Lost and Found

Interview mit Matthew Fox zu Speed Racer

Über die TV-Serie Lost strandete Matthew Fox in unseren Wohnzimmern, nun düst der knackige 42-Jährige als Hightech-Rennfahrer in Speed Racer über die Kinoleinwände. Kurt Zechner traf ihn am Long Beach Race Track zum Exklusiv-Interview.

Als mysteriöser Rennfahrer Racer X macht Matthew Fox im Rennanzug beste Figur. „Praktisch an dem ­Kostüm war, dass meine vielen Tattoos drunter verschwanden. Sonst haben die Maskenbildner oft ziemliche ­Probleme damit.“

SKIP: Wie geht’s Ihnen? Sie haben ja einen ziemlich vollen Stundenplan zur Zeit, wie man hört …

Matthew Fox: In der Tat! Ich komme gerade direkt vom Lost-Set, vor nicht mal acht Stunden bin ich noch an der North Shore von Oahu, Hawaii, vor der Kamera gestanden (lacht), wir haben da ein paar Nachtszenen gedreht. Ich hab noch nicht mal den fertigen Speed Racer ansehen können, dabei bin ich schon so neugierig.

SKIP: Stehen Ihre Lost-Verpflichtungen Ihrer Kinokarriere nicht ein wenig im Weg, so eine TV-Serie, noch dazu auf Hawaii, beansprucht doch sehr viel Zeit?

Matthew Fox: Oh nein, gar nicht. Meine diversen Arbeitgeber sind echt toll und haben die Drehpläne so eingerichtet, dass sich für mich alles super ausging. Und außerdem ist es doch gerade diese TV-Serie, die mir so viele Möglichkeiten eröffnet – ich wäre dumm, wenn ich ausgerechnet die jetzt als Karrierehindernis sehen würde. Ich spiele nach wie vor leidenschaftlich gern mit und kann gar nicht erwarten, das große Geheimnis endlich herauszufinden.

SKIP: Die Schauspieler wissen also nach wie vor auch nicht, was auf der Lost-Insel wirklich vorgeht?

Matthew Fox: Nein, wir werden genauso im Dunklen gehalten wie die Zuschauer. Echt gemein (lacht).

SKIP: Ich nehme an, unter Ihren Speed Racer -Teamkollegen waren auch viele Lost-Fans …

Matthew Fox: Ja, und es verging kaum ein Tag, an dem mich nicht irgendjemand gefragt hätte, wie’s denn bei Lost weitergeht. Besonders Susan Sarandons Söhne haben mich ständig gelöchert (lacht).

SKIP: Speed Racer wurde zu einem großen Teil ohne Kulissen vor dem Green Screen gedreht. Wie war das für Sie?

Matthew Fox: Sicherlich ungewohnt. Larry und Andy Wachowski haben mich auch extra vor Beginn der Dreharbeiten noch zur Seite genommen, um mir zu erklären, dass das vielleicht nicht so einfach werden würde. Aber irgendwie haben die beiden es geschafft, uns ihre Vision vom fertigen Film so überzeugend zu vermitteln, dass ich mich am Set extrem gut reinversetzen konnte.

SKIP: Was werden Sie als nächstes machen?

Matthew Fox: Jetzt mal gar nichts (lacht). Ich habe mir den Sommer frei genommen, und werde so viel Zeit wie möglich mit meiner Frau und meinen beiden Kids verbringen. (Fox hat eine 10-jährige Tochter, Kyle, und einen 7-jährigen Sohn namens Byron, Anm.)

SKIP: Werden Sie sich mit ihnen auch Speed Racer ansehen?

Matthew Fox: Ganz sicher! Ich habe diesen Film unter anderem für meine Kinder gemacht, die konnten sonst ja bisher praktisch gar nichts von mir ansehen. Und ich freue mich schon so darauf, den beiden dabei zuzusehen, wie sie sich diesen Film anschauen (lacht). Ich liebe es, meine Kinder im Kino zu beobachten. Ihre konzentrierten Gesichter, auf denen sich das Licht der Leinwand spiegelt, die weit geöffneten Augen … einfach hinreißend! (lacht)

SKIP: Wenn Sie in den nächsten Wochen und Monaten so viel Freizeit haben, werden Sie da eventuell auch die Fußball-Europameisterschaft mitverfolgen?

Matthew Fox: Was für eine Frage, natürlich! Ich weiß, hier in den USA werden die meisten nicht wissen, wovon Sie da reden, aber ich steh total auf „Soccer“!

SKIP: Und wer, glauben Sie, wird gewinnen?

Matthew Fox: Italien, ganz klar. Die sind Weltmeister, sie sind die Größten! (lacht)

Interview: Kurt Zechner / April 2008

1 Kommentar

super sympatischer Typ

Mir ist er ("Jack") bei LOST, schon auf die Nerven gegangen. Aber dafür konnte ja der liebe Matthew nichts. Er wirkt aber als Person extremst sympatisch. Ich glaube auch das es sich sehr positiv auf seine Karriere auswirken wird, wenn er nicht nur als "Jack" bekannt ist, sondern eben auch in Kinofilmen wie 8Blickwinkel und eben jetzt Speed Racer mitspielt. Sein schauspielerisches Können hat er auf jeden Fall schon bewiesen.

Was ich auch super finde ist, dass die Tättowierungen die bei LOST vorkommen seine echten sind. Es wurden einfach Geschichten erfunden um die Tattoos in die Serie einzubinden. Besonders lustig ist, dass ihn auch nie wer gefragt hat was sie für ihn bedeuten (Diese Info habe ich aus einem Interview bei YouTube herausgefunden).

2. Mai 2008
12:35 Uhr

von Knolli6

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