Party of two

Interview mit Zac EfronSeth Rogen zu Bad Neighbors

In Bad Neighbors spielen Seth Rogen und Zac Efron zwei Nachbarn im heftigen Kleinkrieg - beim SKIP-Interview in Berlin dagegen waren sich die beiden Scherzkekse fast verdächtig einig, vor allem was das Partymachen betrifft.

SKIP: In Bad Neighbors seid ihr beide keine Kinder von Traurigkeit. Was könnt ihr mir über die wildeste Party erzählen, bei der ihr selber je wart?

Zac Efron: Nicht viel natürlich (lacht).

Seth Rogen: Bei mir war da wohl einiges. Ich hab vor kurzem eine Halloween-Party gegeben, die völlig entglitten ist. Da waren wirklich hunderte Leute in meinem Haus. Und irgendwann hörte ich so einen besoffenen Vollkoffer sagen: "Schau mal, sogar Seth Rogen ist da!" Klar, ich wohne hier! Da wusste ich, diese Party ist definitiv zu groß geworden (lacht). Heuer hab ich eine Neujahrsparty gegeben, die war immer noch groß genug, dass einige Leute die ich gar nicht kannte, versucht haben, sich reinzuschmuggeln. Die hab ich dann eigenhändig rausgeschmissen.

SKIP: Mit oder ohne Cops?

Seth Rogen: Ohne, die habe ich da nicht gebraucht. Aber kürzlich war ich mal im Haus meines Freundes und Kollegen Evan Goldberg, und da hat jemand wegen uns die Polizei geholt, weil wir einfach wieder mal zu laut waren (lacht).

Zac Efron: Ah, ich erinnere mich doch an was: Vor ein paar Jahren war ich bei einer großen Party, im Garten von Miles Teller, der gerade mit mir in Für immer Single? im Kino ist. Zunächst war es einfach nur chillig, so wie wenn halt ein paar Buddies gemeinsam abhängen. Aber irgendwann sind auf einmal ein paar Rapper aufgetaucht ...

Seth Rogen: Oh nein!

Zac Efron: ... ja, wirklich coole Leute mit eigener Posse und so. Und schwupps, war da ein Riesenlagerfeuer im Garten. Und dann ... Ende der Geschichte (lacht).

SKIP: Hattet ihr auch schon mal einen richtig fürchterlichen Nachbarn?

Seth Rogen: Also, als ich jünger war, habe ich mit Martin Starr zusammen gewohnt ... Läuft bei euch die HBO-Serie Silicon Valley? Da spielt er jedenfalls mit. Wir waren 18 und haben uns eine Bude geteilt in so einem großen Apartment-Komplex, und unser unmittelbarer Nachbar hat uns wirklich gehasst. Andauernd hat er die Security angerufen. Mindestens einmal am Tag. Also haben wir uns irgendwann Cheeseburger besorgt und die in seinen Briefkastenschlitz gestopft. Die sind bei ihm schön mitten im Wohnzimmer gelandet (lacht). Das war unsere ekelhafte Rache.

SKIP: Seth, ich war sehr beeindruckt, wie real deine Airbag-Stunts im Film aussehen, mit denen dich Zac mehrmals bei gemeinen Streichen an den Plafond befördert. Wie habt ihr das so realistisch hingekriegt?

Seth Rogen: Die sehen geil aus, nicht? Aber das ist ein sehr einfacher Effekt, man nennt den "Split". Man filmt mich, wie ich mich niedersetze, da hält man an, lässt die Kamera genau in der Position, ersetzt mich durch einen Dummy. Dann knallt man den Dummy in die Luft, stoppt die Kamera dort, wo der Dummy landet und bringt mich dann genau in dieselbe Position. Das wird seit Charlie Chaplin so gemacht, also seit 100 Jahren, und es klappt immer noch gut.

Zac Efron: Also, du hast es ihm tatsächlich abgekauft, dass er da in die Luft fliegt?

SKIP: Naja, fast. Wie war es eigentlich mit den Babies (die Baby-Rolle wurde von einem Zwillingspaar geteilt, Anm.) am Set? Gabs da gar keine Probleme mit den strengen Vorschriften? Immerhin flucht ihr ja nicht wirklich jugendfrei …

Seth Rogen: Ihr Dad war mit am Set und hat immer aufgepasst. Der war wirklich cool. Außerdem waren sie eh noch viel zu jung, um zu checken, was dort abgeht, die konnten ja noch nicht mal reden. Sie waren jedenfalls immer happy, man hatte wirklich den Eindruck, sie hatten Spaß mit uns. Und die ganze Crew hat sie natürlich sowieso vergöttert. Jeder hatte immer einen großen Grinser im Gesicht, wenn sie da waren. 

Zac Efron: Es endete eigentlich mit einer der anschaulichsten Demonstrationen aller Zeiten, um zu zeigen, wie unschuldig ein Mensch seine Existenz beginnt und wie übel das dann endet.

Seth Rogen: Genau! Es gab wirklich Tage, wo wir uns gedacht haben: "Mann, ich kann einfach nicht glauben, dass wir hier echt ein Baby dabeihaben!" Aber in Wirklichkeit machte es das alles noch lustiger.

Zac Efron: Bei einer dieser verrückten Party-Szenen mussten wir uns auch ausziehen und wirklich sehr verruchte Sachen machen. Und dann habe ich irgendwann versehentlich aus dem Fenster geschaut, und da saß Zac mit dem Baby. Und ich dachte mir nur "Oh mein Gott, was ist nur aus uns geworden?" (lacht)

Seth Rogen: Genau, und das ist im Grunde das Motto dieses ganzen verdammten Films.

Interview: Kurt Zechner / April 2014

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