man schließlich Severac erreicht, bietet sich der arg dezimierte Truppe ein Bild des Grauens. Und auch die Gefangene hält für die Männer noch die eine oder andere Überraschung bereit ...

Einmal Hölle und zurück. Mit Der letzte Tempelritter begibt sich der Zuschauer auf Zeitreise ins finsterste Mittelalter - trotzdem reden wir hier nicht von einem Historienschinken, sondern einem gnadenlosen Action-Abenteuer, in dem mit ansehnlichem Blutzoll um verlorene Seelen gekämpft wird. Und die unverbrauchten Kulissen, vor denen sich Nic Cage und Ron "Hellboy" Perlman den zähnefletschenden Ausgeburten der Hölle stellen, fand das Filmteam zum Teil in den österreichischen Alpen.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Der letzte Tempelritter
Originaltitel Season of the Witch
Genre Action/Fantasy
Land, Jahr USA, 2011
Länge 95 Minuten
Regie Dominic Sena
Drehbuch Bragi F. Schut
Kamera Amir M. Mokri
Schnitt Bob Ducsay, Mark Helfrich, Dan Zimmermann
Musik Atli Örvarsson
Produktion Alex Gartner, Charles Roven
Darsteller Claire Foy, Ron Perlman, Nicolas Cage, Ulrich Thomsen, Christopher Lee, Stephen Campbell Moore, Stephen Graham
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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