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I Am Legend

I Am Legend

Science-Fiction. USA 2007. 100 Minuten.

Regie: Francis Lawrence
Mit: Willow Smith, Will Smith

Ein Virus rottet die Menschheit aus, nur ein Mann bleibt übrig. Action mit Tiefgang: Wahrlich legendäre Verfilmung des Kultromans mit Will Smith als Held wider Willen, der sich gegen eine Armee blutrünstiger Zombies verteidigen muss.

Filmstart: 10. Januar 2008

Was passiert, wenn sich die Macher einiger der visuell aufregendsten Filme der letzten Jahre zusammentun und eine spektakuläre, bereits mehrmals erfolgreich verfilmte Geschichte aus der Zukunft neu inszenieren? Regisseur Francis Lawrence hat mit Constantine neue Maßstäbe in der coolen Grusel-Fantasy gesetzt - und Mark Protosevich schuf bei The Cell das Drehbuch zu albtraumhaft makellosen Bilderwelten, die schlicht unvergesslich sind. Dieses Dream-Team ist angetreten, um I Am Legend neu zu verfilmen. Vorlage ist der beklemmende post-apokalyptische Bestsellerroman von Richard Matheson aus dem Jahr 1954, der bis heute als Meilenstein des Genres gilt. Hier geht es nicht um bloßen Horror. Das perfide Szenario ist die Zukunftsvision eines Planeten ohne Menschen, auf dem die Überlebenden einer Seuche zu blutdurstigen Zombies geworden sind - bis auf einen.

Dieser eine ist Robert Neville (Will Smith). Er lebt in New York, einer Stadt, in der auf der Fifth Avenue zwischen den verrottenden Autos das Gras wächst, das Rotwild äst und die Löwen auf der Pirsch sind - einer Stadt, in der er der letzte seiner Art ist: Vor fünf Jahren war hier ein tödliches Virus ausgebrochen, das die Menschheit fast vollständig vernichtete. Die meisten starben, darunter auch Nevilles Frau und seine kleine Tochter (Will Smiths echte Tochter Willow). Bei einigen wurde die Krankheit chronisch, brachte ihren Stoffwechsel durcheinander und machte sie zu rasenden, ewig hungrigen Raubtieren, die wie Vampire nachts nach lebendem Fleisch jagen. Neville ist immun gegen die Seuche. Er ist Epidemologe und seit dem Ausbruch der Krankheit auf der Suche nach einem Gegenmittel. Und jede Nacht, wenn er sich mit seiner Schrotflinte zur Ruhe legt, kommen die geifernden menschlichen Raubtiere näher.

"Dieser Typ hat einen Erlöserkomplex", sagt Will Smith über seine Figur. Nevilles tägliche Routine, mit der Hoffnung auf Überlebende, mit Jagen und Sammeln von Nahrung, der Arbeit im Labor, ist zur Gewohnheit geworden, die ihn aufrecht hält. "Er hätte die Epidemie aufhalten sollen, aber er hat's vermasselt. Er hat seine Frau verloren, seine Tochter, er hat die ganze Menschheit verloren!" Was passiert, wenn ein Mensch endlos lange alleine bleibt? Wo beginnt der Wahnsinn, wann klinkt sich der Geist aus der Realität aus? Für Will Smith war die Rolle ein Kraftakt sondergleichen - denn fast den ganzen Film hindurch ist er alleine. "Das war richtig beängstigend. Wenn man allein ist, ist es gar nicht so einfach, einen Konflikt zu finden - aber genau damit muss ein Schauspieler arbeiten!" Er hat zwar keine menschliche Gesellschaft - doch jede Menge gefräßige Zombies bedrohen sein Leben. Die blutrünstigen Infizierten zeigen Symptome, die stark an Vampirismus erinnern: Gier nach Frischblut, Angst vor der Sonne, große Wendigkeit und Kampfkraft. Und sie wollen Neville. So steckt der letzte Mensch von Manhattan mehr als einmal in auf den ersten Blick ausweglosen, lebensbedrohlichen Situationen, aus denen er sich nur mit letzter Kraft und mit höchstem Geschick befreien kann.

Perfekte Horror-Action mit Gänsehaut-Garantie - und dazu noch vor beklemmend realistischem Hintergrund. Das das Team um Smith und Regisseur Lawrence recherchierte nämlich gründlich - und drang vor bis ins Zentrum für Seuchenkontrolle, Biosicherheitslevel drei, wo einige der tödlichsten Viren der Welt aufbewahrt und erforscht werden. "Wir gingen da rein und wurden gleich von einem General begrüßt", erinnert sich Smith. "Ich hab wie üblich rumgeblödelt: 'Warum seid ihr hier alle so todernst?’'Und der Typ sagte: 'Weil wir hier etwas wissen, das keiner wahr haben will. Und zwar, dass nicht wir Menschen das Ende der Nahrungskette sind. Die Viren sind es.'" 

