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Interview mit Léa Seydoux zu Spectre

In Spectre hat Léa (Lourdes, Blau ist eine warme Farbe), in Frankreich längst ein Star, ihren ersten ganz großen internationalen Blockbuster-Auftritt. SKIP traf sie am Set in den Tiroler Bergen.

SKIP: Was war Ihre erste Reaktion, als Sie diese Rolle angeboten bekamen?

LÉA SEYDOUX: Es war ja nicht so, dass von Anfang an klar war, dass ich die Rolle wirklich bekomme. Ich habe mich mit Regisseur Sam Mendes zum ersten Mal viele Monate vor Drehbeginn getroffen, da hat er mich erst mal abgecheckt, und dann hieß es warten. Irgendwann fiel aber dann doch eine Entscheidung, und als ich erfuhr, dass ich dabei bin, konnte ich es erst mal nicht glauben. Richtig kapiert habe ich es dann erst, als ich zum ersten Mal am Set stand.

SKIP: Welche war denn Ihre liebste Actionszene in Spectre?

LÉA SEYDOUX: Gleich meine erste. Und das sage ich nicht nur, weil wir die hier in Österreich gedreht haben (lacht), die ist wirklich cool. Da sitze ich als unfreiwillige Beifahrerin in einem Auto, mit dem einer der Bösen einen Unfall baut – und James Bond rettet mich aus dem brennenden Wrack. So lernen wir uns im Film kennen.

SKIP: Sie sind mit französischem Arthouse-Kino berühmt geworden. Wie fühlt es sich nun für Sie an, bei so einer Hollywood-Megaproduktion dabei zu sein?

LÉA SEYDOUX: Ich bin sehr, sehr glücklich darüber und finde das alles extrem aufregend. Ich glaube, einmal in einem Bond-Film mitzumachen, ist einer der großen Träume eines jeden Schauspielers.

SKIP: Was bedeutet für Sie Heldentum?

LÉA SEYDOUX: Ein Held ist jemand mit einem guten Herzen.

SKIP: Hat James Bond ein gutes Herz?

LÉA SEYDOUX: Gute Frage (lacht). Er hat ein Herz, sagen wir es einmal so.

SKIP: Sie kommen aus einer Familie, in der Filmemachen immer im Zentrum stand: u.a. ist Ihr Großvater einer von Frankreichs größten Filmproduzenten. War es für Sie als Kind schon klar, dass Sie da auch mal landen würden?

LÉA SEYDOUX: Nein, gar nicht. Mein Großvater war zwar Produzent, meine Eltern haben sich aber nur am Rande damit beschäftigt. Ich wollte eigentlich Opernsängerin werden. Es war eher Zufall, dass ich dann doch beim Film gelandet bin.

SKIP: Welcher Zufall war das?

LÉA SEYDOUX: Ich habe einen Schauspieler kennengelernt und fand sein Leben toll. Ich wollte so leben wie er! Ich wollte immer frei sein, und als Schauspieler hat man viele Freiheiten. Und dann habe ich einen anderen Schauspieler kennengelernt und mich verliebt und fand alles großartig, was er tat (lacht). Er war so wunderbar und wunderschön, aber völlig unerreichbar. Also habe ich mir gedacht: Ich will berühmt werden, damit er mich wahrnimmt!

SKIP: Und, hat er inzwischen?

LÉA SEYDOUX: Das verrate ich nicht (lacht).

Interview: Gini Brenner / Oktober 2015

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