Einmal Glück und retour

Interview mit Kate Hudson zu Ich, du und der Andere

Trouble in Paradise: Kate Hudson ist nach sechs Ehejahren plötzlich wieder Single – und wie es scheint, hat ihr Ich, du und der Andere-Filmpartner Owen Wilson einiges damit zu tun.

Wenn alles im Leben von Goldie Hawns Tochter so glatt laufen würde wie ihre Karriere, hätte sie überhaupt keine Probleme. Nun aber ist sie frisch getrennt von Rocker Chris Robinson und spielt die Rolle der alleinerziehenden Mutter. Gerüchte über einen möglichen Scheidungsgrund namens Owen Wilson werden süß lächelnd ignoriert. Als sie dieses Interview gab, war sie allerdings noch – scheinbar – glücklich verheiratet.

SKIP: In Ich, du und der Andere spielen Sie eine dieser Frauen, die mit Männern auch freundschaftlich irrsinnig gut auskommen, aber dafür so gut wie keine weiblichen Freundinnen haben …

Kate Hudson: Das ist mir auch gleich aufgefallen. Anfangs hab ich sie dafür sogar ein bisschen bemitleidet, bis ich draufgekommen bin, dass es bei mir genau so ist (grinst). Ich bin schon mein ganzes Leben fast nur von Männern umgeben. Mein Dad Kurt Russell, meine Brüder Arley, Boston und Wyatt, die Jungs in der Band meines Mannes. Meine Mum und ich sind die einzigen Frauen. Ziemlich witzig, diese Gemeinsamkeit.

SKIP: Wie Ihre Mutter Goldie Hawn scheinen Sie sich im Komödienfach am wohlsten zu fühlen …

Kate Hudson: Ja, das stimmt, ich bin gerne witzig. Das war auch gerade das Schwierige an diesem Film: Ich musste zum ersten Mal "straight" spielen, das heißt, ich musste ernst bleiben, während Owen die Witze riss. Und das ist bei einem Partner wie ihm sehr schwierig.

SKIP: Es gibt Szenen in Ich, du und der Andere, in denen Sie sehr an Ihre Mutter erinnern. Wenn Sie etwa im Bikini aus dem Wasser steigen und von hinten gezeigt werden …

Kate Hudson: (lacht) Wollen Sie damit sagen, dass meine Mutter und ich den selben Popo haben?!

SKIP: Hier fällt der Apfel nicht weit vom Stamm …

Kate Hudson: (lacht) In diesem Fall nehm ich das mit dem Apfel als ein doppelt nettes Kompliment.

SKIP: Wie ist eigentlich Michael Douglas so als Daddy?

Kate Hudson: In diesem Film schwierig! Eigentlich aber ziemlich lustig, weil Michael seit langem ein Freund meiner Eltern ist. Ich kenne ihn von klein auf, kenne seinen Sohn gut, wir sind praktisch zusammen aufgewachsen. Und mit ihm auf einmal zu drehen, war, wie wenn man mit einem lieben Onkel arbeitet.

SKIP: Hatten Sie jemals Probleme mit einem Kerl wie Dupree? So einer, der sich bei Ihnen zu Hause einnistet und dann nie wieder verschwindet?

Kate Hudson: Aber klar! Mein Mann Chris ist ja Musiker in einer Band – und als solcher umgeben von Duprees. Ich erinnere mich noch genau, wie es war, als wir mal für ein paar Monate in Paris lebten, weil ich dort einen Film drehte, und er gerade ein neues Album aufnahm. Seine ganze Band wohnte bei uns im Haus. Oft, wenn ich um um halb sechs in der Früh aufstand, weil ich aufs Set zur Arbeit musste, lagen seine Freunde bewusstlos im Wohnzimmer, umgeben von Bierflaschen und igarettenstummeln auf Tellern mit kaltem Essen. Aber anders als Molly im Film mag ich das sogar irgendwie. Ich mag, dass sich jemand wohl genug fühlt, um sich so zu benehmen.

SKIP: Und außerdem können Sie es sich leisten, den Dreck von anderen wegräumen zu lassen ...

Kate Hudson: Das stimmt zwar – aber ich werde mit so etwas auch ganzgut alleine fertig. Schon allein deshalb, weil ich ein Mensch bin, der es nicht erträgt, wenn jemand um den heißen Brei herumredet. Wenn mich etwas stört, dann sage ich das einfach gerade heraus. Ich halte mich nicht zurück. Wenn ich jemanden aus dem Haus kriegen will, der mich nervt, dann spare ich mir sämtliche Andeutungen, die dann eh keiner versteht. Ich sage einfach: "Du gehst mir auf den Geist, es ist Zeit für dich, zu gehen." Das ist nicht schwierig und funktioniert garantiert.

SKIP: Sie sind also gern direkt. Streiten Sie und Chris viel?

Kate Hudson: Ja, extrem viel. Wir sind beide sehr cholerische, leidenschaftliche Menschen. Ich werde nie vergessen, wie er zum ersten Mal einen Sessel zerschlagen hat. Ich saß nur da und starrte ihn an. Er meinte: "Hast du gar nichts zu sagen?" Und ich drauf: "Doch, und zwar Folgendes: Ich habe diesen Sessel erst vor einer Woche gekauft, und er war teuer. Morgen gehst du ins Geschäft und ersetzt ihn. Ende der Geschichte!"

SKIP: Ihr gemeinsamer Sohn Ryder Russell ist jetzt zweieinhalb Jahre alt. Planen Sie Familienzuwachs?

Kate Hudson: Hmm … die Versuchung ist groß, aber momentan habe ich einfach zu viel zu tun. Andererseits – wir proben viel, wer weiß, was passiert (lacht). Ich möchte eine große Familie.

Interview: Juli 2006

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