Let's Do It

Interview mit Anne Hathaway zu Love & Other Drugs - Nebenwirkung inklusive

Traumfrau statt Märchenprinzessin. Klug, sexy und schlagfertig raubt Anne Hathaway, 29, nicht nur Filmpartner Jake Gyllenhaal das Herz. Dabei tut sie sich gar nicht so leicht mit der Freizügigkeit, wie sie im SKIP-Exklusivtalk gestand.

SKIP: Ihre Filmfigur Maggie leidet an einer unheilbaren Krankheit - und geht sehr ungewöhnlich damit um. Wie würden Sie in dieser Situation reagieren?

Anne Hathaway: Ganz ehrlich: Ich habe nicht darüber nachgedacht. Das Leben konfrontiert einen sowieso mit genug Tragödien, und man macht es nicht besser, wenn man sich schlimme Dinge vorher auch noch genau ausmalt. Man lernt dadurch auch nicht, damit besser umzugehen. Ich verstehe aber, warum Maggie so handelt, und es hat mich zutiefst berührt.

SKIP: Diese Rolle zu spielen, war wohl eine extrem intensive Erfahrung …

Anne Hathaway: Total. Ich habe noch nie eine Figur gespielt, die so offen und unverkrampft mit ihrer Sexualität umgegangen ist. Ich selbst bin meist mit dem Kopf stärker als mit dem Körper (lacht).

SKIP: War es schwierig für Sie, die doch sehr freizügigen Nacktszenen zu machen?

Anne Hathaway: Naja, es ist schon seltsam, wenn man vor einem Haufen Fremder die Kleider runterlässt. „Guten Tag, mein Name ist Anne, und hier bin ich in voller Pracht!!“ (lacht). Man wäre ein Roboter, wenn man sich da nicht komisch fühlen würde. Aber man muss das nehmen wie ein Profi.

SKIP: Haben Sie sich da eigentlich irgendwie vertraglich abgesichert? Waren da auch Anwälte im Spiel?

Anne Hathaway: Na klar, das ist bei jedem Schauspieler so.

SKIP: Und wie läuft das ab?

Anne Hathaway: Nun, der Regisseur schickt den Anwälten eine Liste mit geplanten Einstellungen. Die Anwälte diskutieren das dann lang und breit miteinander und mit dem jeweiligen Schauspieler, und wenn alle zustimmen, wird das Ganze unterschrieben. In diesem Fall allerdings kamen Jake und ich uns überein, dass wir uns bei dieser Geschichte nicht von vorherbestimmten Details einengen lassen wollen. Also haben wir Regisseur Edward Zwick unser uneingeschränktes Vertrauen ausgesprochen. Er durfte uns filmen, wie er wollte – unter der Bedingung, dass wir dann auf die Nacktszenen den final cut kriegen, wofür er uns wiederum vertrauen musste, dass wir da nicht seine Vision zerstören würden. Und am Schluss gabs dann von keiner Seite irgendwelche Einsprüche, wir sind alle sehr happy mit dem Ergebnis.

SKIP: Mit diesem Film gelten Sie als eine der Favoritinnen für die kommende Oscar-Verleihung. Sie wurden ja schon für Rachels Hochzeit nominiert, was bedeutete das für Sie?

Anne Hathaway: Ich finde das soooo großartigl! Ich bin unglaublich stolz drauf. So cool! Mein Dad betont bei jeder Gelegenheit, dass ich die genau 200. Frau bin, die nominiert wurde. Und ich bin noch nicht mal 30! Und noch dazu hat mir das Ding einen Gastauftritt bei den Simpsons verschafft, das allein wars wert, ich bin ja ein totaler Fan.

Interview: Gini Brenner / November 2010

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