Never Game Over

Interview mit Peter DinklageJosh GadKevin JamesMichelle MonaghanAdam Sandler zu Pixels

Die Welt ist gerettet, jetzt müssen ganz dringend wieder Witze gerissen werden. Am schönen Strand von Cancun machte das » "Pixels"-Team ausgelassen Party – und dazwischen ging sich natürlich auch ein ausgedehntes SKIP-Interview aus. Als Bonusrunde, sozusagen.

SKIP: Welche Videogames habt ihr eigentlich gern gespielt, als ihr jünger wart? Dieselben wie im Film?

Adam Sandler: Oh ja, ich hab die alle geliebt. Aber mein absolutes Lieblingsgame war Galaxian. Dabei hab ich mit Abstand am meisten Kleingeld verzockt, wann immer ich einen Automat gesehen habe, hab ich alles gemacht, um meinen Eltern ein paar Münzen rauszulocken. Und wenn Sie wissen wollen, was mein Highscore war – nun, da gibts dieses Buch namens „Guinness ...“ (lacht).

Kevin James: Ich habe auch die Klassiker gespielt. Pac-Man vor allem. Aber mir gings gar nicht so sehr um die Games selber, sondern mehr um den Event: Für mich als Teenager fühlte sich die Automatenhalle wie ein Nachtclub an. Es gab Musik, es gab Mädchen – und man musste versuchen, mit wenig Geld möglichst lang auszukommen (lacht). Ich war aber nie gut genug für einen Highscore.

Michelle Monaghan: Ich habe gern Pac-Man gespielt, und ich war auch ziemlich gut. Und ich durfte meine Initialen durchaus ein paarmal in der Highscore-Liste des Automaten eingeben. Unlängst hab ich das auch ganz stolz jemandem erzählt – und bin dann draufgekommen, dass das vielleicht doch gar nicht sooo toll war. Ich bin nämlich in einem Dorf mit 700 Einwohnern aufgewachsen. Die Chance auf einen Highscore war also recht groß, ich hatte eher wenig Konkurrenz.

Adam Sandler: Besser als 699 Omis und Opis, das ist doch was (lacht).


SKIP: Und heute? Zocken Sie immer noch gern?

Adam Sandler: Ja, und immer noch die gleichen Games aus den 80ern (lacht). Bei denen fühle ich mich wohl. Ich kann nicht so gut mit neuen Sachen umgehen. Mit meinen Kids spiel ich hin und wieder Minion Rush, da muss man nur das iPhone nach links oder rechts kippen, das schaffe ich gerade noch. Josh ist da eher der Experte.

Josh Gad: Ja, ich spiele die neuen Sachen sehr gerne. Seit ich Vater geworden bin, habe ich mit der Hardcore-Zockerei aufgehört, aber ich genieße es immer noch sehr. Auch wenn ich sagen muss, dass Games wie Tetris und Pac-Man von ihrer Faszination und Genialität bis heute unerreicht sind.

Michelle Monaghan: Ich spiele Angry Birds!!!

Josh Gad: Ha, Angry Birds, großartig. Und der Film wird noch besser. Und das sage ich nicht nur, weil Peter und ich da mitmachen.


SKIP: Können eure Kinder eigentlich mit den Games, die in Pixels vorkommen, noch was anfangen?

Adam Sandler: Ja, es ist wirklich faszinierend. Meine Kids und deren Freunde wissen alle ganz genau, wer Pac-Man ist oder Donkey Kong. Nach den Testscreenings von Pixels haben wir das Publikum einen kleinen Fragebogen ausfüllen lassen, und die einzige Frage, die alle, ohne Ausnahme, quer durch Altersgruppe und Sozialstatus mit „Ja“ beantwortet haben, war: „Kennen Sie Pac-Man“? Jedes Kind, jede Oma weiß, wer das ist.
Peter Dinklage: Meine Tochter ist 3 und steht auf Call of Duty.

Josh Gad: Modern Warfare, hm?

Peter Dinklage: Ja, sie findet, dass das ein gutes Training ist für die Welt da draußen. Der Kindergarten ist ein hartes Pflaster!


SKIP: Wie war eigentlich der Dreh? Es kann ja nicht immer einfach gewesen zu sein, zwischen den virtuellen Spielfiguren herumzuhüpfen.

Michelle Monaghan: Furchtbar anstrengend. Das lag vor allem an diesem Anzug.

Kevin James: Ja, der war schrecklich unbequem. Hat überall gedrückt und gezwickt. Besonders wenn wir bei manchen Szenen an Drahtseilen hingen.

Peter Dinklage: Bei mir brauchte nur die Frisur Drahtseile.


SKIP: Ihre Filmfrisur ist wirklich bemerkenswert und sehr 80s-originalgetreu. Wie waren Sie selbst denn damals so gestylt?

Peter Dinklage: Ich trug damals gern schimmernde Jogginghosen, und dazu ein schwarzes Samtcape. Wirklich wahr! Das war die Zeit, in der ich nicht mit sehr vielen Menschen Kontakt hatte (lacht).

Michelle Monaghan: Ich stand auf Steghosen, die mit dem Gummi unterm Fuß. Und auf Dauerwellen. Brr.

Kevin James: Ich hatte Hosen wie MC Hammer. So überweite, wie er sie im Video von U Can’t Touch This getragen hat. Ich passe da heut noch rein! Allerdings sind sie jetzt nicht mehr überweit, sondern passen genau (lacht).

Josh Gad: Ich trug in den 80ern Windeln. Und einen Strampelanzug, auf dem stand „Ich gehöre Mami“. Aber ich bin ja auch das Baby hier, der einzige unter 35.


SKIP: Peter, war diese Komödie eigentlich eine schöne Abwechslung zu ihrer Rolle in Game of Thrones?

Peter Dinklage: Schon. Ich mache GoT ja jetzt schon fünf oder sechs Jahre lang, und die Rolle dort ist schon recht ernsthaft. Wahrscheinlich gerade deshalb bekomme ich zur Zeit jede Menge Angebote für ganz ähnliche Rollen – und ich hab mittlerweile echt genug Blut in meinem Leben (lacht). Pixels war da wirklich ein Lichtblick.

Michelle Monaghan: Aber geh, du wolltest doch nur eine Ausrede für diesen unglaublichen Vokuhila.

Peter Dinklage: Ja, es geht doch bei jeder Rolle immer nur um die Frisur, oder? (grinst)

Interview: Kurt Zechner / Juli 2015

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