You Can Vin If You Want

Interview mit Vin Diesel zu Der Babynator

Dass er kein Schwacher ist, wissen wir schon lange. Doch in Der Babynator zeigt Vin Diesel, dass er es sogar mit den allerschwierigsten Hollywood-Gegnern aufnehmen kann: kleinen Kindern.

Er sprang aus fliegenden Helikoptern, düste mit dem Motorrad durch brennendes Gelände, surfte auf einem Servierbrett dem sicheren Tod davon und rettete die Welt vor finsteren Mächten, und das nicht nur einmal: Vin Diesel ist ein Held, wie man sich ihn vorstellt. Das findet er selber übrigens auch: Vins perfekt trainierter Muskelbody lässt keinem Minderwertigkeitskomplex Platz. Aber gern verzeiht man ihm jeden Anflug von Größenwahn – alles, was Vin mit seiner tiefen, sexy Stimme von sich gibt, ist in eine Extraportion Charme gewickelt.

SKIP: Vin, wie war es, einmal statt dem toughen Action-Hero den Helden einer Komödie zu spielen?

Vin Diesel: Herrlich, herrlich (grinst breit). Ich hab es sehr genossen, einmal was ganz Anderes machen zu können. Ich wollte ja schon lang mal weg vom reinen Action-Genre. Aber mein Markenzeichen – mein Körperbau – ist mir bei derartigen Ambitionen oftmals im Weg gestanden: Zum Beispiel wollte ich unbedingt die Rolle des Transvestiten in Joel Shumachers 1999er-Komödie Makellos spielen. Aber Joel lehnte ab, weil er sagte, dass ein Transvestit niemals so viele Macho-Muskeln hat. Die Rolle ging dann an Philip Seymour Hoffman ... Mein Part in Der Babynator war nun eine super Gelegenheit: Als Navy-S.E.A.L. kann ich meine Muskeln spielen lassen und trotzdem jede Menge Witze reißen.

SKIP: Wie gings dir mit den Kindern am Set? Hattest du ähnliche Probleme mit der Bande wie deine Filmfigur?

Vin Diesel: Überhaupt nicht. Es war total easy. Ich liebe Kinder! Am Set nannten mich alle schon den "Babyflüsterer", weil ich oft der einzige war, der die Kleinen beruhigen konne. Am Set gab´s ja noch mehr Kids als im Film, wegen der strengen Arbeitszeit-Gesetze werden die Kleinkind-Rollen ja fast nur mit Zwillingspaaren besetzt.

SKIP: Du selbst hast ja auch einen Zwillingsbruder.

Vin Diesel: Ja, aber keinen Eineiigen. Er ist auch im Filmbiz: Er ist sehr erfolgreicher Trailer-Cutter, z. B. hat er die Trailer zu Pulp Fiction oder Sieben geschnitten.

SKIP: Für Der Babynator hast du sogar die Rolle als Superagent xXx aufgegeben, im zweiten Teil macht nun Ice-T die harte Arbeit. Was hältst du von ihm als dein Nachfolger?

Vin Diesel: Ice-T ist ein guter Typ, er macht die Sache sicherlich vorzüglich. Ich persönlich finde es allerdings uncool, eine Figur nur deshalb aufzuwärmen, weil man das Box Office bedienen will. Dem Box Office geht´s auch so sehr gut! Man muss nicht immer krampfig ein Sequel basteln, um noch mehr Geld rauszupressen.

Interview: Juni 2004

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