Kleine Königin

Interview mit Mackenzie Foy zu Der kleine Prinz

Schon in ihren ersten großen Kinorollen in Die Twilight Saga: Breaking Dawn und Interstellar machte Mackenzie gehörig Wind. In Der kleine Prinz beeindruckt sie mit ihrer Stimme – doch in Wirklichkeit will sie hinter die Kamera!

SKIP: Kanntest du das Buch vom Kleinen Prinz, bevor du diese Rolle angenommen hast?

MACKENZIE FOY: Ja, wir haben es in der Schule durchgenommen. Ich habe es sehr gerne gelesen. Ich finde die Aussage sehr schön, dass die wichtigen Dinge an einem Menschen die Seele und der Charakter sind, und nicht, wie man ausschaut oder wie reich man ist.

SKIP: Das Mädchen, dem du im Film die Stimme gibst, lebt in einer Welt, in der nur die Leistung zählt …

MACKENZIE FOY: Ja, genau. Obwohl, ihre Mutter liebt sie wirklich sehr, sie will, dass sie ein perfektes Leben hat. Aber genau das ist ein wichtiger Teil des Lebens: Es ist halt nicht alles perfekt. Wir machen Fehler, es passieren kleine und große Unglücke.

SKIP: Das Mädchen soll sich ja an jedem Tag an einen ganz genauen Stundenplan halten. Hast du jemals selber so einen Leistungsdruck erlebt?

MACKENZIE FOY: Wenn man einen Film macht, gibt’s natürlich schon auch genaue Ablaufpläne, an die man sich halten muss. Aber die sind nicht so eng, da bleibt dazwischen auch noch Zeit für was anderes.

SKIP: Aber du gehst ja auch noch zur Schule, oder?

MACKENZIE FOY: Wenn ich drehe, dann habe ich jeden Tag drei Stunden lang Unterricht. Ich nehme alle meine Bücher ans Set mit und hab einen eigenen Lehrer.

SKIP: Du hast schon sehr früh mit der Schauspielerei angefangen, nicht wahr?

MACKENZIE FOY: Ja, mit acht! Aber mich hat dieses Gefühl, dass man jemand anderer sein kann, dass man in jede Rolle schlüpfen kann, die man will, schon fasziniert seit ich denken kann. Ich will auch nach der Highschool unbedingt auf die Filmschule. Ich möchte Kameraführung lernen, und wenn alles gut geht, später mal Regisseurin werden.

SKIP: Nicht Schauspielerin?

MACKENZIE FOY: Regie war immer meine erste Wahl. Mein erster Kinofilm war Die Twilight Saga: Breaking Dawn, ich war elf Jahre alt, als wir gedreht haben. Und als ich Bill Condon bei der Arbeit zugesehen habe, wusste ich: Das ist es. Das will ich den Rest meines Lebens machen.

SKIP: Was findest du daran so faszinierend?

MACKENZIE FOY: Dass ich das, was ich in meinem Kopf sehe, umsetzen kann, ganz genauso, wie ich es mir vorstelle. Jedes Detail davon. Das ist, wie wenn man einen Tagtraum wahr machen kann!

SKIP: Und wenn es doch nichts werden sollte mit der Karriere als Regisseurin?

MACKENZIE FOY: Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht (lacht). Aber ich gehe sowieso davon aus, dass ich im Laufe der Jahre irgendwann mal jobben gehen muss, um die Miete zu bezahlen. Dann würde ich am liebsten in einer Buchhandlung arbeiten. Oder als Pferdetrainerin (lacht).

Interview: Kurt Zechner / November 2015

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