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Das Leben ist schön

La vita è bella

Tragikomödie. Italien 1998. 114 Minuten.

Regie: Roberto Benigni
Mit: Giorgio Cantarini, Nicoletta Braschi, Roberto Benigni

Roberto Benigni erzählt von der Suche nach Glück im höchsten Moment des Schreckens. Der Lohn für soviel Chuzpe: Jurypreis in Cannes, Oscar in Hollywood.

Der Titel ist ein Zitat von Trotzki. Als dem russischen Revolutionär am Ende seiner Flucht ins mexikanischen Exil klar wurde, dass es nicht mehr lange dauern könnte, bis Stalins Schergen vor der Tür stehen würden, als er im unterirdischen Bunker auf sein Ende wartete, als das Entsetzen kaum noch erträglich war, schrieb er ins Tagebuch: Das Leben ist schön. Weil Roberto Benigni ein trauriger Film gelang, bei dem man vor lauter Lachen nicht zum Weinen kommt, rückt der italienische Star-Komiker ganz nah an seine großen Vorbilder Lubitsch und Chaplin heran. Der Film erzählt die Geschichte eines italienischen Juden, der seinen kleinen Sohn vor dem Schrecken des Konzentrationslagers schützen will, indem er ihn glauben lässt, dass all der unmenschliche Wahnsinn nur ein einziger großer Spaß, ein Spiel ist. "Mit Guido wollte ich eine Figur schaffen, die in der Gesellschaft absolut integriert war. Er hatte seine Arbeit, kümmerte sich nicht im Geringsten um Politik — und dann, mit einem Schlag, päng, war sein Leben vorbei. Genauso ist es damals vielen Menschen wirklich ergangen. Guidos Familie steht für Glück und Liebe. Und dann, ohne dass sie irgendwas verbrochen haben, werden sie mitten ins Zentrum des Terrors geworfen." Wie gesagt: Phantasie. Das Leben ist schön ist eine Fabel. "Ich habe mich ausführlich mit diesem Thema beschäftigt. Seitdem weiß ich, dass kein Film dieser Welt der Wahrheit auch nur annähernd gerecht werden kann. Niemand kann unvorstellbaren Schrecken zeigen", so Benigni, "also wollte ich auch nicht, dass man in meinem Film nach Realismus suchen muss."

Credits

Titel Das Leben ist schön
Originaltitel La vita è bella
Genre Tragikomödie
Land, Jahr Italien, 1998
Länge 114 Minuten
Regie Roberto Benigni
Drehbuch Roberto Benigni, Vincenzo Cerami
Kamera Tonino Delli Colli
Schnitt Simona Paggi
Musik Nicola Piovani
Produktion Gianluigi Braschi
Darsteller Giorgio Cantarini, Nicoletta Braschi, Roberto Benigni, Horst Buchholz
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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