Kick Ass Himmelfahrtskommando

Interview mit Drew BarrymoreCameron DiazLucy Liu zu 3 Engel für Charlie: Volle Power

Ein Engel macht noch keinen Himmel. Drei Engel schon eher. Peter Krobath durfte am Strand von Santa Monica mit Charlies Engel plaudern. Smalltalk mit Cameron Diaz, Drew Barrymore und Lucy Liu. Näher kann man dem Paradies nicht kommen. Zumindest nicht in Hollywood.

SKIP: 3 Engel für Charlie: Volle Power zeigt noch mehr Stunts, noch mehr Fights und noch mehr Action als sein Vorgänger. Daher liegt die Frage auf der Hand: Wer von euch Mädels hat sich bei diesen Dreharbeiten am meisten wehgetan?

Drew Barrymore: Ich. Das war ganz sicher ich. Ich konnte wochenlang nicht richtig schlafen, weil mir jeder Knochen im Körper wehtat, und einmal wäre ich beinahe von einem Auto überfahren worden. Das war ziemlich knapp. Ehrlich! Hätte leicht mein Ende sein können. Da wäre ich sicher nicht mehr aufgestanden.

SKIP: Bist du privat auch so risikofreudig wie als Charlies Engel?

Drew Barrymore: Nie und nimmer. Obwohl ich schon auch ab und zu meinen Adrenalinrush brauche. Fallschirmspringen eignet sich perfekt dafür. Surfen finde ich auch cool. Aber abgesehen davon glaube ich nicht, dass ich ein sehr abenteuerliches Leben führe.

SKIP: Was ist mit den anderen Engeln? Liebt ihr harten Sport und gefährliche Dinge?

Lucy Liu: Ich liebe Abenteuer und Kampfsport. Ich würde schon sagen, dass ich in diesem Punkt auch privat sehr aktiv unterwegs bin.

Cameron Diaz: Einmal waren wir zusammen Fallschirmspringen.

Drew Barrymore: Und Flaschentauchen mit Haifischen. Die haben vorher laut aufs Wasser geklatscht, um die Biester anzulocken. Ich sagte nur: Müsst ihr die auch noch aufwecken? Die sind doch so schon gefährlich genug.

Cameron Diaz: Genau. Vierzig Haie um uns herum. Da ist mir schon ganz recht, wenn die ein bisschen verschlafen sind.

Lucy Liu: Klettern ist auch noch so ein Hobby von mir. Und Reiten. Ich habe Freunde, die wirklich gut in solchen Sachen sind, und die zeigen mir alle möglichen Tricks. Ich möchte nämlich immer besser werden, in dem was ich tue. Das ist mir ganz besonders wichtig. Ich liebe Herausforderungen. Ich bin der Typ für Abenteuerurlaub, kein Mädchen, dass stundenlang am Strand liegt. Wenn ich Sonne brauche, dann will ich auch Bewegung haben, zumindest Beachvolleyball muss drin sein.

SKIP: Für solche Sportkanonen müssen die körperlichen Herausforderungen, denen sich Charlies Engel zu stellen haben, ja sehr leicht zu bewältigen gewesen sein ...

Drew Barrymore: Ich würde nicht sagen, dass es leicht für uns war, aber auf jeden Fall hatten wir sehr viel Spaß am Set. Es war uns ein persönliches Bedürfnis, die Actionszenen noch spektakulärer zu gestalten als im ersten Film.

Cameron Diaz: Wir haben solange an den Szenen rumgebastelt, bis sie wirklich an unsere Substanz gingen, weil wir wussten, nur dann kommt das im Kino auch richtig gut rüber.

SKIP: Habt ihr viele Stunt-Doubles verwendet?

Cameron Diaz: In manchen Szenen schon, das wäre gar nicht anders gegangen.

Drew Barrymore: Die Motocross-Stunts zum Beispiel wurden von Profis abgewickelt. Ich glaube nicht, dass wir das mit heilen Knochen überlebt hätten, wenn wir selbst auf den Maschinen gesessen wären.

Cameron Diaz: Wir haben alles selbst gemacht außer den Dingen, wo wir uns wirklich weh tun hätten können. Das ist eine reine Geldfrage. Wenn eine Hauptdarstellerin für längere Zeit ausfällt, kommt das einfach zu teuer. Deshalb lassen sie dich in solchen Szenen sowieso nicht ran, egal ob du es nun machen willst oder nicht.

SKIP: Hat es Spaß gemacht, eine Filmfigur, die man schon kennt, noch ein zweites Mal zu spielen?

