Gott am Land

Interview mit Luke Evans zu Immer Drama um Tamara

Oh My God: Zwischen zwei Film-Auftritten als griechischer Gott - erst war er Apollo, bald sehen wir ihn als Zeus - ging sich für den feschen Luke Evans noch eine bodenständige Hauptrolle in Stephen Frears neuestem Film aus.

SKIP: Wie ist das mit Ihnen und den griechischen Göttern? Zuletzt sahen wir Sie als Apollo in Kampf der Titanen, und gerade stehen Sie für Tarsem Singhs Immortals gar als Göttervater Zeus vor der Kamera.

Luke Evans: Wenn ich das wüsste (lacht). Es ist bizarr - aber ich fühle mich sehr geehrt. Nächste Woche drehen wir Immortals weiter, in Montreal. Mickey Rourke und Stephen Dorff sind auch dabei, lauter böse Buben (grinst). Und wenn ich mit denen fertig bin, gehts gleich weiter zu den Musketieren, wo ich es als Aramis mit Christoph Waltz als Richelieu zu tun bekomme.

SKIP: Wie war es, mit Stephen Frears zu arbeiten?

Luke Evans: Er ist kein Mann vieler Worte, das schätze ich sehr. Ich habe von ihm gelernt, dass man seine Meinung auch rüberbringen kann, ohne sie den ganzen Tag zu wiederholen. Und als Regisseur ist er sehr klug in der Art, seine Schauspieler zu leiten. Ein Traum. Das Lustige ist, dass Mein wunderbarer Waschsalon schon ganz früh einer meiner Lieblingsfilme war – ich bin erst Jahre später draufgekommen, dass der auch von ihm ist (lacht).

SKIP: Und wie lief es mit Gemma Arterton? Um sie reißen sich zur Zeit ja alle.

Luke Evans: Und das zu Recht! Es fiel mir wahrlich nicht schwer, mich vor der Kamera in sie zu verlieben. Sie arbeitet sehr hart - und ist verdammt gut. Ihr alle werdet noch viel von ihr hören, versprochen!

SKIP: In Tamara Drewe spielen Sie einen jungen Mann vom Lande - Sie sind in Wirklichkeit ja auch keine Großstadtpflanze, oder?

Luke Evans: Nein, ich komme aus Wales. Zum Glück ist mein Akzent nicht sehr stark. Und wie meine Filmfigur hab ich auch einen recht starken Working-Class-Background. Auch wenn ich heute so derart nobel angezogen bin (lacht). Der Anzug gehört aber gar nicht mir, irgendwelche netten Menschen von Salvatore Ferragamo haben ihn mir gegeben. Und nicht zurückverlangt! Ist das nicht ein toller Job (lacht)? Jedenfalls bin ich der Sohn eines Bauarbeiters und einer Putzfrau, und ich bin sehr stolz darauf.

SKIP: Was denken Ihre Eltern über Ihre Karriere?

Luke Evans: Sie habens, glaub ich, immer noch nicht ganz verarbeitet (grinst). Mein Vater ist extrem begeistert von dem, was da gerade passiert.

SKIP: Wann haben Sie sich eigentlich für die Schauspielerei entschieden?

Luke Evans: Ich habe immer schon gerne gesungen und gespielt, und mit 16 hab ich mir einen Job bei einer Bank gesucht und Schauspielstunden genommen. Nach sechs Monaten hab ich dann ein Stipendium bei einer Londoner Schauspielschule bekommen - und so gings los.

SKIP: Unter anderem spielten Sie auch mit Boy George in seinem autobiographischen Musical Taboo.

Luke Evans: Ja, ich hab sogar die Hauptrolle gespielt - Billy, einen jungen Fotografen, der in den Eighties nach London kommt und dort Boy George kennenlernt. Meine Figur war die normalste unter all den verrückten, exaltierten Charakteren - und dabei die einzige, die auf keiner realen Person basierte (lacht).

Interview: Kurt Zechner / Mai 2010

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