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05/13/2020

"Capone" fällt durch, für Regisseur Josh Trank ein gutes Zeichen

Die große Rehabilitation bleibt erstmal aus. Nach dem skandalös schlechten "Fantastic Four" taugt Josh Tranks "Capone" nicht zum Smashhit. Der Regisseur findet das aber gut.

Gefeiert nach dem alternativen Superheldenfilm "Chronicle" (2012), geschmäht nach dem Mainstream-Comic-Movie "Fantastic Four" (2015), sollte es Josh Trank eigentlich wieder auf die Siegerseite verschlagen. Auf den ersten Setbildern sah "Capone" so vielversprechend aus, dass die Rückkehr des Filmemachers in die Hollywood-Auslage nur noch reine Formsache schien. Das ist allerdings zwei Jahre her; damals hieß "Capone" noch "Fonzo" und war als Kinostarter, nicht als Video-on-Demand geplant.

Die Reviews des Biopics, dass sich um die letzten Jahre des an Demenz erkrankten Gangsterbosses Al Capone (Tom Hardy) dreht, lassen den Traum endgültig platzen. Auf "Rotten Tomatoes" hält der Film nach 62 Kritiken bei schwachen 39 Prozent. "Ich möchte nicht sagen, ich wäre überrascht", erklärte Regisseur und Drehbuchautor Josh Trank dazu im Interview mit "IndieWire". "Es war schwer zu sagen, wie die Reaktionen ausfallen würden, weil ich, von dort, wo ich stehe, den Film über alles liebe. Ich liebe den Film so sehr, ich bin so stolz auf ihn. Es gibt nichts, das mir irgendjemand über den Film erzählen könnte, das mich dazu bringen würde, ihn weniger zu lieben."

Die vernichtenden Reviews, die "Fantastic Four" einheimste, waren an Trank abgeprallt. Er war nach dem Dreh aus dem Projekt ausgeschieden und hatte nichts mit dem finalen Cut des Films zu tun. Die schlechten Bewertungen für "Capone" fühlen sich für ihn hingegen wie ein "Spiegel" an – "aber auf eine Art und Weise, die mir nicht die Schamesröte ins Gesicht treibt. Ich fühle mich dadurch einfach, als wäre ich auf dem richtigen Weg."

"Ich weiß nicht, ob das selbstgefällig klingt oder so, aber es ist ein Film, der einfach alles zeigt", so Trank. "[Al Capone] scheißt sich in die Hosen. Er baut mental ungeheuer ab. Es ist nicht schön. Es ist ein hässlicher, unbequemer Film. Wenn euch das wütend macht, denke ich mal, ich hab alles richtig gemacht. Das stört mich nicht. Ich kümmere mich nicht um die Prozent auf 'Rotten Tomatoes' oder so."