Foxxtrott

Interview mit Beyoncé Knowles zu Austin Powers in Goldständer

Als Gründerin der Girlband 'Destiny’s Child' schaffte sich die Soul-Diva Beyoncé Knowles einen Namen. Als Foxxy Cleopatra stellt sie ihre Vorgängerinnen Vanessa Kensington (Liz Hurley) und Felicity Shagwell (Heather Graham) in den Schatten. Wie aus dem Singvögelchen eine waschechte Komödiantin wurde, erzählte Beyoncé Elisabeth Sereda in Los Angeles.

SKIP:Zu aller Anfang wäre es mal nett, wenn wir ein für allemal die Aussprache deines Namens klären könnten.

Beyoncé Knowles: (lacht) Ja, es wäre sehr schön, wenn das mal ein Nebeneffekt meiner angeblichen Berühmtheit wäre. Also: Man spricht es französisch aus, mit Betonung auf der letzten Silbe: Bi-oh-seee. Es ist ein ungewöhnlicher Name, und ich war als Kind auf meine Mutter auch deshalb sehr wütend: 'Mum, warum habe ich einen so verrückten Namen?' Denn in Wirklichkeit ist es ein Nachname – der Mädchenname meiner Mutter, und weil es keine männlichen Nachkommen in ihrer Familie gibt, wollte sie nicht, dass der Name ausstirbt und hat ihn mir einfach als Vornamen verpasst.

SKIP: War die Rolle in Austin Powers in Goldständer nur ein einmaliges Vergnügen oder möchtest du in Zukunft deiner Karriere als Schauspielerin den Vorrang geben?

Beyoncé Knowles: Ich liebe beides: Musik und Film. Ich hoffe, dass ich genau wie Cher, Diana Ross und Barbra Streisand beides weiterverfolgen kann. Natürlich ist die Schauspielerei eine ganz neue Herausforderung für mich, und ich bin sehr dankbar, dass ich diese Chance bekam. Ich war anfangs schrecklich nervös und selber schockiert über mich, weil ich keine Ahnung hatte, dass ich komisch sein kann. Ich glaube, Mike Myers und (der Regisseur) Jay Roach sahen da ein Talent in mir, von dem ich selbst nicht wußte, dass ich es besitze. Sie warnten mich allerdings davor, mir die Daily Soaps anzuschauen, denn sie hatten Angst, dass das meine Arbeit beeinflussen könnte.

SKIP: Musstest du vorsprechen?

Beyoncé Knowles: Ja, aber zum Glück ist mein Vater mein Manager, und meine Mutter kam mit auf zum Vorsprechen. Sie redete die ganze Zeit, und ich bin davon überzeugt, dass ich den Part nur deshalb bekam! (lacht) Mir verschlug es nämlich die Sprache!

SKIP: Hattest du Spaß an der Rolle? Oft sind ja komödiantische Rollen nur für die Zuseher lustig und für die Darsteller nichts als harte Arbeit.

Beyoncé Knowles: Foxxy war ein Traum, die perfekte Rolle für mich. Sie ist tough, smart, sexy mit trockenem Humor. Sie ist die starke Frau, die Austin beschützt, und sehr unabhängig. Ich konnte mich mit ihr identifizieren, auch wenn ich nicht annähernd so tough bin.

SKIP: Wie gefielen dir deine sexy Outfits?

Beyoncé Knowles: Ich war als Kind eher mollig und kämpfte immer mit meinem Gewicht. In der Highschool sah ich dann besser aus, aber ich bin immer noch rundlicher als die meisten Schauspielerinnen in Hollywood. Ich habe dickere Oberschenkel und mehr Oberweite – was bei den Outfits aber von Vorteil war! (lacht) Die brauchten trotzdem zwei Tage, um den BH richtig hinzukriegen. Zum Glück bin ich alt genug, um meinen Körper zu akzeptieren wie er ist, und im Grunde sehr froh darüber, dass ich nicht so dünn aussehe wie andere Stars!

SKIP: Wie wird deine neue CD klingen?

Beyoncé Knowles: Das neue Album wird auf jeden Fall sehr autobiografisch sein, ich schreibe ja immer die meisten Songs. Allerdings möchte ich musikalische Einflüsse aus den Seventies stärker reinbringen, Funk und Soul und live Instrumentation. Da ich diese Zeit selbst nicht erlebt habe, hoffe ich auf Hilfe von Leuten wie Stevie Wonder und Aretha Franklin, die schon zugesagten als Produzenten zur Verfügung zu stehen.

Interview: Juli 2002

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