Finale grande

Interview mit Evan GoldbergSeth Rogen zu Das ist das Ende

Sie sind geradezu unheimlich unzertrennlich, und was sie zusammenhält, ist ein ausgesprochen kruder Sinn für Humor: Seth Rogen und Evan Goldberg gelten in Hollywood als der doppelte Gottseibeiuns des guten Geschmacks.

SKIP: Es gibt derzeit eine Menge Filme, in denen die Welt untergeht. Liegt das in der Luft?

Seth Rogen: Ach, als wir Teenager waren, gab es Independence Day und davor Omega Man und so weiter. Apokalyptische Filme gibt es schon ewig, und wir arbeiten an dieser Idee auch schon ewig - genauer sieben Jahre. Dass der Film genau jetzt fertig wird, wo das Ende der Welt so trendy ist, ist echt ein Zufall.

SKIP: Ihr habt hier alle möglichen Schauspielkollegen versammelt, die schreckliche Versionen von sich selbst spielen - hat sich irgend jemand dagegen gewehrt?

Evan Goldberg: Im Gegenteil, die hatten alle großen Spaß dabei. Und wir haben ja niemandem eine Figur aufs Auge gedrückt, wir haben uns mit jedem hingesetzt und gemeinsam Ideen gesammelt und Notizen gemacht.

Seth Rogen: Es war verrückt, jeder spielt eine so verdrehte Version von sich selbst und untergräbt damit komplett, wie er oder sie auf der Leinwand oder in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Und es war keiner schüchtern, alle sind eher noch weiter gegangen als wir vorgeschlagen haben.

SKIP: Das Filmbusiness ruiniert ja bekannterweise die besten Freundschaften. Wie kommt es, dass ihr beide seit so vielen Jahren zusammenarbeiten könnt?

Evan Goldberg: Ach, wir teilen das gleiche Bett, und wir gehen niemals zornig schlafen (grinst). Aber im Ernst, wir sind ein Team seit wir 13 sind, und ganz ehrlich: Jede Art von Streit, die man in einer Arbeitsbeziehung haben kann, hatten wir spätestens mit 16 abgehakt.

Seth Rogen: Und mittlerweile kann ich gar nicht mehr ohne ihn. Ich könnte ihn nicht verlassen, selbst wenn ich wollte. Ich kann nicht!

SKIP: Diesmal teilt ihr euch aber sogar den Regiesessel. Habt ihr auch gemeinsame Regie-Idole, von denen ihr euch Ideen für den Film ausgeborgt habt?

Seth Rogen: "Ausgeborgt" ist wohl die nette Interpretation (grinst).

Evan Goldberg: Im Grunde hatten wir keine einzige eigene Idee bei dem Film. Ganz offensichtlich sind die Coen Brothers eine große Sache für uns …

Seth Rogen: Und Quentin Tarantino. Und Francis Ford Coppola. Wir haben uns immer wieder Apocalypse Now angeschaut während der Vorbereitung, weil es da auch um eine kleine Gruppe von Typen geht, die an einem Ort festsitzen, während der Wahnsinn rund um sie losbricht. Aber wir sind auch Fans von Wes Anderson, Woody Allen natürlich. Kann sein, dass du da Zitate findest.

Evan Goldberg: Und natürlich Judd Apatow. Wir klauen natürlich am liebsten von den Leuten, mit denen wir schon gearbeitet haben (lacht).

Interview: Kurt Zechner / April 2013

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