John David Washington in "Tenet"

© Warner Bros.

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04/22/2020

Alle Blockbuster verschoben, doch "Tenet" startet im Sommer

Christopher Nolans "Tenet" bleibt weiterhin auf seinem Startplatz im Juli. Geht die Rechnung auf, schafft Warner Bros. ohne Konkurrenz den größten Kinohit des Sommers.

Worum geht's eigentlich in "Tenet"? Die menschliche Evolution, den drohenden dritten Weltkrieg, Zeitreisen, Wiedergeburt? So genau weiß man das noch nicht. John David Washington und Robert Pattinson hauen sich jedenfalls auf ein Packerl, um bösen Mächten ins Handwerk zu pfuschen. Oder? Fix ist, dass der Film unter der Regie von Christopher Nolan entstand. Und dass der Trailer düstere Sci-Fi-Action verspricht.

Der Name Nolan allein weckt schon hohe Box-Office-Erwartungen. Der Brite steht für formvollendetes Blockbuster-Kino auf hohem Niveau, mit "The Dark Knight" schuf er eines der besten Comic Movies aller Zeiten, mit "Inception" bewies, dass die Filmkunst im Mainstream auch im neuen Jahrtausend noch "mindbending" sein kann. Nolans jüngster Streich soll nun im Alleingang den Kinosommer 2020 retten.

So lautet zumindest der Plan. Während die anderen Blockbuster von Warner Bros., u.a. "Wonder Woman 1984", "The Batman" und "The Many Saints of Newark" aus ihren Slots gekickt wurden, bleibt "Tenet" vorerst auf seinem Starttermin am 17. Juli 2020 – sowohl in den USA, wo derzeit nur Autokinos geöffnet haben, als auch in Österreich, wo bis September kein Kinobetrieb vorgesehen ist.

Das Risiko für Warner scheint relativ gering. Verschoben kann immer noch werden, für eine ausgeklügelte Marketingkampagne wäre dann auch noch Zeit. Die spart man sich freilich, wenn "Tenet" im Juli genug Abnehmer findet. Konkurrenz ist weit und breit nämlich nicht in Sicht. Öffnen die Kinos in den USA rechtzeitig (in Georgia ist das ja schon für den 27. April angedacht) wäre der Sci-Fi-Actioner der unangefochtene Spitzenreiter.

Ein einziger Kassenschlager bis Mitte August – da stünde der Release von "Wonder Woman 1984" an – verspricht den Betreibern im Gegensatz zu Warner aber keinen großen Profit. Ob sie bei einer etwaigen Lockerung der Maßnahmen überhaupt aufsperren, bleibt fraglich.