© Paramount Pictures

News
07/09/2020

Britische Regierung lockt Tom Cruise mit Corona-Zuckerl

"Mission: Impossible 7" in Europa zu drehen wurde aufgrund von Corona zum Ding der Unmöglichkeit. Das will die britische Regierung nun ändern — sie kontaktierte Tom Cruise und versprach, für ihn die Quarantänemaßnahmen aufzuheben.

Großbritannien zählt zu Europas größten Corona-Sorgenkindern, plant aber ausgerechnet mit den ebenfalls schwer von der Krise geplagten USA einen riskanten Schulterschluss. Die britische Regierung unter Premier Boris Johnson bietet amerikanischen Filmproduktionen Drehgenehmigungen abseits der geltenden Quarantäneverordnungen an. Soll heißen: Die wichtigsten Mitglieder von Cast und Crew müssen nach ihrer Ankunft im Vereinigten Königreich nicht wie andere Einreisende zwei Wochen in Isolation verbringen. 

"Die größten Blockbuster der Welt und hochqualitative Fernsehserien werden in Großbritannien gedreht", erklärte der britische Kulturminister Oliver Dowden die Entscheidung (via "Deadline"). "Unsere Kreativität, Expertise und die sehr erfolgreichen Steuererleichterungen für unsere Filmindustrien machen uns zu einer gefragten Location und bringen unserer Wirtschaft im Gegenzug hohe Einnahmen."

Kulturminister bietet Cruise Ausnahmen an

Um Hollywood diese Location schmackhaft zu machen, will Dowden "kleine Teile des essentiellen Casts und der Crew von der Quarantäne ausnehmen". Konkret wandte sich der Kulturminister mit diesem Angebot an Tom Cruise. In welcher Form die Kontaktaufnahme stattgefunden hat, ist nicht bekannt. Feststeht allerdings, dass Cruise für "Mission: Impossible 7" in Venedig vor der Kamera stehen sollte, als ihm Corona und der italienische Lockdown einen Strich durch die Rechnung machten. 

Spätestens im September soll nun endlich die erste Klappe des Actioners in den Warner Bros. Studios im Englischen Leavesden fallen. Laut dem Boulevardblatt "The Sun" könnte es bereits lange davor soweit sein — Tom Cruise soll sich schon für letzte Vorbereitungen in Großbritannien befinden. 

Neben "Mission: Impossible 7" entsteht in Kürze noch mindestens ein weiterer amerikanischer Blockbuster auf den britischen Inseln. Universal will die Arbeit an "Jurassic World: Dominion" schon diese Woche fortsetzen.