Filminfo zu

Zusammen ist man weniger allein

Ensemble, c´est tout

Drama. Frankreich 2007. 97 Minuten.

Regie: Claude Berri
Mit: Audrey Tautou, Guillaume Canet

Das Leben ist viel zu schwer, um es nicht leicht zu nehmen. Audrey Tautou führt wieder einmal vor, wie man in Paris das Glück und die Liebe finden kann. Claude Berri verfilmt den Bestseller-Roman von Anna Gavalda.

Filmstart: 17. August 2007

Verliebte benehmen sich immer eher seltsam. Besonders in Paris. Und ganz besonders, wenn die Betreffenden schon vor Amors Anlauf auch nicht eben krautnormal gewesen sind. ”Ich finde das unmenschlich in den großen Mietshäusern, diese Anonymität. Man trifft sich dauernd, aber kennt sich nicht, man redet nicht miteinander. Man grüßt sich nicht mal, wenn man sich begegnet.” Camille (Audrey Tautou) lebt direkt unterm Dach in einem kleinen zugigen Zimmer ohne Heizung. Die junge Frau ist eine begabte Zeichnerin, aber ihre Bilder sind nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Bevor Camille ihr geheimstes Vergnügen zu Geld macht, jobbt sie lieber in einer Putzkolonne und bleibt arm wie eine Kirchenmaus. Philibert (Laurent Stocker) wohnt im selben Haus. Allerdings in der riesigen Belle-Etage-Wohnung einer verstorbenen Verwandten. Der schüchterne Adelssprössling verkauft Postkarten im Museumsshop, weil er meint, sowieso für keinen Beruf eine Begabung zu haben. Als Camille an einer Lungenentzündung erkrankt, bringt Philibert sie in seiner Wohnung unter. Der Aufenthalt zieht sich in die Länge. Was Philiberts anderem Mitbewohner allmählich ganz gewaltig nervt.
Franck (Guillaume Canet) ist Koch. Den Berufsstress betäubt er mit flüchtigen Affären, lauter Musik und schlechter Laune. An arbeitsfreien Tagen besucht er seine Oma im Pflegeheim. Franck liebt Paulette (Francoise Bertin) über alles. Es tut ihm weh, die alte Frau im Heim zu sehen. Aber es gibt keine andere Lösung. Schließlich kann Paulette nicht auch noch zu Philibert ziehen. Oder doch?
Lass uns vögeln, saufen, spazieren gehen, Händchen halten, nimm mich zärtlich und lass mich über dich hinwegfegen, wenn du willst. Aber nicht verlieben. Bitte.” Drei Menschen prallen zufällig aufeinander. Sie beschnuppern, befetzen, beschimpfen, bekochen, betrinken und versöhnen sich. Sie lieben und hassen einander - und brauchen einige Zeit, bis sie begreifen, dass die Welt gemeinsam viel besser zu ertragen ist als allein.
Ein romantisches Märchen über das Leben und die Liebe. Mit Zusammen ist man weniger allein gelang der ehemaligen Lehrerin Anna Gavalda ein internationaler Erfolg, der sich auch in Österreich hartnäckig auf den Bestseller-Listen hält. ”Dieser Roman ist ein bisschen wie Die fabelhafte Welt der Amélie - nur noch schöner”, lobten die Medien gleich nach dem Erscheinen im Frühjahr 2005. Zur Kinoversion hält die Autorin Distanz. ”Für mich ist es so, dass ich den Film bereits gesehen habe - und dass er mir, so wie er ist, sehr gut gefällt. Ich muss ihn nicht auch noch auf der Leinwand sehen. Ich kenn ihn bereits aus meiner Fantasie.”

Credits

Titel Zusammen ist man weniger allein
Originaltitel Ensemble, c´est tout
Genre Drama
Land, Jahr Frankreich, 2007
Länge 97 Minuten
Regie Claude Berri
Drehbuch Claude Berri nach dem gleichnamigen Roman von Anna Gavalda
Kamera Agnès Godard
Schnitt Francois Gédegier
Musik Frédéric Botton
Produktion Nicole Firn
Darsteller Audrey Tautou, Guillaume Canet, Laurent Stocker, Francoise Bertin
Verleih Polyfilm

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Leider kein Vergleich zum Buch

Nachdem ich das Buch verschlungen habe, war ich nun gestern im Kino, um die Verfilmung zu sehen. Aundrey Tautou spricht ja schon für sich, dachte ich.

Die Kurzkritik von mir wäre: Wer das Buch nicht kennt, kann sich auf einen schönen, französischen Film einlassen, der Ähnlichkeit mit "Fabelhafte Welt der Amelie" hat, was Aufbau etc betrifft. Wer aber das Buch kennt, wird doch ziemlich enttäuscht sein.

Es ist wieder das leidige Thema Film-Buch: Der Film wurde ja großteils 1:1 vom Buch übernommen, nur mußte natürlich viele Szenen gekürzt oder weggelassen werden. Und hier beginnt der Streitpunkt.
Ganz anders ist z.B. Philibert im Film eingebracht worden - seine Übungen beim Logopäden - im Buch nie vorgekommen und eigentlich undenkbar; dafür fehlt bis auf ein oder zwei Szenen seine furchtbare Familie.
Auch Paulette (wirklich richtig schön alt und herrlich dargestellt) hatte im Buch natürlich mehr zu erzählen und warum man den Schluss mit ihr nicht so wie im Buch gemacht hat, verstehe ich nicht ganz.

Und dann noch Aundrey Tautou - irgendwie war ich nicht so recht überzeugt von ihr. Teilweise richtig - naja - "unschön" anzusehen, die Herzlichkeit des Buches fehlte im Film, immerhin: mager genug war sie ja.

Fazit - wie gesagt: Schöner Film mit berührenden Elementen, aber kein Vergleich zum Buch!

31. Oktober 2007
09:21 Uhr

von smilla

schöner, verträumter Film

Ich habe das Buch nicht gelesen, deswegen kann ich keinen Vergleich ziehen, aber ich fand den Film wirklich schön.
Ich finde Audrey Tautou sehr gut und auch in diesem Film fand ich sie wieder großartig.
Ich habe von dem Film nichts erwartet, wahrscheinlich bin ich deswegen begeistert.

28. Mai 2008
17:43 Uhr

von Knolli6

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.