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Abbitte

Atonement

Drama, Literaturverfilmung. Frankreich, GB 2007. 130 Minuten.

Regie: Joe Wright
Mit: Keira Knightley, Romola Garai, James McAvoy

Die große Liebe zwischen Krieg, Verrat und Schicksal: Die schöne Keira Knightley, die charismatische James McAvoy und die großartige Vanessa Redgrave in einer wunderschönen Literaturverfilmung von Joe Wright (Stolz & Vorurteil).

Filmstart: 9. November 2007

England, Mitte der 30er Jahre. Es ist ein prächtiger Sommer auf dem Lande. Hinter dem Horizont braut sich das todbringende Gewitter des 2. Weltkrieges zusammen, doch für die halbwüchsige Briony Tallis, Tochter einer reichen Familie, ist der nahe Krieg ungefähr so real wie eine Fahrt zum Mond. Ihre Gedanken kreisen einzig und allein um Robbie (James McAvoy) den attraktiven Sohn des Hausverwalters.

Auch er mag das fantasievolle Mädchen gern, doch sieht er Briony als Kind. Sein Herz schlägt für Brionys wunderschöne ältere Schwester Cecilia (Keira Knightley), die sich ebenfalls heftig in Robbie verliebt hat. Heimlich, selbstverständlich, denn damals galt es als höchst unschicklich, Gefühle offen zu zeigen - überhaupt für jemand so Unstandesgemäßen wie den Sohn eines Untergebenen. So gibt es nur vielsagende Blicke, verstohlene Gesten, zaghafte Hoffnungen und viele Missverständnisse. Bis sich eines Tages die heftigen Gefühle einfach nicht mehr im Zaum halten lassen und Cecilia und Robbie in der Bibliothek des alterwürdigen Hauses wie die Wilden übereinander herfallen. Die Liebe ist groß, das schlechte Gewissen schnell verdrängt, ein Happyend in Sicht. Was die beiden jedoch nicht ahnen, ist, dass noch jemand Zeuge der denkwürdigen Szene war: Briony, die mit dem, was sie gesehen hat, überhaupt nicht umgehen kann. Köperliche Liebe ist für sie etwas Bedrohliches - sie interpretiert das Geschehen völlig falsch und glaubt, Robbie hat Cecilia überfallen. Sie ist völlig verwirrt und eifersüchtig. Als sie durch einen tragischen Zufall am selben Abend im Park des Anwesens Zeugin einer echten Vergewaltigung wird, behauptet die total verstörte Briony wider besseren Wissens, Robbie wäre der Täter gewesen.

Eine Aussage, die das Leben aller Beteiligten aufs Dramatischste verändert: Robbie wird verhaftet und nach Ausbruch des Kriegs an die vorderste Front eingezogen. Cecilia, die unerschütterlich an seine Unschuld glaubt, vergräbt sich in Einsamkeit ­- und Briony selber versucht durch ihren aufopferungsvollen Einsatz als Krankenschwester, die schreckliche Schuld zu tilgen, die sie an jenem schicksalsträchtigen Abend auf sich geladen hat. Mittlerweile bereut sie, dass sie allein das Glück zweier Menschen, die ihr doch so nahe standen, zerstört hat. Doch die Liebe zwischen Cecilia und Robbie ist nach wie vor stark, so fern sie einander auch sein mögen. Kann Briony ihren Verrat vielleicht doch noch gut machen?

Abbitte, der umjubelte Eröffnungsfilm der heurigen Filmfestspiele von Venedig, ist Regisseur Joe Wrights zweite Literaturverfilmung in Folge - und erneut besetzte er Keira Knightley in der Hauptrolle, die wieder einmal beweist, wie charismatisch und trotzdem wunderbar wandlungsfähig sie auf der Leinwand ist. Auch die weiteren Rollen sind glänzend besetzt: Als ihre große Liebe brilliert der junge Schotte James McAvoy, Newcomerin Romola Garai (Scoop) spielt hingebungsvoll die junge Briony, deren Rolle die große Vanessa Redgrave am Ende des Films übernimmt - und Regie-Star Anthony Minghella ist in einer Gastrolle als TV-Show-Host zu sehen.