Drew Barrymore: Ich liebe diese Figur so sehr, dass ich mir angewöhnt habe, Autogrammkarten für diesen Film nur mit Dylan und nicht Drew zu unterschreiben. Für mich ist diese Frau wie eine Fantasie, die wahr geworden ist. Sie ist die coolste Person, die ich mir nur vorstellen kann. Das hat schon auf mein Privatleben abgefärbt: Fallschirmspringen und ähnliche Verrücktheiten mache doch nur, um der Dylan in mir zu gefallen. In Wirklichkeit bin ich nämlich ein eher vorsichtiger Mensch. Aber Dylan ist absolut furchtlos.

Cameron Diaz: Und ich liebe Natalie. Sie hat diese total positive Einstellung zum Leben, was wichtig für mich ist, weil ich sonst eher zynisch bin.

Lucy Liu: Es ist doch großartig, wenn man mit seinen besten Freundinnen abhängen kann und dabei einen Film macht, der zwar zugegebenerweise sehr kommerziell ist, aber trotzdem unglaublich gut ankommt. Ich genieße es, wenn mich die Leute schon jetzt fragen, wann der dritte Teil in die Kinos kommt. Dabei haben die noch nicht einmal den zweiten gesehen. Das ist doch toll. Gut, ich meine, natürlich ist 3 Engel für Charlie nicht gerade Shakespeare. Aber das war auch nicht beabsichtigt.

SKIP: Als Draufgabe zu all den verrückten Kostümen und Perücken die ihr im Film zeigt, gibt es diesmal auch eine wunderbare Stripteaseszene.

Drew Barrymore: Charlies Engel machen eben nichts halbherzig.

Cameron Diaz: Halbärschig würde da schon besser passen.

Drew Barrymore: Genau. Den ganzen Po siehst du nie. Du siehst auch keinen Busen, keine Nippel, das waren unsere Grenzen.

Cameron Diaz: Po! Busen!! Nippel!!!

Drew Barrymore: Genau, das siehst du nicht, aber du kannst es dir vorstellen. Und wir sind ziemlich sexy in dieser Szene, das muss ich schon sagen. Natürlich hatten wir ziemlich scharfen Sachen an ... das war auch für mich sehr aufregend, einmal im Leben wie ein richtiger Vamp aufzutreten.

SKIP: Sind Charlies Engel ein Vorbild für Mädchen?

Drew Barrymore: Ich hoffe schon. Immerhin zeigen wir, dass Girls stark und erfolgreich, aber gleichzeitig auch sexy sein können. Keine Frau muss täglich hundert Push-Ups machen, um Schlagkraft haben. Man kann auch feminin sein und trotzdem Action lieben. Außerdem haben wir beschlossen, dass Charlies Engel keine Schusswaffen brauchen, um ihre Jobs zu erledigen. Ich denke, das dass ein ganz wichtiges Statement ist.

SKIP: Aber nicht alle Männer lieben starke Frauen. Nach diesem Film könnte es für euch schwierig werden, ein Rendezvous zu kriegen ...

Lucy Liu: Ach das glaube ich nicht. Ich habe schon so viele Rollen gespielt, wo ich buchstäblich die Peitsche in der Hand halte ...

Cameron Diaz: ... und die Männer stehen immer noch Schlange bei dir!

Drew Barrymore: Hey, in dieser Schlange stehe ich auch!

Lucy Liu: Aber in diesem Film sind wir doch auch sehr weiblich und süß. Wir haben keine Angst, unsere sanften Seiten zu verstecken.

SKIP: Fühlt ihr euch auch im Privatleben mehr sexy und erotischer, seit ihr Charlies Engel seit?

Drew Barrymore: Ich unbedingt ... und ganz besonders seit der Striptease-Szene. Das war lange so ein persönliches Trauma von mir, weil ich einmal einen Freund hatte, der wollte, dass ich für ihn strippe. Etwas Pfeffer ins Privatleben bringen, so in der Art von 9 1/2 Wochen. Ich war richtig schlecht, es war kein Antörnen, was ich machte, sondern ein Abtörnen und wenn ich mich recht erinnere, ist knapp danach auch unsere Beziehung zerbrochen. Egal, jedenfalls habe ich mich damals beim Strippen einfach nicht wohlgefühlt. Aber seit 3 Engel für Charlie: Volle Power weiß ich, dass ich jeden Mann aus der Fassung bringen kann. Ich beherrsche die Grundregeln des Striptease, natürlich macht mich das auch im Privatleben erotischer. Ich bin frei! Ich bin sexy!! Ich glaube an mich!!! Endlich ... ist doch toll.

Interview: PK / Juni 2003

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