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11/19/2019

Neu im Kino: "Stephen Kings Doctor Sleeps Erwachen"

Stephen King hat lange gebraucht, um eine Fortsetzung seines Horror-Bestsellers "Shining" – wohl eines der gruseligsten Bücher aller Zeiten – zu schreiben. Wer "Doctor Sleep" gelesen hat und davon nicht so begeistert war, kann beruhigt sein: Der Film ist besser.

„Heeere’s Johnny!“ Wer Stanley Kubricks Stephen-King-Verfilmung „Shining“ (1980) gesehen hat, wird die Schlüsselszene, in der ein irrsinniger Jack Nicholson diese Worte durch die soeben mit der Axt aufgehackte Tür brüllt, wohl nie vergessen. So geht es auch Danny Torrance, dem Sohn des verrückten Schriftstellers aus dem Horrorklassiker, der mit dem titelgebenden "Shining" – einer hellseherischen Gabe – ausgestattet ist und das Massaker im Overlook Hotel zusammen mit seiner Mutter überlebt hat. Wie es mit Danny weitergeht, das beschrieb Bestsellerautor King (der den Kubrick-Streifen übrigens gar nicht mochte, dafür aber den gepflegt langweiligen "Shining"-TV-Zweiteiler gut fand) im Jahr 2013 in seiner Romanfortsetzung "Doctor Sleep", die jetzt ins Kino kommt. Der junge Herr Torrance wird im Sequel unter der Regie des auf Gruselthemen spezialisierten Mike Flanagan ("Spuk in Hill House", "Das Spiel") von Sympathieträger Ewan McGregor dargestellt. Er nennt sich mittlerweile nur mehr Dan, unterdrückt sein besonderes Talent durch übermäßigen Alkoholkonsum und ist nach wie vor von den Ereignissen aus seiner Kindheit – wie auch schon der Trailer zu "Doctor Sleep" verriet, der sich explizit auf Kubricks Shining berief – schwer traumatisiert. Dan wandert ziellos durch die USA, bevor er sich in New Hampshire niederlässt, das Saufen aufgibt und als Angestellter in einem Hospiz mit seinen wiederentdeckten Fähigkeiten den Patienten das Sterben erleichtert. Dadurch kommt er auch zu seinem Spitznamen "Doctor Sleep".

Dass Dan Torrance nicht der Einzige mit dem „Shining“ ist, entdeckt er durch eine telepathische Verbindung mit dem Mädchen Abra (Kyliegh Curran) – und durch die Machenschaften des True Knot, einer sektenartigen Gemeinschaft von Unsterblichen, die sich eine längere Zeit auf Erden sichern, indem sie mit dem "Shining" begabte Kinder zu Tode quälen und deren Lebensenergie aussaugen. Die Anführerin dieses Vereins, Rose the Hat (Rebecca Ferguson), lässt sich im Streben nach einer Extraportion Shining auf ein tödliches Duell mit Dan und Abra ein. Wer den Roman gelesen hat (oder Stephen Kings Werke zur Genüge kennt), wird sicher ahnen, wie der Kampf ausgeht. Flanagans Film hat jedoch genug überraschende (Schock-)Momente, um auch noch den begeistertsten King-Fan zufriedenzustellen.

Ab 22.11. im Kino!

Horror. OT: Doctor Sleep. USA 2019. Länge: 151 Min. Regie: Mike Flanagan. Besetzung: Ewan McGregor, Rebecca Ferguson, Kyliegh Curran, Carl Lumbly, Zahn McClarnon. Verleih: Warner Bros.