Pool Party

Interview mit Salma HayekAdam Sandler zu Kindsköpfe

Am Luxus-Pool lässt sichs besonders gut Schmäh führen: Salma Hayekund Adam Sandler kriegten vom Kindsköpfe-Pointenduell am Beckenrand nicht genug und machten beim SKIP-Interview in Cancun gleich munter weiter.

SKIP: Adam, in Kindsköpfe versammeln Sie einen Star-Cast der Extraklasse. Wie haben Sie es geschafft, diese Leute alle zur selben Zeit an ein Set zu bringen?

Adam Sandler: Ich hab mich früh genug bei allen angemeldet, also haben sich alle diesen Sommer freigehalten. Und dann hab ich schnell das Drehbuch geschrieben, alle haben bis zu Drehbeginn brav ihre Textzeilen gelernt ...

Salma Hayek: Die wir dann gleich wieder vergessen durften, weil du inzwischen alles umgeschrieben hast (lacht).

Adam Sandler: Neinneinnein (lacht), es war ganz anders: Jeder hatte auf einmal eine ganz eigene Idee, wie welche Szene auszusehen hätte. Und ich hab dann einfach zu allem Ja gesagt (lacht).

SKIP: In Ihrem Film gehts um einen Haufen anscheinend erwachsener Leute, die sich plötzlich in ihre Kindheit zurückversetzt sehen. Wie viele Anleihen haben Sie aus Ihrer eigenen Kindheit genommen?

Adam Sandler: Jede Menge! Ich glaube, wir alle haben uns mit viel Freude ein paar Jahrzehnte zurückversetzt. Fiel uns auch nicht besonders schwer - kindisch sind wir ja sowieso immer.

SKIP: Und, was wollen Sie werden, wenn Sie erwachsen sind?

Adam Sandler: Das ist eine gute Frage (lacht). Ich glaube, ich möchte mal so werden wie mein Dad. So smart und so großzügig und so cool. Aber das schaffe ich nie (grinst).

SKIP: Und Sie, Salma?

Salma Hayek: Was wollen Sie nochmal wissen? Wie ich sein will, wenn ich erwachsen bin, oder wenn ich alt bin?

SKIP: Sie werden doch nie alt! Das ist unmöglich!

Salma Hayek: Hahaha, das wäre schön. Also wenn ich alt bin, möchte ich eine lustige, aktive und jugendliche Omi sein. Das wünsche ich mir. Und wenn ich erwachsen bin – nun, dann möchte ich endlich groß werden! (Salma misst gerade mal 1,55 Meter, Anm.)

SKIP: In Kindsköpfe gibts neben den vielen, vielen großartigen Witzen auch einen melancholischen Unterton: Die Eltern scheinen manchmal den Bezug zu ihren eigenen Kindern verloren zu haben. Sie sind beide Eltern - leben die Kinder heutzutage wirklich in einer anderen Welt als wir?

Adam Sandler: Ach nein, die Kids sind voll ok. Wenn die Kommunikation nicht funktioniert, dann ist das ausschließlich die Schuld der Eltern. Wenn die nicht verstehen wollen, was ihre Kinder beschäftigt, dann wird man einander fremd - das ist doch logisch. Meine Eltern haben damals über die Zeichentrick-Serien geschimpft, die wir uns stundenlang im Fernsehen reingezogen haben, und heute ist es halt das Internet. Ich versuche, meinen Kindern so viel wie möglich von dem näher zu bringen, was mich als Kind fasziniert hat. Und umgekehrt lass ich mich gern was erzählen.

Salma Hayek: Das ist sicher super - aber ich finde auch, dass es trotzdem wirklich, wirklich wichtig ist, unseren Kindern einen Bezug zur Natur zu vermitteln. Gerade in Zeiten wie diesen. Es ist eins der größten Geschenke, die wir unseren Kids machen können, wenn wir ihnen beibringen, die Natur zu lieben und sich drin wohlzufühlen - auch ohne Internet, Handy und Gamekonsole.

SKIP: Salma, wie sehr hat sich für Sie das Leben nach der Geburt Ihrer Tochter Valentina im Jahr 2007 verändert?

Salma Hayek: Nun, ich bin jetzt eine Mutter. Als junger Mensch hat man ja oft Schwierigkeiten damit, sich zu finden, zu definieren, wer und was man ist. Wenn man ein Kind hat, ist das plötzlich sonnenklar: Man ist Mutter. Das hat immer oberste Priorität. Alles andere muss sich dem unterordnen. Also hat sich mein Leben komplett verändert - auf die wunderbarste Weise, die ich mir vorstellen kann.

SKIP: Sind sie eine strenge oder eher lockere Mutti?

Salma Hayek: Bis zu einer gewissen Grenze extrem locker - und dann sehr streng!

Adam Sandler: Salma ist die liebevollste Mami, die man sich vorstellen kann. Sie hat Valentina fast immer dabei. Sogar während des Drehs hat sie sich oft unter Salmas Kleidern versteckt, ich glaube, ein paarmal sieht man sie sogar im Film (lacht).

Salma Hayek: Meine männlichen Kollegen hatten auch alle ihre Kinder mit am Set, und ihre Frauen - die passten dann, wenn die Kamera lief, auf die Kids auf. Ich dagegen lief immer zwischen den Takes zu meinem Trailer, sang schnell ein Schlaflied, und raste wieder zurück (lacht). Da wurde mir klar, was ich brauche: Eine Ehefrau!

Interview: Kurt Zechner / Juni 2010

0 Kommentare

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.