Ciao Mamma!

Interview mit Gianni Di Gregorio zu Buoni a nulla

Wenn der Amtsschimmel wiehert. dann muss sogar Mutti schweigen: Im Interview zu Buoni a nulla erzählt der Schauspieler und Filmemacher von der Inspiration zu seinem neuen Film.

SKIP: Stimmt es, dass Sie die Idee zu Buoni a nulla in Wien entwickelt haben?

Gianni Di Gregorio: Ja, das stimmt! Und Schuld daran ist sogar eine Journalistin von Ihrem Magazin! Ich war ja vor ein paar Jahren für Interviews zu Gianni und die Frauen hier in Wien, und Ihre Kollegin hat mich damals gefragt, warum ich immer Filme über meine Mutter mache. Und ob ich nicht mal einen richtig bösen Kerl schreiben und spielen will. Tja, und das hat mich wirklich beschäftigt, und jetzt habe ich es tatsächlich realisiert.

SKIP: Naja, aber einen richtig bösen Typen spielen Sie ja nicht wirklich ...

Gianni Di Gregorio: Finden Sie? Also für mich geht es nicht viel böser (lacht). Er traut sich, nein zu sagen, und er bringt sogar seinen Kollegen dazu, Dinge zu tun, die er sich vorher nicht getraut hätte. Also ehrlich, viel böser kann ich nicht.

SKIP: Ihr Film porträtiert wundervoll die sozialen Mechanismen des Bürolebens. Woher kennen Sie das so genau?

Gianni Di Gregorio: Ich selber habe das glücklicherweise nie miterlebt, ich bin ja ein Kreativer, also in dieser Hinsicht privilegiert (lacht). Aber ich habe Freunde, die im Büro arbeiten, die haben mir so viele Geschichten erzählt. Und ich habe ein Stammcafé, das viele Beamte frequentieren. Die habe ich auch, so gut es ging, ausgefragt. Und sehr viele Dialoge aus dem Film stammen ziemlich direkt aus diesen Gesprächen. Was die mir erzählt haben, war oft so absurd, das hätte ich mir gar nicht ausdenken können.

Interview: Gini Brenner / August 2015

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