Nur die Liebe zählt

Interview mit Michelle Pfeiffer zu An deiner Seite

Selbst als Mama mit Showbiz-Musterehe bleibt Michelle Pfeiffer das ewige Traumgirl Hollywoods. So war beim SKIP-Exklusiv-Interview selbst ein sonst recht nüchterner Kurt Zechner verzaubert.

SKIP:An Deiner Seiteoder zuvor auch schon Tief wie der Ozeankonzentrieren sich auf das Thema Familie. Suchen Sie bewußt nach solchen Filmen?

Michelle Pfeiffer: Nein, das passiert eher zufällig. Ich suche einfach nur nach gutem Material, nicht nach speziellen Themen.

SKIP: Gab es einen Punkt in Ihrer Karriere, wo Sie sich wie die Katie in An Deiner Seite gedacht haben: Das wird mir alles zuviel, ich schaffe es nicht mehr?

Michelle Pfeiffer: Nein. Aber ich mußte über die Jahre hinweg meinen Lebensplan einige Male gröber verändern! Nach meinem zweiten Kind kam ich drauf, dass ich zwar alles erreichen, aber nicht alles tun kann - zumindest nicht selbst. Gleichzeitig vergesse ich aber auch nie, wie unglaublich viel Glück ich habe. Ich habe alles, was ich immer wollte – auch wenn ich hart dafür arbeiten musste.

SKIP: Der Film porträtiert eine sehr typische US-Familie. Glauben Sie, dass die Geschichte auch in Europa spielen könnte?

Michelle Pfeiffer: Ich habe natürlich keine Ahnung, was ihr hier in Europa so treibt (lacht). Klar ist das Paar sehr amerikanisch. Aber die Liebe, die den ständigen Angriffen des Alltags widerstehen muss, der Druck, der daraus entsteht, wenn man Kinder hat und beide Eltern zur Arbeit gehen – das sind sehr universelle Themen, die gelten für die ganze Welt.

SKIP: Sie werden immer wieder als schönste Frau der Welt bezeichnet. Bedeutet Ihnen das etwas?

Michelle Pfeiffer: Also erstens einmal ist das natürlich Quatsch, dass ich die schönste Frau der Welt sein soll. Und zweitens könnte Ihnen sofort zig andere Schauspielerinnen nennen, denen dieser Titel auch sehr oft verliehen wird.

SKIP: Es gibt aber auch sehr viele Frauen, denen dieser Titel nie verliehen wird.

Michelle Pfeiffer: Das stimmt – liegt aber vermutlich daran, dass ich ein Filmstar bin (lacht). Es gibt genügend Frauen, die weit schöner sind als ich, aber eben keine Stars. Die bekommen dieses Kompliment sicher auch, halt eben nicht in der Öffentlichkeit.

Interview: Februar 2000

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