Nicht für die Fische

Interview mit Blake Lively zu The Shallows - Gefahr aus der Tiefe

Fesch, talentiert und sicher in der Rollenwahl – so wurde Blake Lively stetig und unaufhaltsam zum Superstar. In The Shallows – Gefahr aus der Tiefe hat sie nun ihren Paradeauftritt als unfreiwilliger Hai-Köder.

SKIP: Wie groß war die Herausforderung, einen ganzen Film quasi im Alleingang zu tragen?

Blake Lively: Es ist anstrengend, klar. Man kann ja keine Minute locker lassen. Und das Schwierige daran ist, dass man trotzdem nie zuviel auf die Tube drücken darf: Man will ja das Publikum nicht polarisieren, die Leute sollen schließlich alle wollen, dass man überlebt.

SKIP: Und das alles ganz ohne Hilfe von Kollegen, es gab nur die Haie …

Blake Lively: Nicht einmal die gab’s wirklich! Beim Dreh war der Hai ein blauer Vorhang. Wir haben in Australien gedreht, einen Teil davon in einem Wassertank, und das war nochmal eine anständige Herausforderung, diesmal vor allem körperlich. Ich hatte bis auf die letzten zwei Drehwochen kein Stunt-Double. Ich musste schreien, weinen, ums Überleben kämpfen, und das alles in über 15 Minuten langen Takes. Das war so ziemlich der Gegenpol zu Woody Allens Café Society, den ich unmittelbar davor gedreht habe (lacht).

SKIP: Ihr Ehemann Ryan Reynolds hat ja mit Buried – Lebend begraben, in dem er fast die ganze Filmlänge alleine in einem Sarg unter der Erde liegt, eine ähnliche Erfahrung als Einzeldarsteller hinter sich …

Blake Lively: Ja, und dieser Film ist auch einer der Gründe, warum ich The Shallows – Gefahr aus der Tiefe unbedingt machen wollte. Es ist so ein toller Film und ich wollte sowas auch ausprobieren.

SKIP: Sind Sie stolz auf Ryan und seinen kürzlichen Erfolg mit Deadpool?

Blake Lively: Und wie! Er hat so lange an diesem Projekt gebastelt. Fast elf Jahre! Auch ein großer Teil des Drehbuchs stammt von ihm, ganz ohne Credit, und produziert hat er auch. Wir haben da als Familie zusammengearbeitet, wir nehmen ja öfter den Beruf mit nach Hause. Auch viele dieser genialen Viral-Marketing-Ideen nahmen ihren Ursprung an unserem Küchentisch.

SKIP: Jetzt, wo Ihre Filmkarriere so gut läuft, denken Sie da noch manchmal an Ihre Anfänge in der TV-Serie Gossip Girl?

Blake Lively: Na sicher. Ich glaube, meine Erinnerungen daran ähneln denen, die viele Leute an die Uni-Zeit haben: Eine Gruppe Leute, die gemeinsam arbeiten, abhängen und fürs Leben lernen. Wir wohnten in Manhattan, erlebten alle diese tollen Dinge zusammen – es war eine wirklich großartige Art und Weise, erwachsen zu werden.

Interview: Kurt Zechner / August 2016

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