Bite Me!

Interview mit Robert Pattinson zu Die Twilight Saga: Eclipse - Biss zum Abendrot

Der Vampirfluch hat ihn längst selbst erwischt: Der 24-jährige Brite Robert Pattinson wird so sehr von Fans, Fotografen und Journalisten bestürmt und belagert, dass er sich zurückzieht, wann immer es geht. Für SKIP machte er natürlich eine Ausnahme.

SKIP: Ihr filmisches Alter Ego ist ewig jung, Sie haben erst vor zwei Monaten Geburtstag gefeiert. Wie fühlt sich das Älterwerden an mit diesem Background?

Robert Pattinson: (lacht) Seltsam. Dadurch, dass ich einen Vampir spiele, kommt es mir vor, als würde ich in Wirklichheit noch viel schneller altern! Jedes Mal zu Drehbeginn eines neuen Twilight-Teils fragen mich alle: "Was hast du denn aufgeführt, du schaust um Jahre gealtert aus!“ Dabei sind nur ein Paar Monate vergangen. Und als ich im Mai 24 wurde, kam ich mir vor wie 35.

SKIP: Bei jedem der Twilight-Filme führt jemand anderer Regie, deshalb unterscheiden sie sich auch recht substanziell voneinander - trotz aller Treue zur Buchvorlage. Was dürfen die Fans nun vom dritten Teil erwarten?

Robert Pattinson: Nun, Eclipse - Biss zum Abendrot konzentriert sich nicht so stark wie die beiden Filme zuvor auf eine einzelne Figur, sondern mehr auf die Dynamik zwischen den Protagonisten. Und Edward ist nicht mehr so abgehoben und zurückgezogen, er muss sich viel mehr einbringen. Es passiert überhaupt sehr, sehr viel.

SKIP: Stimmt es eigentlich, dass die beiden letzen Twilight-Filme in 3D gedreht werden?

Robert Pattinson: Kann gut sein. Ich seh mich selber ja die ganze Zeit in 3D (lacht), also ist es für mich nicht viel Unterschied. Wenn die das wirklich machen, wird es sicher toll - aber wir Schauspieler erfahren solche Dinge ja prinzipiell als Letzte (lacht).

SKIP: Verschwenden Sie irgendeinen Gedanken an die Zeit nach Twilight? Wie wird es Ihnen gehen, wenn alles vorbei ist?

Robert Pattinson: Es ist großartig, wenn man eine Figur wie Edward, den ich wirklich sehr gern spiele, über mehrere Filme hinweg immer wieder aufnehmen kann, die Gelegenheit bekommt, mit ihm zu arbeiten, die Performance weiter zu verbessern. Aber das alles ist so schnell so riesig geworden, ich weiß noch nicht mal, was ich jetzt davon halten soll - geschweige denn, was danach sein wird. Wahrscheinlich werde ich zehn Jahre brauchen, um wieder runterzukommen.

SKIP: Werden Sie so richtig Urlaub machen?

Robert Pattinson: Ich weiß nicht - ich habe nicht das Gefühl, als ob ich das notwendig hätte. Dieser Job ist doch selbst fast wie Urlaub, in jedem Fall sicher keine Schinderei. Ich finde es jeden Tag aufs Neue aufregend, arbeiten zu gehen.

SKIP: Momentan sind Sie einer der berühmtesten Schauspieler der Welt - eine Rolle, mit der Sie bekanntlich nicht sehr glücklich sind. Haben Sie mittlerweile gelernt, mit dieser Riesenportion Aufmerksamkeit besser umzugehen?

Robert Pattinson: Nun, es gibt gute Tage und schlechte, und manchmal wünschte ich, ich würde nicht immer so schnell in totale Panik verfallen (grinst). Aber ich verstecke mich vor der Öffentlichkeit, wann immer es geht. Ich bleibe die meiste Zeit in London, Hollywood-Filmparties und so weiter interessieren mich eh nicht so. Was ich mittlerweile gut gelernt habe, ist, mein Leben strikt vom Job zu trennen - die Privatperson Robert Pattinson lässt es inzwischen ziemlich kalt, was um den Twilight-Star Robert Pattinson herum passiert.

SKIP: Aber schmeichelt es nicht auch ein bisschen, wenn man ständig als sexiest oder bestgekleideter Mann der Welt bezeichnet wird?

Robert Pattinson: Ich weiß doch, dass man dasselbe im Jahr darauf zu einem anderen sagen wird. Außerdem ist es ziemlich lächerlich - ich, der bestgekleidete Mann der Welt? Ich meine, heute früh kam ich aus dem Fitnesscenter und hatte nicht nur meine grindigsten Trainingssachen an, sondern dazu auch noch schwarze Anzugsocken. Das war echt der Overkill - gleichzeitig die Antithese zu "sexiest“ und "bestgekleidet“ (lacht).

SKIP: Robert, Sie treffen ja selber sicher auch eine Menge berühmter Leute - geht es Ihnen denn nie so wie Ihren Fans, werden Sie nicht total aufgeregt, wenn Sie Ihren Idolen in Fleisch und Blut begegnen?

Robert Pattinson: Naja, schon (lacht), klar. Das erste Mal, als ich in L.A. war, saß ich in einem Restaurant neben David und Victoria Beckham. Da war ich ziemlich nervös, das war schon ein bisschen surreal.

Interview: Jessica Hare / Juni 2010

0 Kommentare

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.