Funny Girl

Interview mit Sally Hawkins zu Happy-Go-Lucky

Für ihre hinreißende Darstellung einer unverbesserlichen Froh­natur erhielt Sally Hawkins heuer in Berlin den Silbernen Bären. Kurt Zechner traf sie zum Exklusiv-Interview.

SKIP: Ihre Performance als Polly ist hinreißend – und vor allem unglaublich lustig! Viele Ihrer Kollegen meinen ja, Komödie sei viel schwieriger zu spielen als Drama. Sehen Sie das auch so?

Sally Hawkins: Nein, gar nicht. Ich liebe Humor, und bin nur dadurch zur Schauspielerei gekommen, weil ich als Kind immer so gerne alle zum Lachen gebracht habe – und als ich schließlich rausfand, dass manche Leute damit ihr Geld verdienen, war mir klar, dass ich das auch machen muss, wenn ich groß bin (grinst).

SKIP: Ihre Filmfigur ist eine Frau, die quasi darauf besteht, glücklich zu sein, auch wenn das Leben ihr Steine in den Weg wirft. Glauben Sie, dass man sich sein Glück selber machen kann?

Sally Hawkins: Natürlich will ich nicht die Probleme kleinreden, die viele Menschen ohne Zweifel haben. Manche haben einfach eine sehr schlechte Karte gezogen und müssen sich schon von klein auf mit enormen Tragödien herumschlagen. Aber nichtsdestotrotz glaube ich ganz fest daran, dass man sich bis zu einem bestimmten Grad sein Glück oder eben Unglück schon selber macht. Und irgendwie kann man auch immer ein bisschen daran drehen.  

SKIP: Regisseur Mike Leigh ist ja dafür bekannt, dass er ohne Drehbuch filmt. Wie war das für Sie?

Sally Hawkins: Ungewohnt natürlich (lacht). Man beginnt, einen Film zu drehen, und weiß gar nicht, was am Ende dabei rauskommt. Also macht man mal, was immer Mike verlangt und hofft einfach auf das Beste.

Interview: Kurt Zechner / Februar 2008

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