Buffys Traumprinz

Interview mit Freddie Prinze Jr. zu Scooby-Doo

Sarah Michelle Gellar und Freddie Prinze Jr. sind ein echtes Hollywood-Traumpaar: Jung, schön, erfolgreich und total verliebt. Und Neid kann auch keiner aufkommen, denn in Scooby-Doo spielen sie Seite an Seite. Auch die gemeinsamen Dreharbeiten verliefen optimal, wie Freddie im Exklusiv-Interview mit Elisabeth Sereda erzählte.

SKIP: Nicht nur in den USA hat der Cartoon um Scooby-Doo und seine Freunde absoluten Kultstatus für eine gesamte Generation. Wie sehr hat dich das als Schauspieler beeinflusst, als du den Fred gespielt hast?

Freddie Prinze Jr.: Ich wollte ihn natürlich möglichst so gestalten, dass man auf den ersten Blick den Fred Jones aus der Zeichentrick-Serie wiedererkennt. Man kann eine bekannte Figur nicht verändern – aber man hat natürlich Platz für Spielereien. In den eineinhalb Stunden eines Kinofilms hat man ja viel mehr Möglichkeit, die Figur zu entwickeln, als in einer 25-minütigen TV-Episode. Trotzdem: Ich bin ein totaler Fan des Cartoons und wollte daher dem Original so treu wie möglich bleiben.

SKIP: Deine Haare sind von Natur aus fast schwarz, Fred ist jedoch hellblond. Das klingt nach qualvollen Anpassungsschwierigkeiten ...

Freddie Prinze Jr.: Oh ja, das war schrecklich. Meine Haare lassen sich nicht sehr leicht bleichen und wachsen noch dazu sehr schnell, also musste ich jeden Sonntag acht Stunden im Friseurstuhl verbringen, mit massenhaft Wasserstoff am Schädel. Eine furchtbare Prozedur! Und noch dazu war Sonntag mein einziger freier Tag!

SKIP: Euer "Kollege" Scooby-Doo ist komplett computergeneriert und wurde erst nachträglich in den Film hineinkreiiert. Wie spielt man mit so einem unsichtbaren Kollegen? Wusstet ihr schon beim Dreh, wie Scooby aussehen würde?

Freddie Prinze Jr.: Nein, wir sahen nur eine kurze Szene mit einem Scooby-Entwurf, damit wir uns wenigstens eine Vorstellung machen konnten. Es war gar nicht leicht, nur mit einem eingebildeten Partner zu arbeiten – aber wenn ich mir jetzt das Endprodukt ansehe, muss ich sagen, wir haben ziemlich tolle Arbeit geleistet!

SKIP: Die Drehabeiten waren außergewöhnlich lang, fünfeinhalb Monate, und noch dazu in Australien. Wie war das, so lange von zu Hause fort zu sein?

Freddie Prinze Jr.: Das Gute daran war, dass Sarah, meine Liebste, auch im Team war – dadurch war ich nie einsam (lacht). Sonst war es sehr hart. Obwohl ich Australien wirklich liebe. Es ist ein wunderschönes Land, das Essen ist hervorragend, und die Leute sind viel netter als die Amerikaner. Aber genau das war auch das Problem: Ich bin ein unverbesserlicher Ami, der dran gewöhnt ist, dass mir jemand am Freeway durch das offene Fenster einen Vogel zeigt und mich dann schneidet. Ein Australier würde so etwas nie tun. Ich dagegen brauche das (lacht). Es war angenehm wieder hier in Los Angeles zu sein.

SKIP: Wie wars denn, mit deiner Verlobten zu arbeiten?

Freddie Prinze Jr.: Super, weil ich genau weiß, wie weit ich mit ihr gehen kann. Ich kenne sie nicht nur als Mensch sehr gut, sondern auch als Schauspielerin. Und ich weiß, wie gut sie ist. Sie hat – was ihr Talent betrift – längst den Bildschirm und Buffy hinter sich gelassen. Sie kann mehr. Sie ist ein echter Filmstar. Und je früher sie 20 Millionen Dollar pro Film kriegt, desto besser. Dann kann ich mich endlich zurückziehen und in Pension gehen!

SKIP: Scooby-Doo ist ein echter Blockbuster, der gleich an der Spitze der US-Kinokassen-Charts startete. Glaubst du nicht, dass er auch dich endgültig zum Superstar machen wird?

Freddie Prinze Jr.: Ich weiß es nicht ... ich bin schließlich nicht der Star des Films. Wieder mal (lacht). Mein erster erfolgreicher Film, mein Durchbruch sozusagen, war die Liebeskomödie Eine wie keine. Aber wie gesagt: Der Titel ist Eine wie keine und nicht etwa Einer wie keiner (lacht). Natürlich wäre es super, wenn Scooby-Doo 150 Millionenen Dollar macht, aber es ist trotzdem kein Freddie-Prinze-Movie.

Interview: Juni 2002

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