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Ein Freund von mir

Ein Freund von mir

Komödie. Deutschland 2006. 84 Minuten.

Regie: Sebastian Schipper
Mit: Daniel Brühl, Jürgen Vogel

Wie weit darf Freundschaft gehen? Absolute Giganten-Regisseur Sebastian Schipper schickt Jürgen Vogel und Daniel Brühl durch eine humorvolle Beziehungskiste der rasanten Art.

Filmstart: 8. Dezember 2006

Splitterfasernackt nachts im funkelnagelneuen Porsche über Deutschlands Autobahnen sausen. Zum Beispiel. Oder einen alten Trabi toll finden, weil das ist das einzige Auto auf der ganzen Welt, dass im Rückwärtsgang gleich schnell fährt wie im Vorwärtsgang. Sich im Flugzeug gemütlich zurücklehnen und über die Wolken schauen. Heißer Kaffee im Pappbecher. Sich den Regen auf den Kopf prasseln lassen. Speiseeis. Noch beim größten Quatschthema wie auf Knopfdruck losquasseln zu können. Mädchen im Allgemeinen. Und natürlich Stelle (Sabine Timoteo), die Königin seines Herzens. Das sind lauter Dinge, die Hans (Jürgen Vogel) glücklich machen. Karl (Daniel Brühl) hat keine Ahnung von Glück. Deswegen braucht er dringend einen wie Hans. Nur weiß er das nicht. Noch nicht.
Karl ist einer, an dem alles abperlt. Das Leben, der Beruf, die Stadt, alles egal, der lässt nichts an sich heran. Dabei ist er durchaus erfolgreich in seinem Job als Versicherungsmathematiker. Seine Firma setzt große Hoffnungen in ihn. Aber er muss endlich mal aus sich herausgehen, meint der Chef und schickt Karl quasi zum Außeneinsatz. Er soll Versicherungsrisiken abschätzen, die im harten umkämpften Mietwagengeschäft entstehen, dafür Erfahrungen vor Ort sammeln und sich bei einer Autovermietung am Flughafen für einen Tag als Fahrer und Autowäscher einschleichen, um solchermaßen heimlich die Arbeitsabläufe zu analysieren. Dort trifft er Hans. Und schon wird sein Leben anders.
Hans kennt nur den Augenblick. Das Gestern hat er längst vergessen, die Zukunft ist ihm einigermaßen egal, sein Leben läuft jetzt und zwar auf Volltouren. Dieser Typ hat ständig verrückte Ideen im Kopf. Er ist ein wandelndes Überraschungsei, dauernd am Sprung, aber eben auch ein wahrer Freund. Freundschaft ist überhaupt das Wichtigste, meint Karl. Freunde müssen alles teilen. Den Spaß, die Tiefschläge, und irgendwie auch die Freundin. Soviel Herzenswärme kann auch eine große Herausforderung sein. Weil Karl hat sich verliebt. In die Königin von Hans. Erstmals im Leben wird er Stellung beziehen müssen. Geht natürlich nicht ganz ohne Chaos ab. So tut sich eine schwungvolle Komödie auf. Ein Roadmovie auf engstem Raum. Ein Film über Freundschaft, in dem der eine ständig Vollgas gibt und der andere dauernd bremst, was die Geschwindigkeit allerdings auch nicht wirklich verringert. Am Ende aller Abenteuer steht die Liebe. So schön kann das Leben sein - wenn man sich darauf einlässt.

Text:  Peter Krobath

Credits

Titel Ein Freund von mir
Originaltitel Ein Freund von mir
Genre Komödie
Land, Jahr Deutschland, 2006
Länge 84 Minuten
Regie Sebastian Schipper
Drehbuch Sebastian Schipper
Kamera Oliver Bokelberg
Schnitt Jeffrey Marc Harkavy
Produktion Tom Tykwer, Maria Köpf
Darsteller Daniel Brühl, Jürgen Vogel, Peter Kurth, Michael Wittenborn, Sabine Timoteo
Verleih Filmladen

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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