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01/02/2020

SKIPtipp: "3 Engel für Charlie"

Kristen Stewart renoviert "3 Engel für Charlie" für ein Besserung gelobendes Hollywood: Sexy, ja – sexistisch, nein.

Dank des forcierten Sex-Appeals von Hauptdarstellerin Farah Fawcett wurden Charlies ursprüngliche Engel zum Serien-Hit und drückten dem Schönheitsideal der späten Siebziger ihren Stempel auf. Im Jahr 2000 durften die Heldinnen in einem bunten, in Popkultur getunkten Actioner des früheren Musikvideo-Regisseur McG auferstehen. Viel hat sich seither in Hollywood getan. Besetzungscouch-Täter stehen am digitalen Pranger, leicht bekleidete Sexbomben wandeln sich langsam zur Randerscheinung, starke Frauenfiguren zum Trend. Da passt es wie die Faust aufs Auge des Patriarchats, dass die Neuauflage von "3 Engel für Charlie" unter weiblicher Führung entstand.

Regisseurin Elizabeth Banks lässt das Trio lieber bonden als um Männerherzen buhlen. Die schutzbedürftige Whistleblowerin Elena (Naomi Scott) wird ins Engels-Corps integriert und von den taffen Powerfrauen Sabina (Kristen Stewart) und Jane (Ella Balinska) unter die Fittiche genommen. Gemeinsam müssen die drei ein brandgefährliches Tech-Spielzeug vor den grabschenden Händen gieriger Männer retten. Stand den Damen in den Siebzigern nur Helferlein John Bosley (David Doyle) zur Seite, werden sie jetzt von einer ganzen Schar topmotivierter "Bosleys" betreut (u.a. Patrick Stewart, Djimon Hounsou und Elizabeth Banks). Ein Überbleibsel des Originals ist der schwerreiche Charlie, der die Engel via Gegensprechanlage, quasi als göttliche Stimme aus dem Äther, auf kurzweilige Abenteuer schickt. Anhimmeln lassen sich seine Schützlinge aber nur unter ihren eigenen Konditionen und sorgen für einen spaßigen, zeitgemäßen Actioner.

"3 Engel für Charlie" – ab 2. Jänner im Kino.