Buddhas Buddy

Interview mit Richard Gere zu The Mothman Prophecies - Tödliche Visionen

Seine buddhistische Gelassenheit scheint Richard Gere in seinem neuesten StreifenThe Mothman Prophecies – Tödliche Visionenvöllig im Stich zu lassen. Doch atemlos wirkt der Hollywoodstar nur im Kino.

SKIP:Sie haben noch nie an einem Thriller gearbeitet, der sich mit paranormalen Phänomenen beschäftigt. War das der Grund, warum sie sich auf The Mothman Prophecies – Tödliche Visionen eingelassen haben?

Richard Gere: Nein, das Drehbuch hat mich gereizt. Der emotionale Stoff, aus dem diese Geschichte gewoben ist, hat mich fasziniert. John Klein, den ich im Film darstelle, scheint alles zu haben: den perfekten Job, eine bildschöne Frau, eine rosige Zukunft. Doch dann verliert er seine Frau durch einen Autounfall und steht praktisch vor dem nichts. Die Frage 'Was ergibt überhaupt noch einen Sinn?' hat in diesem Zusammenhang eine unglaubliche Kraft.

SKIP: Glauben Sie selbst an übernatürliche Erscheinungen?

Richard Gere: Was ist schon real? Die Wahrnehmung basiert auf dem, was in deinem Kopf und in deinem Herzen passiert. Es kommt darauf an, wie das Hirn diese Eindrücke verarbeitet. Wenn wir etwas wie die Mottenmenschen als etwas Menschliches wahrnehmen, dann sind sie für uns menschlich und deshalb real.

SKIP: Sie spielen einen Journalisten der Washington Post. Haben Sie für diese Rolle bei der Washington Post recherchiert?

Richard Gere: Nein. Dieser Mann könnte genau so gut Privatdetektiv sein – er will Fakten. Er will empirische Daten darüber, was passiert: Wie groß sind Mottenmenschen? Welche Farbe haben sie? Wie wirken sich ihre Botschaften auf die Menschen aus? Doch The Mothman Prophecies – Tödliche Visionen sind eine Reise in eine Welt, in der Fakten keinen Wert haben und die empirische Seite seines Hirns zum Explodieren bringen.

SKIP:Derzeit stehen Sie mit Catherine Zeta-Jones und Renée Zellweger in der Verfilmung des Musicals Chicago vor der Kamera. Macht das Spaß?

Richard Gere: Unglaublich!! Ich bin schon seit einer Ewigkeit nicht mehr auf der Bühne gestanden. Damals habe ich auf kleineren Bühnen gespielt und war nicht Teil einer richtigen Broadway-Show. Jetzt darf ich mit bildschönen Frauen singen und tanzen, und am Ende der Show habe ich einen Riesenauftritt als Stepptänzer!

SKIP: Wie darf man sich das vorstellen? Tragen Sie in diesem Film einen Smoking oder treten Sie als rescher Anwalt im Nadelstreifanzug auf?

Richard Gere:(lacht) Ich sehe aus wie inCotton Club. InChicago: The Musical ist alles sehr realistisch. Abgesehen von den Fantasy-Sequenzen natürlich ... die spielen in den Vaudeville Clubs, dort sieht es ein bisschen aus wie bei Harry Potter ...

Interview: April 2002

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