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Im Schatten der Wiener

Im Schatten der Wiener

Dokumentation. Österreich 2006. 43 Minuten.

Regie: Georg Steinböck
Mit: Wanda Wopienka, Naoko Hamamoto, Toni Krafl

Quasi das Gegenteil von Versteckter Kamera: Der Filmemacher Georg Steinböck wartet an markanten Orten Wiens, zum Beispiel am Zentralfriedhof, im Schlosspark Schönbrunn, aber auch vor einer Videothek oder einem x-beliebigen Solarium auf die jeweils dritte Person, die seinen Weg kreuzt und bittet diesen ihm völlig unbekannten Menschen dann recht höflich, ob er ihn nicht ein Stück begleiten darf, sozusagen sein Schatten sein kann.
Manche lehnen ab, werden von diesem plötzlichen Eindringen in ihre Privatsphäre richtiggehend in die Flucht geschlagen, andere wiederum lassen sich bereitwillig verfolgen, erzählen von sich und ihrem Leben und bieten dem Betrachter so ein Bild, das in vielerlei Facetten von nichts und aber auch von nichts weniger als vom Alltag erzählt, also vom Sein an sich.
Der Zufall, dem hier konsequent die Regie überlassen wird, macht den Charme dieses poetischen Menschen- und Stadtporträt aus. "Während der Dreharbeiten ging es darum, das Besondere, das Eigene, das jeden Menschen ausmacht, aufzuspüren und zu dokumentieren. Alles passiert nur einmal, keine Einstellung wurde gestellt", schreibt Steinböck in einem Text zu seinem Film. Und am Anfang aller Bilder steht ein Zitat von James Joyce: "Ich bin noch nie einer langweiligen Person begegnet." Wie hier klar zu sehen ist.

Filmstart: 21. Oktober 2006

Text:  Peter Krobath

Credits

Titel Im Schatten der Wiener
Originaltitel Im Schatten der Wiener
Genre Dokumentation
Land, Jahr Österreich, 2006
Länge 43 Minuten
Regie Georg Steinböck
Drehbuch Georg Steinböck
Kamera Ralf Jacobs, Ludwig Löckinger
Schnitt Thomas Kühne, Georg Steinböck, Nora Wieninger
Produktion Georg Steinböck
Darsteller Wanda Wopienka, Naoko Hamamoto, Toni Krafl, Klaus Kratzwald, Erika Hoffmann

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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