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Vielleicht, vielleicht auch nicht

Definitely, Maybe

Liebeskomödie. USA 2007. 112 Minuten.

Regie: Adam Brooks
Mit: Rachel Weisz, Ryan Reynolds

Liebesgeschichte, nur andersrum: Wie erklärt man seiner kleinen Tochter, dass eine Trennung sinnvoll ist? Vertrackte Story mit herrlichen Irrungen und Wirrungen – vom Romantik-Spezialisten Adam Brooks (French Kiss).

Filmstart: 28. März 2008

Junge trifft Mädchen. Junge findet Mädchen dämlich (und umgekehrt). Junge und Mädchen sehen sich gezwungen, zusammenzuarbeiten. Junge verliebt sich plötzlich in Mädchen (und umgekehrt). Happy End. So funktionieren die meisten Liebesgeschichten im Kino. Im wirklichen Leben ist es meistens ein wenig komplizierter: Die Variante "Junge und Mädchen leben zusammen und finden einander langweilig" nach dem Happy End wird meistens ausgelassen. Auch "Mädchen wird schwanger, Junge heiratet sie, obwohl er sie nicht liebt" ist im Hollywood-Happy-End nicht vorgesehen. Adam Brooks, der als Drehbuchautor seine Feder schon an Liebeskomödien wie French Kiss und Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns geschärft hat, liefert mit Vielleicht, vielleicht auch nicht seine erste Regiearbeit ab. Und es wäre nicht Brooks, wenn er für die Geschichte nicht einen ungewöhnlichen Zugang finden würde.

Hier ist es ein zehnjähriges Mädchen, das unbequeme Fragen stellt. Maya (Abigail Breslin, das wunderbare Geschöpf aus Little Miss Sunshine) ist die kleine Tochter von Will (Ryan Reynolds, zuletzt schwer gebeutelt in Smokin' Aces). Will steckt mitten in der Scheidung von Mayas Mama, und Maya möchte nun gerne wissen, warum eigentlich. Wie ist das mit der Liebe - war Mama die Erste für dich? Was wäre gewesen, wenn Mama nicht mit mir schwanger gewesen wäre? Wer war deine erste Liebe, und warum bist du nicht bei ihr geblieben? Fragen, für die eine Zehnjährige zu jung scheint - aber Will stellt sich seiner väterlichen Verantwortung und erzählt die Geschichte seines Lebens und seiner sehr unterschiedlichen romantischen Beziehungen: Vom süßen College-Mädel Emily (Elizabeth Banks), auf das man sich immer verlassen konnte. Von der unpolitischen April (Isla Fisher), seiner längsten und vertrautesten Freundin. Und von der mutigen und ehrgeizigen Journalistin Summer (Rachel Weisz). Maya muss erraten, welche der Frauen ihr Dad am Ende geheiratet hat. Und wir raten mit ihr, sind genauso ratlos und gleichzeitig fasziniert wie das kleine Mädchen - und mindestens genauso verwirrt von der Frage, was denn die Liebe, dieses große, wichtige Ding, nun eigentlich wirklich ist.

"Ich mag es, wenn romantische Komödien einen größeren Hintergrund haben, nicht nur die Liebesgeschichte", sagt Brooks, "und ich wollte immer schon eine Geschichte erzählen von einem jungen Typen, der mit all seinen Hoffnungen und Träumen in die große Stadt kommt." Hier hat der Regisseur sich beide Wünsche erfüllt: Wills Geschichte beginnt vor fünfzehn Jahren, als er mit großen Augen und voller Enthusiasmus als idealistischer Jungpolitiker von Wisconsin nach New York kommt, um die Präsidentschaftskampagne von Bill Clinton zu unterstützen - und die Politik ist der große, spannende Hintergrund für Wills Liebesgeschichten.

Maya hört ihrem Dad aufmerksam zu, und durch ihre Fragen erkennt er, dass es definitiv nie zu spät ist, zurückzugehen - und vielleicht sogar ein Happy End zu erleben.

Das Besondere an Vielleicht, vielleicht auch nicht sind nicht die drei Liebesgeschichten, die Will mit drei komplett unterschiedlichen, spannenden Frauen erlebt. Es ist die vierte Liebesgeschichte: Die zwischen Will und seiner kleinen Tochter Maya. "Abby ist eine erstaunliche junge Schauspielerin - unglaublich konzentriert und unermüdlich und witzig", lobt Adam Brooks seine junge Leading Lady. Abigail Breslin ist selbst erst elf - aber sie spricht über den Film und ihre Rolle wie ein alter Hase: "Es geht darum, vergeben zu können und weiterzuleben", sagt sie. Was ihr an ihrer Rolle besonders gefällt, weiß sie auch: "Maya hat eine sehr klare Meinung. Und sie ist ziemlich frech!"

Text:  Magdalena Miedl

Credits

Titel Vielleicht, vielleicht auch nicht
Originaltitel Definitely, Maybe
Genre Liebeskomödie
Land, Jahr USA, 2007
Länge 112 Minuten
Regie Adam Brooks
Drehbuch Adam Brooks
Kamera Florian Ballhaus
Schnitt Peter Teschner
Musik Clint Mansell
Produktion Tim Bevan, Eric Fellner
Darsteller Rachel Weisz, Ryan Reynolds, Elizabeth Banks, Abigail Breslin, Kevin Kline, Derek Luke, Isla Fisher
Verleih UPI

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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