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Abbitte
Originaltitel Atonement
Genre Drama/Literaturverfilmung
Land, Jahr Frankreich/GB, 2007
Länge 130 Minuten
Regie Joe Wright
Drehbuch Christopher Hampton nach dem Roman von Ian McEwan
Kamera Seamus McGarvey
Schnitt Paul Tothill
Musik Dario Marianelli
Produktion Tim Bevan, Eric Fellner, Paul Webster
Darsteller Keira Knightley, Romola Garai, James McAvoy, Brenda Blethyn, Vanessa Redgrave, Saoirse Ronan, Anthony Minghella, Juno Temple
Verleih UPI

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

4 Kommentare

Kritikerliebling?

Nachdem dieser Film ja durchwegs von allen Kritikern gelobt wurde, hatte ich große Erwartungen - die leider nicht erfüllt wurden. Mag sein, dass der Film toll gemacht ist, tolle Bilder, Musik, Schauspieler usw., also keine Frage von hoher Qualität. Aber berühren konnte er mich nicht und streckenweise war er einfach langweilig. Ich habe das Buch leider nicht gelesen, könnte mir aber vorstellen, dass einige vertiefende Szenen der Handlung nicht geschadet hätten, damit man mehr von der Geschichte gefesselt wird. Mir war er einerseits an einigen Stellen zu langatmig, an anderen hat er wieder große Handlungssprünge gemacht, die ich lieber genauer erläutert gehabt hätte. Meiner Meinung nach also kein optimales Drehbuch. Und Keira Knightley nahm ich die große Liebe leider auch nicht richtig ab. Schade.

12. November 2007
10:56 Uhr

von Cini

Guter Film?

Der Anfang sah viel versprechend aus aber dann wurde der Film immer merkwürdiger und hupfte zwischen den Zeiten hin und her. Die Kritiker haben den Film sehr gelobt daher dachte ich das ich ihn mir mal anschaue, aber dann war er nur eine grobe Enttäuschung. Der Film hatte keine richtige Vermittlung ans Publikum und von den Emotionen und Gefühlen. Obwohl Keira Knightley eine gute Schauspielerin ist kommt sie im Film nicht wirklich rüber. Eigentlich sehr schade.

13. November 2007
20:25 Uhr

von musik

And the Oscar goes to...

WAHNSINN! Ich habe mir den Film heute endlich angeschaut und ich war begeistert. Endlich einmal etwas anderes.
Da ich die Zeit in der der Film spielt äußerst liebe war dies schon einmal ein Pluspunkt. Die Kostüme, der Schmuck einfach alles war der Hammer! Die Möbel, die Schauplätze wunderschöN!
Die Musik! Göttlich, Grandios! Wirklich wunderschön.
Trotzdem fiel es auch mir am Anfang etwas schwer dem Film ganz zu folgen. Die plötzlichen Zeitsprünge lassen einen sicher hie und da verwirrt auf die Leinwand schauen, aber nach spätestens einer Minute ist man wieder voll drinnen in der Geschichte.
Da ich Keira einfach nur liebe möchte ich hier kein genaueres Statement zu ihr abgeben...es würde sowieso nur positiv sein:-)
James - Ich habe den süßen Schotten vorher noch nie in einem Film gesehen, aber ich muss sagen er spielt fantastisch!
Ja, wenn ich so weiter machen würde säßen wir wohl morgen noch da... Also, ich kann nur eines sagen: HUT Ab Joe Wright! Ich liebe diesen Film und die Kinokassen werden sich reich an mir verdienen...

15. November 2007
20:15 Uhr

von ClaudyKeira

Bin begeistert

Ich hab's jetzt endlich geschafft mir den Film anzusehen, tja was soll ich sagen, er hat meinen Erwartungen entsprochen! Ich hab das Buch gelesen und kann an dieser Stelle nur erwähnen, dass sich der Film sehr an das Buch gehalten hat, das kommt sehr selten vor!

Ich fand Keira in diesem Film großartig, besser als in "Fluch der Karibik" und auch ihre Outfit war wundervoll.

Zu James kann ich nur sagen, das ich ihn schon in einigen Filmen gesehen habe und begeistert von seiner arbeit bin. Ich habe es großartig gefunden wie er den Prozess von guten Jungen zum Mann der sich nach der Liebe seines lebes verzehrt, aber sie nicht ausleben darf, genial!
Ein großes lob geht natürlich auch an die Maskenbildner, denn als James im Film "starb" sah das sehr echt aus.
Ich hoffe das dies der Beginn einer wunderbaren Karriere für James ist, denn er versteht was von seinem Handwerk.
Er zählt zu meine Lieblingsschauspielern!

1. Dezember 2007
13:45 Uhr

von scycs

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