Text:  Magdalena Miedl

Credits

Titel I Am Legend
Originaltitel I Am Legend
Genre Science-Fiction
Land, Jahr USA, 2007
Länge 100 Minuten
Regie Francis Lawrence
Drehbuch Mark Protosevich, Richard Matheson, Akiva Goldsman
Kamera Andrew Lesnie
Schnitt Wayne Wahrman
Musik James Newton Howard
Produktion Erwin Stoff, James Lassiter, Akiva Goldsman
Darsteller Willow Smith, Will Smith, Alice Braga, Charlie Tahan, Salli Richardson Whitfield
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

9 Kommentare

Erstklassiger Film

Als ich mir den ersten Trailer vor gut 6 Monaten angesehen hab, wusste ich noch nicht was auf mich zukommt hatte aber schon sehr grosse Erwartungen. Die ersten Bilder und Eindruecke versprachen dass es eine teure und ausgefallene Produktion sein wuerde. Ich wurde nicht enttaeuscht. Die Handlung ist gut, die Schauspielerische Leistung einwandfrei. Einziger makel ist die Laenge. Durch diverse Schnitte, die letzten Endes auch Kontinuitaetsfehler ausloesen (schlaeft in der Badewanne ein, wacht im Bett auf.. u.Ae.) fuehren dazu dass der Film ohne Abspann nicht mehr als 1 1/2 Stunden lang ist.. meiner Meinung nach viel zu wenig. 10/10 und auf jeden Fall Oskar-Kanditat wenngleich mit viel Konkurrenz

4. Januar 2008
23:28 Uhr

von Cilmeron

bin schon gespannt...

...ob er mir auch so gut gefällt. ich hoffe ich komm noch dazu ihn mir im kino anzusehn!

14. Januar 2008
13:36 Uhr

von boernieat

besser als erwartet

Ich hatte schon befürchtet, dass der Film aufgrund des Umstandes, dass ein einziger Darsteller (wenngleich auch ein Publikumsliebling) es nicht schaffen würde, genug Spannung aufzubauen.

Das war ein Irrtum. Ganz im Gegenteil, Will Smith spielt die Rolle sehr intensiv und überzeugend, man fiebert mit ihm mit, wenn er die Höhle des Löwen betritt, man merkt seine Angst, er ist kein Superheld, der die Monster mit einem Grinsen in die Hölle zurückschickt.

Auf der anderen Seite macht der aber auch meiner Ansicht nach unntöige Fehler. Beispielsweise fährt der Protagonist ein blitzblankes Auto, während alle anderen verrostet in der Gegend herumstehen. Besagtes Auto wird jedoch nur eine Szene später gegen ein anderes ausgetauscht. Das Ende hinterlässt beim Kinogeher ebenfalls einen bitteren Beigeschmack, denn es fehlt ganz einfach das gewisse Etwas, man verlässt des Kino und denkt sich: "Das war ´s?" Allerdings sollte man sich davon nicht abschrecken lassen, denn Will Smith zeigt, was in ihm steckt, wie auch schon zuvor in "Ali" und "Das Streben nach Glück" beweist er, dass er sowohl Aliens in den Hintern treten als auch lähmende Furcht bezwingen kann.

14. Januar 2008
18:02 Uhr

von ck001

Tolles Remake von "Der Omega-Mann" (Charlton Heston)

Erschreckend realistisch inszeniert, die Spannung bleibt ständig erhalten und man wartet jeden Moment, was als Nächstes passieren wird. Unterbrochen von Rückblenden, in denen die letzte Zeit vor Beginn und Verlauf der Katastrophe erläutert werden. Will Smith als alles andere als cool agierender, von Gefühlen gebeutelter, aber doch durchorganisierter Einzelkämpfer, dessen Schicksal keinen kalt läßt. Vermeintliche Regiefehler verlangen etwas Phantasie vom Zuseher und sind, denke ich, absichtlich.
Kann mit Hitchcocks legendärer "Suspense" auf jeden Fall mithalten. (Das ist kein Filmtitel, sondern erklärt die Art und Weise, wie man die Spannung für den Zuseher aufrecht erhält)

15. Januar 2008
20:56 Uhr

von Trondl

Positiv überrascht

Kann mich nur anschließen...

"I am Legend" hat mir wirklich gefallen, vor allem auch, weil es endlich einmal wieder ein Film war, den ich echt spannend fand...
Den ganzen Film hindurch bleibt eine gewisse Grundspannung erhalten, die sich dann in den regelmäßig wiederkehrenden Actionsequenzen noch ordentlich zuspitzt.
Und obwohl ich nicht unbedingt Will Smith-Fan bin, war ich von seiner Performance ziemlich beeindruckt.

Über das Ende kann man streiten. Es hätte natürlich interessanter/besser/wasauchimmer gemacht werden können, aber im Grunde ist es auch ok.

18. Januar 2008
11:02 Uhr

von SmeagolTheGreat

Hat mich nicht umgehauen!

Wieder nur ein Zombiefilm, nur diesmal sind die Zombies intelligenter als erwartet!
Will Smith hat seine Sache sehr gut gemacht, doch der Film wäre wahrscheinlich auch ohne weitere Menschen ausgekommen!
Geendet hat der Film wie jeder andere Zombiefilm: irgendwo finden wir doch einen Platz wo wir weiter leben und uns vermehren können!

4. Februar 2008
10:10 Uhr

von Knolli6

Gegner

Ich bin sehr begeistert von diesem Film. Endlich sind die Gegner des Hauptdarstellers intelligent. Sehr gut hat mir auch der Hund gefallen. Sehr empfehlenswert.

8. Februar 2008
15:42 Uhr

von JamesBond007

Zu wenig...

Dem Film fehlte meiner Meinung nach eine Stunde.Er ist einfach zu kurz.Dafür wird man aber(bis zu einem gewissen Zeitpunkt)prächtig unterhalten.
Hätte mehr sein können(im wahrsten Sinne des Wortes).

1. März 2008
17:08 Uhr

von madmaxxx

Legend

Was soll man sagen... legendärer Film

18. Dezember 2014
10:15 Uhr

von melisomm

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