Cat People

Interview mit Antonio BanderasSalma Hayek zu Der gestiefelte Kater

Durchtriebener Kater trifft gewitzte Katze: Der gestiefelte Kater ist der insgesamt fünfte gemeinsame Film von Salma Hayek und Antonio Banderas, und mit Sicherheit der lustigste. Mittlerweile sind der hinreißende Spanier und die unvergleichliche Mexikanerin gute Freunde geworden - um so vergnüglicher war auch das Interview in Cannes.

SKIP: Nach Desperado, Frida, Spy Kids 3-D: Game Over und Irgendwann in Mexico ist das nun schon Ihre fünfte Zusammenarbeit …

Antonio Banderas: Und jetzt sogar in 3D! Dabei war Salma schon in 2D wunderschön, erst recht, wenn man sie sich in 3D vorgestellt hat (lacht).

Salma Hayek: Ohh, danke (lacht). Ja, ich finde auch, dass mir das 3D gut steht. Ich hatte noch nie so schöne Haare wie in diesem Film - und sogar noch mehr als in Frida!

SKIP: Antonio, was gefällt Ihnen an der Figur des gestiefelten Katers am besten?

Antonio Banderas: Dass ich die Art von Comedy machen kann, die ich wirklich gern habe. Als ich den Kater zum ersten Mal gesehen habe, war das auf Storyboard-Zeichnungen für Shrek 2, und er war so klein im Vergleich zu Shrek und Fiona. Und dann beschlossen wir, dass der gestiefelte Kater eine Stimme bekommen sollte, die überhaupt nicht zu seinem kleinen Körper passt. Nicht sanft und samtig, sondern grandios und laut und ernst. Wenn er sich in den Spiegel schauen würde, wäre er wohl selber überrascht, wie klein er in Wirklichkeit ist (lacht).

SKIP: Salma, was sagt Ihre Tochter Valentina (wurde am 21. September fünf Jahre alt, Anm.) denn über Ihre Rolle?

Salma Hayek: (lacht) Naja, als ich ihr sagen musste, dass ich mich in meinem neuen Film nicht wirklich in eine Katze verwandle, sondern "nur" eine Zeichentrickkatze mit meiner Stimme spricht, war sie anfangs ein wenig enttäuscht. Aber mittlerweile ist sie total begeistert.

SKIP: Antonio, auch Sie entwickeln sich langsam vom Liebling der Frauen zum Kinderstar …

Antonio Banderas: Ich habe kein Problem damit (lacht). Die Kids kennen sich ja meist ohnehin viel besser aus. In einem Supermarkt hat mich zum Beispiel neulich eine Frau erkannt und ganz aufgeregt zu ihrem etwa fünfjährigen Sohn gesagt: "Schau mal, das ist der gestiefelte Kater!!!" Und der Kleine drauf: "Aber geh, Mama, das ist doch Zorro."

SKIP: Sie beide sind in Hollywood zwei der erfolgreichsten Vertreter der Latino-Community …

Antonio Banderas: Das macht mich sehr stolz. Als ich in Hollywood angefangen habe, habe nie versucht so zu tun als wäre ich ein Durchschnittstyp aus Oklahoma, und ich habe es trotzdem geschafft. Glücklicherweise ist die spanische Community in den USA in den letzten Jahren explosionsartig gewachsen, und Hollywood, das ja immer eine Art Spiegel der Wirklichkeit ist, hat darauf reagiert. Es gibt mittlerweile sehr viele von "uns", wenn man das so nennen will, die in Hollywood arbeiten. Nicht nur Schauspieler - auch Regisseure, Autoren, Kameraleute ... Manchmal, wenn mich Leute nach meinem Erfolg als Spanier in Hollywood fragen, kommt es mir direkt komisch vor - denn die Frage impliziert, dass das Spanier sein eine Art Behinderung wäre, etwas, das weniger Wert ist als Amerikaner zu sein.

Salma Hayek: Als ich angefangen habe, waren spanische Rollen Mangelware. Mittlerweile können wir sogar Katzen spielen.

Antonio Banderas: Katzen waren früher prinzipiell britisch!

Salma Hayek: Dass wir in diesem Riesenfilm die Hauptrollen haben und auch viel von unserem kulturellen Background präsentieren können, ist das Resultat einer schönen Entwicklung.

Antonio Banderas: Als ich in die USA gekommen bin, konnte ich kein Wort Englisch. Und jetzt rufen sie mich an, damit ich eine Hauptrolle in einem Blockbuster spreche - das ist ziemlich unglaublich.

SKIP: Mögen Sie Katzen?

Salma Hayek: Ich liebe sie! Ich habe eine. Aber 10 Hunde, darunter ein Jack-Russell-Terrier, der ein bisschen so ist wie Antonios Kater: Er glaubt auch, dass er größer ist als die anderen Hunde.

Antonio Banderas: Ich habe auch Katzen. Und meine Schwiegermutter (Die Vögel-Star Tippi Hedren, Melanie Griffiths Mutter, Anm.) hat 72 Löwen. Auf einer Ranch, zwei Stunden nördlich von L. A. Ist das crazy oder was? Sie hatte auch zwei Elefanten, aber die sind inzwischen gestorben.

Interview: Kurt Zechner / Mai 2011

0 Kommentare

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.