Hart im Kommen

Interview mit Kevin Hart zu Die Trauzeugen AG

In den USA ist der Comedian längst ein Superstar, mit Filmen wie Die Trauzeugen AG erobert er nun auch diesseits des großen Teichs ein immer größeres Fanpublikum. SKIP hat Kevin Hart zum gut gelaunten Exklusiv-Talk getroffen.

SKIP: Waren Sie selber eigentlich schon mal Trauzeuge?

Kevin Hart: Ja, zweimal. Und beim ersten Mal ist es total danebengegangen. Vor allem deshalb, weil mir niemand erklärt hat, was genau von mir erwartet wird - z. B., dass es mein Job gewesen wäre, den Polterabend zu organisieren. Das wusste ich nicht. Wir waren nur essen, und dann haben mich alle erwartungsvoll angeschaut: "Was passiert jetzt?" Und ich darauf: "Äh, keine Ahnung?!?" (lacht). Beim zweiten Mal war ich dann schon besser organisiert. Aber beide Male wars jedenfalls deutlich undramatischer als im Film!

SKIP: Sie kommen ja aus der Stand-up-Comedy-Szene. Ist es schwierig, Witze aus einem Drehbuch, das jemand anderer geschrieben hat, auch beim x-ten Take noch spontan wirken zu lassen?

Kevin Hart: Genau deshalb steh ich aufs Improvisieren! Was man da alles mit dem Material machen kann, ist echt aufregend. Und ich bin wirklich stolz darauf, dass ich da auch ziemlich gut darin bin, wie ich finde.

SKIP: Haben Sie bei Die Trauzeugen AG auch viel improvisieren können?

Kevin Hart: Ja, sehr viel sogar. Das wars auch, was mir an der Zusammenarbeit mit meinem Schauspielkollegen Josh Gad so gefallen hat: Er ist klug und witzig und kann echt aus jeder Szene etwas ganz Besonderes machen.

SKIP: Vor Die Trauzeugen AG haben Sie mit Ice Cube die Buddy-Comedy Ride Along gemacht und jetzt gerade mit Will Ferrell Der Knastcoach gedreht - das Genre der Männerfreundschafts-Komödien scheint Ihnen zu liegen.

Kevin Hart: Ja, es hat bisher für mich immer gut funktioniert. Und es kommt total auf die Chemie zwischen den Buddies an: Wenn man den richtigen Partner hat, kann da was absolut Großartiges dabei herauskommen. Bei der Arbeit an diesem Film sind Josh und ich wirklich Freunde geworden, und ich finde, das merkt man auch auf der Leinwand. Wir hatten wirklich einen Heidenspaß beim Dreh.

SKIP: Sie werden demnächst mit dem britischen Schauspielstar Colin Firth drehen, und zwar schon wieder eine Buddy-Comedy …

Kevin Hart: Ja, stimmt, und nicht irgendeine (lacht). Wir machen ein Remake dieses unglaublich erfolgreichen französischen Films Ziemlich beste Freunde mit François Cluzet als reichem Mann im Rollstuhl und Omar Sy als seinem Pfleger. Ich werde, wie Sie sich wahrscheinlich schon gedacht haben, die Rolle von Omar Sy übernehmen - und ich freue mich schon total drauf.

SKIP: Stimmt es eigentlich, dass Sie früher mal als Schuhverkäufer gearbeitet haben? Und haben Sie da viel für Ihren Job als Schauspieler und Komiker gelernt?

Kevin Hart: Nein, ganz sicher nicht (lacht). Aber ich kann ihnen alles über Sneakers erzählen, was Sie wissen wollen. Mit Sneakers kenn ich mich wirklich aus.

Interview: Kurt Zechner / Dezember 2014

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