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Interview mit Shailene Woodley zu Die Bestimmung - Divergent

Der sechswöchige Promo-Marathon für den SciFi-Hit Die Bestimmung - Divergent hat bei Shailene Woodley Spuren hinterlassen. Erkältet und erschöpft, aber trotzdem unvermindert reflektiert, plauderte der 22-jährige Shooting Star in Berlin über seine Ängste, die Zukunft der Menschheit und unvermeidliche Vergleiche mit Jennifer Lawrence.

SKIP: Man hört, dass du anfangs ein wenig skeptisch warst, ob du die Rolle der Tris annehmen sollst. Was hat dich letztlich dazu bewogen?

Shailene Woodley: Man weiß im vorhinein ja nie, was einen bei solchen langfristig angelegten Film-Franchises erwartet. Ich habe mir so etwas für mich nie vorstellen können. Nach Unterhaltungen mit einigen meiner Mentoren, bin zum Schluss gekommen, dass ich diese Entscheidung auf der Basis von künstlerischer Entwicklung treffen sollte und nicht aus Angst.

SKIP: Weil du von Ängsten sprichst - die spielen in Die Bestimmung - Divergent ja auch eine große Rolle. Deine Figur muss zum Beispiel eine Simulation mit ihren größten Ängsten bestehen. Welche wären das bei dir?

Shailene Woodley: Ich habe panische Angst vorm Weltall. Und davor, komplett unter Wasser zu sein. Zum Glück sind das Ängste, denen ich mich nicht so oft stellen muss!

SKIP: Was ist deiner Meinung nach die zentrale Botschaft, die der Film transportiert?

Shailene Woodley: Für mich ist die Hauptbotschaft, dass man sich als Einzelner vom Druck der Gesellschaft lösen und auf seine Intuitionen und Instinkte hören sollte.

SKIP: Wie hast du dich auf die körperlich anspruchsvollen Dreharbeiten vorbereitet?

Shailene Woodley: Ich hatte einen Monat lang wirklich hartes Training. Da war alles mögliche dabei: Basis-Fitness-Programme, aber auch Kampfsport und solche Sachen.

SKIP: Du hast vorhin von Mentoren gesprochen. Wen zählst du dazu?

Shailene Woodley: Was das Schauspiel betrifft, sind das für mich George Clooney, Laura Dern und Kate Winslet.

SKIP: Wie war es, mit Kate Winslet zusammenzuarbeiten?

Shailene Woodley: Es war fantastisch. Kate ist nicht nur eine unglaubliche Schauspielerin, sondern auch ein unglaublicher Mensch. Sie ist klug und lustig und genießt das Leben, sie ist eine Optimistin.

SKIP: Wie ist das bei dir, ist deine Sicht auf die Zukunft der Menschheit grundsätzlich eine optimistische?

Shailene Woodley: Ich habe schon eine optimistische Sicht auf die Zukunft, denke aber, dass viel gemacht werden muss, damit sich die auch erfüllt. Wir können die Meere und den Planeten nicht retten, wenn wir davor nicht an uns selbst arbeiten - weil wir einfach ein Teil der Natur sind.

SKIP: Warum, denkst du, sind viele der derzeit so erfolgreichen sogenannten Young-Adult-Romane, zu denen man auch Die Bestimmung - Divergent zählen kann, denn in einer so dystopischen Zukunft angesiedelt?

Shailene Woodley: Das fragt man mich öfter. Ich weiß es nicht. Vielleicht weil es gar nicht viel brauchen würde, damit sich die Welt in eine solche Richtung entwickelt.

SKIP: Zwischen deinem Co-Star Theo James und dir herrscht eine gute Chemie auf der Leinwand. War die von vornherein da oder musstet ihr beide euch die erst erarbeiten?

Shailene Woodley: Wir haben da jetzt nicht richtig dran "gearbeitet", aber es musste sich schon etwas entwickeln. Zum Glück haben wir die Szenen in der chronologischen Reihenfolge gedreht - Theo und ich konnten uns also kennenlernen, ganz so wie unsere Charaktere das ja auch tun.

SKIP: Dir steht nun wahrscheinlich ein Leben im Rampenlicht bevor, das mit einer Rolle in einem populären Film-Franchise gemeinhin einhergeht. Bist du darauf vorbereitet?

Shailene Woodley: Ach, da sollte man gar nicht zu viel drüber nachdenken, sonst wird man noch verrückt. Ich versuche einfach, emotional gefestigt zu bleiben.

SKIP: Du wirst von den Medien gern als "die neue Jennifer Lawrence" bezeichnet. Stört dich das? Kennst du sie?

Shailene Woodley: Ich kenne Jen nicht. Aber ich habe ihr vorm Dreh von Die Bestimmung - Divergent einmal ein E-Mail geschrieben und sie gefragt, wie sich The Hunger Games auf sie ausgewirkt hat. Getroffen haben wir uns aber nie. Und die Vergleiche stören mich nicht, die sind quasi unvermeidlich. Jen ist eine starke Frau, daher macht es mir nichts aus, wenn man mich mit ihr vergleicht.

Interview: Christoph Prenner / April 2014

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