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Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft

The Last Mimzy

Kinderfilm. USA 2006. 94 Minuten.

Regie: Robert Shaye
Mit: Timothy Hutton, Joely Richardson, Chris O'Neil

Ein Geschwisterpaar, zwei gestresste Eltern, ein Stoffhase und der Schlüssel zum Universum: Bezaubernder Kinderfilm, der beweist, dass Fantasy tatsächlich von Fantasie kommt.

Filmstart: 10. August 2007

Die Wilders sind eigentlich eine ganz normale Familie. Ein bisschen zu normal sogar, findet Jo Wilder (Joely Richardson), und stellt wieder einmal fest, wie sehr sie der Alltag zu einem Klischeebild der modernen Gesellschaft gemacht hat: Dad David (Timothy Hutton) ist überarbeitet und viel zu selten zuhause, der 10-jährige Noah (Chris O'Neil) kämpft mit Schulproblemen, und die hoch begabte fünfjährige Emma (Rhiannon Leigh Wryn) fühlt sich oft unverstanden.
Das alles lässt sie allerdings im Schatten der Stadt zurück, als Jo sich mit den Kids zum Familienurlaub an den Strand aufmacht. Vor ihnen nur Sonne, Meer und Entspannung.
Der Strand ist spannend. Man kann viele geheimnisvolle Dinge im Sand entdecken, und irgendwo liegt sicher auch ein Teil eines riesigen Piratenschatzes, den ein gekentertes Schiff freigegeben hat. So wie die seltsame Schachtel, die Noah gefunden hat.
Mit dem untrüglichen Instinkt eines Kindes weiß Noah ganz genau, dass er diesen Fund besser nicht seiner Mutter zeigen sollte. Statt dessen schmuggelt er die Schachtel in das kleine Zimmer unterm Dach, das er hier mit Emma teilt, und aufgeregt untersuchen die beiden den merkwürdigen Inhalt: Ein seltsames durchscheinendes Ding, das wie eine gemusterte Kreditkarte aussieht. Einen Stein, der bald darauf in neun Teile zerbricht, die sich von selber wie fliegende Kreisel in der Luft drehen können. Eine Muschel, ein Stück geleeartige Masse, und außerdem ein zerschlissenes Stoffkaninchen, das sofort von Emma "adoptiert" wird - und ihr etwas ins Ohr flüstert: "Mimzy …"
Ein echter Schatz also, offenbar nicht von einem Piratenschiff, sondern von viel, viel weiter her. Die Kinder finden heraus, dass die Gegenstände für Erwachsene ganz harmlos aussehen - dass sie ihnen aber erstaunliche Kräfte verleihen: Noah, der bisher in der Schule als mäßig begabt galt, fällt plötzlich durch außergewöhnliche Leistungen auf, und Emma findet in dem sprechenden Kaninchen eine ganz besondere Freundin.
Es ist eine Welt voller Wunder, in die sie eintauchen, und mit kindlicher Unschuld entdecken. Die Erwachsenen sehen diese Veränderungen allerdings erst mit Argwohn, dann mit Angst - bis schließlich gar die Homeland Security vor der Tür der Wilders steht. Jo und David geraten in Panik, Emma und Noah wissen jedoch: jetzt kann ihnen nur noch Mimzy helfen. Doch werden das die Erwachsenen auch zulassen?
Werden Filme für kleine Leute gemacht, passiert das auch meist mit kleinem Budget und viel zu oft mit wenig Sorgfalt. Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft allerdings ist eine Ausnahme. Ist aber auch kein Wunder, hinter dem Projekt steht als Regisseur und Produzent kein geringerer als Robert Shaye, Hollywood-Legende und Mitbegründer der Produktionsfirma New Line Cinema. Shaye genoss es sichtlich, dieses Herzensprojekt mit soviel Liebe wie möglich auf die Leinwand zu bringen: Wundervoll märchenhafte Special effects, ein kluges Drehbuch und ein hochkarätiges Ensemble machen diesen Film auch für Eltern zum Erlebnis - genauso wie die Tatsache, dass Shaye als Sänger des Titellieds seinen alten Freund, Pink Floyd-Mastermind Roger Waters engagierte.

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft
Originaltitel The Last Mimzy
Genre Kinderfilm
Land, Jahr USA, 2006
Länge 94 Minuten
Regie Robert Shaye
Drehbuch James V. Hart, Bruce Joel Rubin, Toby Emmerich, Carol Skilken nach der Kurzgeschichte Mimsy Were The Borogoves von Lewis Padgett
Kamera J. Michael Munro
Schnitt Alan Heim
Musik Howard Shore
Produktion Michael Phillips
Darsteller Chris O'Neil, Timothy Hutton, Joely Richardson, Rainn Wilson, Rhiannon Leigh Wryn
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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