Und Tschüß!

Interview mit Hugh Grant zu Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns

Seit Hugh Grant mit der Millionärstochter Jemimah Khan liiert ist, hat er jede Lust auf Hollywood verloren. Wenn Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns wirklich sein letzter Film ist - wie er ankündigt - dann war das vielleicht sein letztes Interview.

SKIP:Ist das das Ende? Hören Sie wirklich auf?

Hugh Grant: Ja. Ich habe keinerlei Projekte in Planung, ich erwidere die Anrufe meines Managers und meines Agenten nicht, und ich lese keine Drehbücher mehr.

SKIP: Was ist der Grund für diesen Stimmungswechsel?

Hugh Grant: Schauspielen interessiert mich nicht mehr. Ich habe jegliches Interesse an diesem Job verloren. Ich will nicht mehr berühmt sein. Aus diesen Faktoren ergibt sich eindeutig ein Berufswechsel. Leider weiss ich nicht, was ich sonst tun sollte, das ist natürlich ein Problem. Aber ich hätte gern meine Privatsphäre zurück. Dieses Star-Getue ist völlig ausser Kontrolle geraten. Außerdem bin jetzt 44, und es gibt Grenzen. Wie viele romantische Komödien soll ich denn noch machen, bevor ich total lächerlich wirke?

SKIP: Wird ihnen sonst nichts angeboten?

Hugh Grant: Doch, aber ich bin nun mal nur in romantischen Komödien gut - und auf düstere, tiefsinnige Dramen habe ich sowieso keine Lust.

SKIP: Gibt es Filme, die Sie bereuen?

Hugh Grant: Ja, viele, aber ich nenne Ihnen sicher keinen Titel. Oder glauben Sie, es macht Spaß, wütende Briefe von beleidigten Regisseuren zu kriegen?

SKIP: Wenigstens haben Sie jetzt Zeit genug zum Golf spielen...

Hugh Grant: Das ist auch kein Trost. Golf hat mein Leben endgültig ruiniert. Dieser Sport ist gefährlicher als jede Droge. Golf macht süchtig, das muss auch einmal festgestellt werden. Früher war ich ein Mensch mit Persönlichkeit, ich hatte vielerlei Interessen, auf meinem Nachtkästchen lagen Bücher aller Art. Jetzt beschäftigt mich nur noch Golf, und wenn ich etwas lese, dann sind das Golf-Bücher.

SKIP: Dann schenken Sie eben ihrem Patenkind Damien, dem Sohn von Liz Hurley, etwas mehr Aufmerksamkeit...

Hugh Grant: Das wäre eine Möglichkeit, aber ich kann Kinder nur wenige Minuten lang ertragen. Bei Babies ist die Spanne noch kürzer. Was Kinder betrifft, bin ich echt fies. Meine Assistentin muss sich um all das kümmern. Ehrlich: Ich bezahle sie dafür, dass sie nicht auf Damiens Geburtstagsgeschenk vergisst.

SKIP: Was wäre dann Ihr Traum-Szenario für die Zukunft? Vielleicht schreiben Sie ja endlich den Roman, den Sie schon seit Jahren ankündigen?

Hugh Grant: Das wäre ideal. Oder ich mache nette kleine Autorenfilme. Was die Franzosen können, kann ich schließlich auch.

Interview: Oktober 2004

0 Kommentare

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.