Like a boyband, Oida!

Interview mit Michael EigenbauerPatrick LangeckerMichael MoltererPatrick Pichler zu Friday Night Horror

Wo sie erscheinen, ist die Party garantiert: Seit drei Jahren machen Molti, Spotzl, Pichla und Eigi quotenwirksam Diskotheken, Clubs und Mädelherzen unsicher. Ihren Höllentrip erleben die Feierwütigen jedoch in ihrem schaurig-lustigen Spielfilmdebüt Friday Night Horror. SKIP traf die Vier im Wiener Prater zwischen Geisterbahnen und Biergärten zum hochgeistigen Gespräch.

SKIP: Erst Saturday Night Fever, dann eure eigene CD, jetzt euer erster Film: Wie gehts euch damit?

Pichla: Voll geil. Besser kanns gar net rennen.

Spotzl: Innerhalb von drei Jahren von null zu einem Kinofilm: Da gibts nicht viele, die das von sich behaupten können. Und obwohl wir mit manchen Aktionen ziemlich ins Fettnäpfchen getreten sind, sind wir schon stolz darauf, was wir erreicht haben.

SKIP: Was war denn euer persönliches Partyhighlight bisher?

Molti: Die Finca auf Mallorca war schon sehr geil.

SKIP: Und was die Frauen angeht?

Spotzl: Geile Mädels gibts überall! Ganz egal, wo man is.

SKIP: Gabs denn auch mal Situationen in der Vergangenheit, in denen ihr eigentlich keine Lust auf Party hattet, aber dennoch musstet?

Spotzl: Ja, die gabs schon. Meistens, wenn wir auf zwei aufeinanderfolgenden Tagen gebucht werden, zwischendurch gar nicht schlafen und dann dennoch Vollgas geben müssen beim zweiten Auftritt, dann kann das schon ziemlich hart sein. Wenn das Publikum vor Ort aber lustig drauf ist, dann kommt die gute Laune ganz von alleine.

SKIP: Wie seid ihr dann zu Friday Night Horror gekommen?

Spotzl: Es gab ein großes Casting zu einem österreichischen Horrorfilm, und wir wurden auch eingeladen, da vorbeizuschauen. Es lief ziemlich gut, und die Produktionsfirma hat uns danach angeboten, dass sie den kompletten Horrorfilm auf uns umschreiben werden, was natürlich sehr geil war.

SKIP: Ihr spielt im Film zwar zum Großteil euch selbst, aber es gab natürlich auch ein Drehbuch und Dialoge zum Auswendiglernen. Wie war diese Umstellung für euch?

Pichla: Also ich hatte wirklich Angst am Anfang, dass es mit dem Text nicht hinhaut, weil da ja schon so ein Druck dahinter steckt, das gescheit zu machen.

Spotzl: Obwohl das ja eine Horrorkomödie ist und lustig sein soll, lachen wir selbst im Film kein einziges Mal. Es war ziemlich arg, ängstlich wirken zu müssen, obwohl die Szene eigentlich saulustig ist.

Molti: Und wir waren ja am Set kein einziges Mal betrunken (alle lachen)!

SKIP: Und wer hat den Text trotzdem am öftesten vergessen?

Pichla: Molti und Spotzl, ganz klar.

Spotzl: Bist deppat?

Pichla: Naja komm ... (lacht)

Spotzl: Na. Ich hab weniger Probleme mit dem Text gehabt als mitm ängstlich Schauen. Wenn irgendeiner von denen an Schaß macht, sich kaputtlacht und du musst ernsthaft schauen: Das war arg.

SKIP: Wobei empfindet ihr denn persönlich Horror?

Molti: Alimente (alle lachen).

Eigi: Na, bei mir sinds wohl Schlangen.

Molti: Ja, und vielleicht noch Höhenangst.

SKIP: Was nehmt ihr mit vom Dreh?

Spotzl: Wie schnell wir eigentlich mit den ganzen Leuten zusammengewachsen sind. Wir waren fast wie eine kleine Familie, sind sogar mit jemandem vom Team auf Urlaub gefahren, weil wir uns gut verstanden haben.

SKIP: Wie ist es denn unter euch, wenn ihr die ganze Zeit zusammenhängt: Gibts da auch Stress, und wie geht ihr damit um?

Eigi: Hin und wieder gibts mal nen Auszucker, aber eigentlich passen wir zusammen wie eine gute Boyband (alle lachen).

SKIP: Was war denn das Peinlichste, was euch am Set passiert ist?

Pichla: Wir sind bei einer Szene spät nachts zu viert im Auto gesessen und sollten gleich losdrehen. Als dann die Klappe kam … hab ich schon geschlafen (alle lachen).

Spotzl: Wir haben viele Nachtszenen gehabt, wo wir in fast völliger Dunkelheit durch den Wald gerannt sind und sich keiner ausgekannt hat, wos hingeht und was da jetzt vor uns ist. Einmal lag da nämlich dann ein etwas größerer Baum und wir haben uns dann alle auf die Goschen gelegt. Durch den Wald rennen war der pure Horror!

Molti: Und wir hatten einen sehr nachtaktiven "Fan".

SKIP: Und wer war das?

Molti: Ein ca. 70-jähriger Jogger der jede Nacht um Punkt 3 an unserem Set vorbeigelaufen ist. Zunächst hat er auch geglaubt, dass wir da einen Porno drehen. Manchmal sah das auch vielleicht wirklich so aus (alle lachen).

SKIP: Wie solls eigentlich bei euch weitergehen?

Pichla: Hollywood (alle lachen).

SKIP: Und da dann die ultimative Party?

Eigi: So wie wir fortgehen, würdens uns in Amerika sicher einsperren.

Interview: David Rams / September 2012

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