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03/18/2020

Chinesische Kinos erholen sich nur langsam vom Coronavirus

Offene Kinos bringen wenig – laut einer Studie schlagen fast zwei Drittel der chinesischen Bevölkerung einen Kinobesuch aus, solange der Coronavirus nicht unter Kontrolle ist.

Wenig bis gar nichts geht derzeit im internationalen Box Office. Verwaiste Kinosäle und verschobene Filmstarts sorgen für katastrophale Einspielergebnisse – in den Ländern, die ihre Veranstaltungszentren noch nicht komplett dicht gemacht haben. In China, dem Ursprung der Corona-Epidemie, werden die Projektoren hingegen langsam wieder angeworfen. Viele Ticketverkäufe sind in näherer Zukunft aber nicht zu erwarten.

Entwarnung, dann noch "ein Weilchen warten"

In einer Studie von Maoyan Entertainment (via "Deadline") gaben nur 30 Prozent der befragten Chinesen an, die Kinos sofort nach deren Wiedereröffnung zu frequentieren. 33 Prozent warten lieber auf die offizielle Bekanntgabe, dass der Coronavirus unter Kontrolle sei. Weitere 29 Prozent wollen selbst dann noch "ein Weilchen warten". Diese Prognose scheint fast noch zu positiv – eines der ersten chinesischen Lichtspielhäuser, das am 16. März nach eineinhalb Monaten Zwangspause wieder aufsperrte, konnte am ersten Tag keinen einzigen Gast verbuchen.

Immerhin stehen Kinobesuche auf der Liste der Freizeitaktivitäten für die Zeit nach der Epidemie bei vielen Befragten an oberster Stelle. Mehr freuen sich die Studienteilnehmer nur darauf, mit ihren Freunden auszugehen. Wann das in Österreich wieder möglich sein wird, bleibt abzuwarten. Die heimischen Filmfans müssen sich bis dahin jedenfalls mit dem TV- und Streaming-Angebot zufriedengeben – und darauf hoffen, dass die Netzkapazitäten ausreichen.